Der alte Friedhof (1682–1975).
Die Bewohner der Expositur Vorderhornbach mussten in früheren Jahrhunderten allsonntäglich den Gottesdienst in der Mutterpfarre Wängle im Niedergericht Aschau besuchen und auch alle anderen kirchlichen Aufgaben dort verrichten. Im Jahre 1752 wurde anstelle des uralten, baufälligen Kirchleins ein größeres Gotteshaus um 2300 Gulden erbaut und bald darauf ein eigener Seelsorger berufen. Schon 100 Jahre vorher berichtete der damals zuständige Dekan von Seeg: Die arme Kaplanei zu Horenbach in Tyyroll, öden Orts, ist von der Matrice parochiali Aschaw etliche Stundt ohngangbaren Wegs entlegen. Da man also die Toten wegen der schlechten Wege auf Flößen den Lech hinab nach Wängle führen musste, wurde 1682 die Bestattung in einem eigenen Friedhof bei der Kirche genehmigt. Diese Grabstätten reichten fast 300 Jahre aus, bis 1975 am westlichen Ortsrand eine neue großzügige Gräberanlage entstand. In die Jahre gekommen, wurde heuer – 50 Jahre später – eine mustergültige Erneuerung vorgenommen. Quellen: Tinkhauser/Rapp, Diözese Brixen, 1891, Pfarrarchiv Vorderhornbach
Text und Fotos: Peter Linser
Text und Fotos: Peter Linser
