ARTalk und Finissage mit Mike Büchel im B4
Zahlreiche Besucher gewannen einen persönlichen Einblick in das Leben und Arbeiten des Künstlers
23. Dezember 2025 | von
Christina Hötzel
Mike Büchel vor einem seiner Bilder.
Foto: Sergio Salvemini
Foto: Sergio Salvemini
Mit einem bewusst locker gehaltenen „Wikipedia-Stil“ führte Triendl durch den Abend. Er spannte den Bogen von Büchels Herkunft als gebürtiger Zirler über dessen Stationen als Weltenbummler bis hin zum heutigen Lebensmittelpunkt in Wien. In seinem Atelier dort entstehen kraftvolle Werke, bei denen Bewegung eine zentrale Rolle spielt, begleitet von vielen Schritten vor und zurück und musikalisch getragen von einem Spektrum, das von Klassik über Heavy Metal bis zu Hip-Hop reicht.
KEIN GERADLININIGER WEG. Büchel berichtete von zahlreichen „Brotjobs“, mit denen er seine Reisen und sein späteres Studium finanzierte, darunter sogar einem Ausflug ins Tätowierhandwerk. Besonders spannend für das Publikum war seine Schilderung der Entwicklung seiner Technik, die er konsequent im Sinne eines unverwechselbaren eigenen Stils verfeinerte. Heiterkeit lösten seine Anekdoten darüber aus, wie er seine Modelle bis heute oftmals spontan auf der Straße anspricht. Ebenso regte seine Aussage zum Nachdenken an, dass das Gesicht in seinen Arbeiten rund 90 Prozent der Gesamtwirkung ausmacht.
STIMMUNGSVOLLE FINISSAGE. Der ARTalk entwickelte sich zu einem lebendigen, inspirierenden Abend, der nahtlos in die stimmungsvolle Finissage überging. Wer die Veranstaltung verpasst hat oder sie erneut erleben möchte, kann den Live-Video-Podcast mit zahlreichen Bildbeispielen jederzeit unter https://www.kunst4life.net/artalk/ abrufen – dort sind auch alle bisherigen ARTalks verfügbar.
