Glockenweihe am 26. September 1926. Repro: P. Linser
Vor 100 Jahren erschien in der Bezirkszeitung dieser Artikel: „Nun hat auch unsere Pfarrgemeinde das letzte, was uns der unselige Krieg geraubt, die Glocken, wieder erhalten. […] Am Sonntag, dem 26. 9., erreichte die Feier ihren Höhepunkt. Vormittags fand in der von unserem rührigen Meßner überaus reich und geschmackvoll geschmückten Pfarrkirche der feierliche Festgottesdienst (levitiertes Hochamt) statt. Nachmittags 1 Uhr zog man vom Gasthof Sonne – die Schulkinder und Jungfrauen, Musikkapelle, Schützen, Bürgermeister Koch mit den Gemeinderäten, Glockenkomitee und die Paten im reichgeschmückten Wagen mit den übrigen Festgästen zum Kirchplatze. Die feierliche Weihe der Glocken nahm unter großer Assistenz der Geistlichkeit hochw. Herr Dekan vor. […] Das Geläute (alt) d, fis, a, h, wurde in bekannt tadelloser und prunkvoller Ausführung von der Gießerei Graßmayr in Wilten zu Aller Befriedigung geliefert. Am Montag war die feierliche Weihe des neuen Teiles unseres bedeutend vergrößerten Friedhofes. Nach dem Requiem für alle verstorbenen Pfarrkinder wurden während des Gräberbesuches die Glocken zum erstenmal geläutet.“ (AN, 30. 9. 1926). Peter Linser
Johannes Pirchner





