Jedes Stück war eine Lieblingsproduktion
Nach 27 Jahren geht Irina Golubkowa vom Gesangsstudio DO-RE-MI in Pension
Irina Golubkowa hat unzähligen Kindern im Tiroler Oberland die Leidenschaft für Gesang und Bühne vermittelt und noch mehr Menschen mit ihren Konzerten und Musicals eine große Freude bereitet. Nun geht die beliebte Leiterin des Gesangsstudios DO-RE-MI in die wohlverdiente Pension. Sie wird fehlen!
14. Juli 2026
Irina Golubkowa wurde beim letzten Geburtstagskonzert des Gesangsstudios DO-RE-MI mit viel Applaus gefeiert und bedankt. Fotos: Josef Pohl
„Ich wollte eigentlich mein letztes Jahr langsam ausklingen lassen, aber dann war es doppelt so viel wie sonst“, lacht Chorleiterin Irina Golubkowa, als sie über die letzten Monate vor ihrer Pension resümiert. Eigentlich, so das ungeschriebene Gesetz, sollten Chorleiter spätestens nach 20 Jahren den Taktstock übergeben. Bei ihr waren es im März 27 Jahre an der Spitze des Kinderchors DO-RE-Mi. Jetzt sei es aber genug, zeigt sich die langjährige Gesangslehrerin der Landesmusikschulen Telfs und Mittleres Oberinntal überzeugt. Nach dem offiziellen Abschiedskonzert im Gemeindesaal Pettnau absolvierte Golubkowa mit ihren Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit einem kanadischen Knabenchor noch einen letzten Auftritt auf der Seegrube und brach danach ihre Zelte in Tirol ab, um einen neuen Lebensabschnitt in ihrem selbstentworfenen und -gebauten Haus in Kärnten zu beginnen – auch mit Wehmut im Gepäck. Zurück bleiben schöne Erinnerungen an Musicals wie „König Keks“, „Die Schule der magischen Tiere“ oder „Weihnachten fällt aus“, an die vielen Konzerte, Auftritte oder Wettbewerbe, die von Golubkowas Konzert- und Nachwuchschor absolviert wurden. Jede der vielen Produktionen war dabei immer ihre aktuelle Lieblingsproduktion, zeigt sich Golubkowa von jeder einzelnen Aufführung rückblickend begeistert.
LEBENSLANGES LERNEN. Ihre Liebe zum Gesang, speziell zum Chorgesang war bei Golubkowa noch in ihrer alten Heimat Russland erwacht, wo sie am Konservatorium Moskau und an der Musikhochschule studierte und später die Leitung eines Knabenchors und mehrerer Kirchenchöre übernahm. „Ich bin 1993 eigentlich nur für drei Semester nach Tirol gekommen, um hier Deutsch zu lernen. Ich war dann Gastprofessorin an der Universität Innsbruck und hab den dortigen russischen Chor geleitet“, erzählt die vierfache Mutter, deren beiden jüngeren Kinder bereits in Österreich zur Welt kamen. Irgendwann stand dann fest, dass sie bleiben werde, auch weil ihr das Land ans Herz gewachsen war: „Hier ist das Schlaraffenland. Die Menschen wissen das bloß nicht.“
RÜCKBLENDE AUF VIELE SCHÖNE MOMENTE. Irina Golubkowa gründete schließlich 1999 das Gesangsstudio DO-RE-MI, das dann später Teil der Landesmusikschulen Mittleres Oberinntal und Telfs wurde. Auch bei den Wiltener Sängerknaben war sie als Stimmbildnerin tätig. Bis zu 140 Kindern erlernte sie zeitgleich das Singen und entwickelte sich selbst weiter: „Ich hab bei der Arbeit mit den Kindern viel gelernt, vor allem Geduld und Kommunikation. Ich bin auf der gleichen Ebene mit den Kindern. Ich mache auch Fehler und die Kinder verzeihen mir. Auf der Bühne sind wir zusammen ein Ensemble.“ Der Konzertchor hat sich nun mit ihrer Pensionierung aufgelöst, den Nachwuchschor mit den Kindern im Volksschulalter dagegen wird ihre Nachfolgerin Stefanie Wilke übernehmen und einen Neuanfang wagen. Und Golubkowa? „Ich möchte mich in Zukunft intensiver mit meiner zweiten großen Leidenschaft, der Architektur, befassen. Aber ob diese dauerhaft ohne Gesang überleben wird, weiß ich selbst noch nicht“, sagt die scheidende Leiterin des Gesangstudios DO-RE-MI abschließend.
LEBENSLANGES LERNEN. Ihre Liebe zum Gesang, speziell zum Chorgesang war bei Golubkowa noch in ihrer alten Heimat Russland erwacht, wo sie am Konservatorium Moskau und an der Musikhochschule studierte und später die Leitung eines Knabenchors und mehrerer Kirchenchöre übernahm. „Ich bin 1993 eigentlich nur für drei Semester nach Tirol gekommen, um hier Deutsch zu lernen. Ich war dann Gastprofessorin an der Universität Innsbruck und hab den dortigen russischen Chor geleitet“, erzählt die vierfache Mutter, deren beiden jüngeren Kinder bereits in Österreich zur Welt kamen. Irgendwann stand dann fest, dass sie bleiben werde, auch weil ihr das Land ans Herz gewachsen war: „Hier ist das Schlaraffenland. Die Menschen wissen das bloß nicht.“
RÜCKBLENDE AUF VIELE SCHÖNE MOMENTE. Irina Golubkowa gründete schließlich 1999 das Gesangsstudio DO-RE-MI, das dann später Teil der Landesmusikschulen Mittleres Oberinntal und Telfs wurde. Auch bei den Wiltener Sängerknaben war sie als Stimmbildnerin tätig. Bis zu 140 Kindern erlernte sie zeitgleich das Singen und entwickelte sich selbst weiter: „Ich hab bei der Arbeit mit den Kindern viel gelernt, vor allem Geduld und Kommunikation. Ich bin auf der gleichen Ebene mit den Kindern. Ich mache auch Fehler und die Kinder verzeihen mir. Auf der Bühne sind wir zusammen ein Ensemble.“ Der Konzertchor hat sich nun mit ihrer Pensionierung aufgelöst, den Nachwuchschor mit den Kindern im Volksschulalter dagegen wird ihre Nachfolgerin Stefanie Wilke übernehmen und einen Neuanfang wagen. Und Golubkowa? „Ich möchte mich in Zukunft intensiver mit meiner zweiten großen Leidenschaft, der Architektur, befassen. Aber ob diese dauerhaft ohne Gesang überleben wird, weiß ich selbst noch nicht“, sagt die scheidende Leiterin des Gesangstudios DO-RE-MI abschließend.






