Autocross in Langen
Super Erfolge für Wolfgang Zobl und Franz Leiss
Der Motorsportclub Bregenzerwald veranstaltete in Langen bei Bregenz das erste Autocross seit 20 Jahren in Vorarlberg. Das zweitägige Event stieß auf sehr große Zuschauerresonanz und konnte auch Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz verzeichnen. Die Veranstaltung war bestens vorbereitet und sowohl die Sportler als auch die Zuschauer zeigten sich am Ende sehr zufrieden.
Sabine Schreiter
17. August 2026
Franz Leiss (l.) und Wolfgang Zobl (3. v. l.), beide Fahrer des MSC Weißenbach, freuten sich über ihre tollen Erfolge beim Autocross in Langen bei Bregenz.
Mit seinem ZZ-Racing-Buggy 1600 4x4 mit einem 200-PS-starken Suzuki-Hayabusa-Motor war Wolfgang Zobl sicher der am schwächsten motorisierte Teilnehmer im Feld. Doch bei losem Untergrund ist Leistung nicht alles: Gewicht und Fahrwerk sind ebenso entscheidend wie das Können des Fahrers. Nach dem ersten Training lag Zobl auf Platz 4, doch dann konnte er sich bei jedem Rennlauf um einen Platz nach vorne arbeiten. Schlussendlich fuhr er im dritten Lauf als Sieger ins Ziel. In Lauf 4 blieb ein überrundeter Teilnehmer vor dem in Führung liegenden Zobl auf der Piste stehen. Das Rennen wurde nicht mit der roten Flagge beendet. Zudem konnte Zobl einen Crash nicht vermeiden. Die Folge war der Bruch der rechten Vorderradaufhängung. Dank fleißiger Helfer, Ersatzteile im Hänger sowie notdürftig geradegebogene Teile konnte Wolfgang Zobl dennoch als Erster zum Finallauf an den Start rollen. Für die Fairness des Veranstalters, ihm etwas mehr Zeit einzuräumen, bedankte sich Wolfgang Zobl mit einer eindrucksvollen Leistung. Nach einem Traumstart ging er gleich in Führung und ließ keine Zweifel aufkommen, wer auch als Erster ins Ziel kommen würde. Die Zeiten der Klasse 1600 waren identisch mit denen der Klasse Super Buggy, die mehr als die dreifache Leistung haben. Dies allein zeigt, dass es ein Rennen der Fahrer und nicht der PS war. Zobl konnte bei seinem ersten Autocross-Rennen ÖM- und EM-Teilnehmer hinter sich lassen. Mit dieser Leistung wird er in Vorarlberg beinahe zum Lokalhelden – schließlich hat er auch in Röthis beim Slalom und in Stuben am Arlberg beim Bergrennen jeweils den Tagessieg errungen.
Hoffen auf ein Rennen 2027. Auch Franz Leiss hatte im Ländle eine tolle Visitenkarte hinterlassen. Er startete mit seinem Mini als Einziger in der Klasse „Seriennahe Tourenwagen bis 2 Liter Hubraum 2 WD” und musste gegen Teilnehmer der nächsthöheren Klasse fahren. Diese durften ihre Fahrzeuge in vielen Bereichen verändern. Das hinderte Franz Leiss jedoch nicht daran, Laufsiege zu erringen und immer um den Sieg mitzufahren. Die Anwesenheit einiger MSC-Funktionäre und Zuschauer beflügelte die Sportler zusätzlich. Alle hoffen, dass 2027 wieder ein solches Rennen stattfindet.
(Informationen und Fotos: Charly Winkler)




