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Fasnacht in Heiterwang

Peter Linser
20. Jänner 2026
Fasnacht in Heiterwang
Kinderfasching in Heiterwang 1967.
Fasnacht in Heiterwang. Die Bezirkszeitung berichtete 1937 in einem Artikel über „Faschingsbräuche in Heiterwang“. Darin wird geschildert, wie sich „die Schönheit und Buntheit des Fasnachtstreibens am vollständigsten bei Maskenzügen, wie sie in Heiterwang schon oft veranstaltet wurden, zeigen“. Nicht immer gab es aber nur Befürworter, wie die Pfarrchronik zeigt. So war Pfarrer Josef Reinstadler (1828-1832) „ein Feind der in der daigen Gemeinde üblichen, die Grenzen allen Anstandes sowie der Zucht und Ehrbarkeit überschreitenden Fasnachtslustbarkeitgen, die nach dem Geschmacke eines rohen, verwilderten Volkes auch roh und wild genug gewesen sein müssen und in wildem Geheul, Peitschenschnalzen, Schemenlaufen, Tanzen und dergleichen ihren Ausdruck fanden, die ganze Zeit von Dreikönig bis Aschermittwoch, währten und nicht bloß den Tag sondern auch die halbe oder die ganze Nacht in Anspruch nahmen, wobei sich darüberhin beide Geschlechter beteiligten“. Ein großer Verbündeter der Heiterwanger war aber der damalige Pfarrer Franz Spipiller (1788–1827), der nach seiner Absetzung dann als Frühmesser (1827–1837) weiter im Ort blieb. Ihm wurde nachgesagt, dass bei ihm im Widum „die Fasnacht ausgegraben“  worden sei.
             
Text und Foto: Peter Linser
 

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