Was bringen KI-Agenten den Unternehmen?
Diese Frage beantwortete das „Unternehmerfrühstück 3.0“ der Raiffeisenbank Tirol Mitte West in Telfs
Am vergangenen Freitag lud die Raiffeisenbank Tirol Mitte West zum „Unternehmerfrühstück 3.0“ ins Raiffeisen MARKThaus Telfs. Kernstück war ein Impulsvortrag von Markus Kirchmair zum Thema „Erfolgreicher ohne zusätzliche Köpfe? Mehr Output, weniger Aufwand: Was KI-Agenten Ihrem Unternehmen bringen“, in dem der Buchautor und Navigator im fundamentalen Wandel der KI-Ära auch mit zahlreichen Vorurteilen aufräumte. Wo andere nur Technologie sehen, erkennt er die wirtschaftlichen Chancen, strategischen Hebel und rechtlichen Konsequenzen – gleichzeitig.
20. Oktober 2026
Vorstandvorsitzender Andreas Wolf, der Vortragende Markus Kirchmair und Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Hubert Kuprian freuten sich auf einen informativen Vormittag beim Unternehmerfrühstück. Foto: Hötzel
„KI ist kein Werkzeug. Man kann sie als solches verwenden, aber dann verpasst man die eigentliche Revolution“, stellte Kirchmair gleich zu Anfang in den Raum. „Von 500 Feldern ungelöster mathematischer Rätsel sind seit dem vergangenen Dienstag 90 Felder besetzt“, zeigte er in seiner Präsentation. „Viele Forscher arbeiten seit Jahrzehnten daran, wobei die KI im Schnitt drei Stunden für jedes Problem gebraucht hat.“ Er hielt ein Plädoyer für Ehrlichkeit, Mut und Wachstum. „Sie können mir gerne ein bisschen Resonanz geben“, forderte er die zahlreichen, interessierten Unternehmer auf. Viele sähen die KI aber auch als größte Gefahr, so 66 beziehungsweise 59 Prozent der befragten jungen Demokraten und Republikaner in den USA. Der globale Süden stünde der KI jedoch viel offener gegenüber. Das Ganze würde mit der Sorge um Jobs und die Wirtschaft generell korrelieren. Komischerweise würden diejenigen, die am meisten profitieren, nach einer Studie von „Anthropic“ das größte Unbehagen zeigen. „Es gibt die Utopisten und Dystopisten – ich bin keiner davon“, stellte der Vortragende klar. „Als KI-Berater finde ich, die Kunden brauchen einen Blick aufs große Ganze. Ich sehe mich als Bergführer, der die Reise von Gipfel zu Gipfel begleitet.“
Was sind KI-Agenten? Wer bei denen an James Bond denke, der läge falsch, scherzte Kirchmair. Sie sei eine selbst handlungsfähige KI. „Der Chatbot schreibt – der KI-Agent erledigt.“ Aber wie mächtig können KI-Systeme sein, wenn man sie frei handeln lässt? „Wir stehen vor einer Art Intelligenz-Explosion“, meint der KI-Spezialist. „Die wirft brutal viel über die Kante, fährt über vieles drüber und erwischt manche kalt.“ Die EU sei im internationalen Vergleich sehr abgeschlagen. Dafür seien die Reasoning-Kosten aber um ein 1.000-faches gesunken, man bräuchte weniger Rechenpower. „Die KI ist im freien Fall, was die Kosten betrifft“, so der Referent, und: „Die KI ermöglicht es einem, als One-Man-Show exzellent zu sein.“ Im Gaming zeigte Kirchmair als Beispiel das von ihm erstellte „Andreas Hofer“-Spiel. „Für das ganze Spiel verlässt man Claude nicht. Aus Monaten Entwicklung werden Stunden.“ Für einen Biopilz-Produzenten in Mils habe er ein Spiel für die Mitarbeiter entwickelt zum richtigen Champignonpflücken. Mit der KI ginge es darum, ihr nicht mehr Befehle zu erteilen, sondern zu delegieren – vom Prompten zum Führen. Allerdings, wenn man einem Menschen nicht vermitteln kann, was man von ihm haben möchte, dann hätte man auch mit der KI Probleme. Sachen wie Ethik oder sozialdynamische Dinge müsse man der KI wie einem Kleinkind vermitteln. Also folgerte der KI-Navigator: „Wenn der Agent danebenliegt, liegt es oft an uns.“ Die KI sei neben einem „Werkzeug“ nun aber auch ein „Akteur“. Die Unternehmer gingen gut informiert zum Frühstücksbuffet, wo viel Zeit für individuelle Fragen blieb. Danach ging es zur Führung durch das Raiffeisen Markthaus, bei der die neuen Räumlichkeiten vorgestellt wurden. Ein informativer Vormittag, mit vielen interessanten Denkanstößen.
Was sind KI-Agenten? Wer bei denen an James Bond denke, der läge falsch, scherzte Kirchmair. Sie sei eine selbst handlungsfähige KI. „Der Chatbot schreibt – der KI-Agent erledigt.“ Aber wie mächtig können KI-Systeme sein, wenn man sie frei handeln lässt? „Wir stehen vor einer Art Intelligenz-Explosion“, meint der KI-Spezialist. „Die wirft brutal viel über die Kante, fährt über vieles drüber und erwischt manche kalt.“ Die EU sei im internationalen Vergleich sehr abgeschlagen. Dafür seien die Reasoning-Kosten aber um ein 1.000-faches gesunken, man bräuchte weniger Rechenpower. „Die KI ist im freien Fall, was die Kosten betrifft“, so der Referent, und: „Die KI ermöglicht es einem, als One-Man-Show exzellent zu sein.“ Im Gaming zeigte Kirchmair als Beispiel das von ihm erstellte „Andreas Hofer“-Spiel. „Für das ganze Spiel verlässt man Claude nicht. Aus Monaten Entwicklung werden Stunden.“ Für einen Biopilz-Produzenten in Mils habe er ein Spiel für die Mitarbeiter entwickelt zum richtigen Champignonpflücken. Mit der KI ginge es darum, ihr nicht mehr Befehle zu erteilen, sondern zu delegieren – vom Prompten zum Führen. Allerdings, wenn man einem Menschen nicht vermitteln kann, was man von ihm haben möchte, dann hätte man auch mit der KI Probleme. Sachen wie Ethik oder sozialdynamische Dinge müsse man der KI wie einem Kleinkind vermitteln. Also folgerte der KI-Navigator: „Wenn der Agent danebenliegt, liegt es oft an uns.“ Die KI sei neben einem „Werkzeug“ nun aber auch ein „Akteur“. Die Unternehmer gingen gut informiert zum Frühstücksbuffet, wo viel Zeit für individuelle Fragen blieb. Danach ging es zur Führung durch das Raiffeisen Markthaus, bei der die neuen Räumlichkeiten vorgestellt wurden. Ein informativer Vormittag, mit vielen interessanten Denkanstößen.
Christina Hötzel






