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Wängler Judoka glänzten in Osttirol

Zweimal Gold, Silber, Bronze und ein Top-Platz beim Anton-Waldner-Gedenkturnier für das Judo Team Wängle

Das internationale Anton-Waldner-Gedenkturnier in Matrei in Osttirol ist ein Fixpunkt im Wettkampfkalender des Judo Teams Wängle. Die beiden Vereine verbindet eine langjährige Freundschaft. Zudem hat das Turnier für die Wängler Judoka eine besondere Bedeutung: Vor vier Jahren sammelten hier die damaligen Weißgurte nach der Neugründung des Vereins ihre ersten Wettkampferfahrungen.

Sabine Schretter
19. Oktober 2026
Wängler Judoka glänzten in Osttirol
Beim Anton-Waldner-Gedenkturnier im Osttiroler Matrei vertraten Gabriel Gundolf, Samuel Lokin, Ivan Apukhtin, Fenja Konzmann und Amelie Fasser (v. l.) das Judo Team Wängle sehr erfolgreich. Foto: Konzmann
Vier Jahre später hat sich aus den damaligen Anfängern eine schlagkräftige Nachwuchsmannschaft entwickelt. Mit fünf Judoka reiste das Judo Team Wängle heuer nach Matrei. Für eine besondere Überraschung sorgte das Trainerteam bereits am Vortag: Spontan organisierte es eine Übernachtung im Dojo. Der Judoclub Union Raika Osttirol stellte dafür seine mit Matten ausgestattete Judohalle zur Verfügung.

Starke Leistungen der Jüngsten. In der Altersklasse U10 gingen Amelie Fasser und Fenja Konzmann für das Judo Team Wängle an den Start. Obwohl beide zu den Jüngeren ihrer Altersklasse zählen, sind sie auf der Matte bereits schwer zu besiegen. Amelie trat im Round-Robin-System an, bei dem alle Teilnehmerinnen gegeneinander kämpfen. Mit starken Ko-soto-gake-Ansätzen und einer klugen Wettkampfstrategie sicherte sie sich den zweiten Platz. Lediglich einer Gegnerin musste sie sich knapp durch eine Yuko-Wertung geschlagen geben. Fenja traf im Finale auf die Turnierfavoritin aus dem Pinzgau. Mit überraschenden Richtungswechseln, geschickten Kontertechniken und einem linken Uchi-mata bestimmte sie den Kampf. Ihre starke Leistung krönte sie mit dem Turniersieg und dem goldenen Pokal.

Erfolgreiche Aufholjagd. Auch Samuel Lokin bestätigte seine gute Form. Bereits beim vergangenen Turnier in Liechtenstein hatte er mit einer konzentrierten Leistung überzeugt. Daran knüpfte er in Matrei an. Zwar verlor er seinen Auftaktkampf nach einem Fehler im Bodenkampf, kämpfte sich anschließend aber eindrucksvoll durch die Trostrunde. Im Duell um Platz drei setzte er sich souverän durch und belohnte sich mit der Bronzemedaille.

Knapp am Podest vorbei. Gabriel Gundolf zählt in der Altersklasse U12 noch zu den jüngeren Teilnehmern, bringt aber bereits reichlich Wettkampferfahrung mit. Obwohl er seinen Gegnern körperlich unterlegen war, überzeugte er mit Kampfgeist und Technik. Mit einem schnellen Koshi-guruma gelang ihm ein Ippon. In der Trostrunde kämpfte er sich bis zum Duell um Bronze vor. Dort musste er sich geschlagen geben und belegte den guten fünften Platz.

Gelungene Revanche. Für Ivan Apukhtin stand in Matrei noch eine Rechnung offen. Bereits 2025 hatte er gegen seinen Osttiroler Kontrahenten im Finale gekämpft und verloren. Heuer trafen die beiden erneut aufeinander. Ivan, der seine Kämpfe gewöhnlich mit Wurftechniken entscheidet, zeigte diesmal auch im Bodenkampf sein Können. Gerade Festhaltetechniken zählten bislang nicht zu seinen Stärken. Umso erfreulicher war seine überzeugende Leistung auf der Matte: Er ließ seinem Gegner keine Chance und sicherte sich verdient die Goldmedaille. Mit zwei Goldmedaillen, einmal Silber, einmal Bronze und einem fünften Platz zog das Judo Team Wängle eine erfreuliche Bilanz. Die Leistungen der jungen Judoka zeigen zugleich, wie erfolgreich sich die Nachwuchsarbeit des Vereins in den vergangenen vier Jahren entwickelt hat.

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