Tatiana Kruse Lesung mit Gruselgarantie
Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande
Im Rahmen des „Krimi Fest Tirol“ las Tatiana Kruse vor der Buchhandlung Steinbauer in der Cyta Völs. Die deutsch-italienische Meisterin des schwarzen Humors hatte es auch mit ihrem neuesten Streich auf die Lachmuskeln des Leseabend-Publikums abgesehen. Das Genre der „Krimödie“ als „Ehe“ von Spaß und Schrecken zeigt den Schreibstil von Tatiana Kruse in seiner Glanzrolle.
5. November 2024
Ja, keine Frage das Buch ist auf schrille Art witzig, die Handlung streckenweise so schnell als würde ein Film in Dreifachgeschwindigkeit abgespult, also „Kopfkino“ total. Die Protagonistin als Ich–Erzählerin mag schräg und ganz schön wirr drauf sein, den Leser verwirrt die trotzdem klar aufgebaute und verständlich umgesetzte Lektüre trotz sich „überhaspelnder“ Geschehensabläufe nicht. Und dann ganz plötzlich lacht man zum wiederholten Mal laut los und erntet erstaunte Blicke aus Richtung der anderen Kaffeehausgäste.
HERZSCHMERZREISE NACH VENEDIG. Astrid ertappt ihren langjährigen Partner in flagranti mit der Nachbarin und setzt sich in den Zug und reist nach Venedig, ihrem Sehnsuchtsort, um Trost und Ablenkung zu erfahren. Die Vino-Gondel und Dogenpalast-Romantik sind aber nur von kurzer Dauer. Nichts wird aus den idyllischen Tagen und Nächten am sommerlichen Canale Grande. Stattdessen lassen sie ein Leichenfund und haarsträubende Verfolgungsjagden in der Hitze der Serenissima ihren Liebeskummer vergessen, na immerhin etwas. Dann findet sie heraus, dass ihr Vermieter Cesare, der sie in seine „Familie“ aufnimmt alles andere als legal unterwegs ist. Astrid gerät unversehens in mafiöse Verwicklungen, und für die einen höchst geregelten Tagesablauf gewöhnte Buchhalterin aus dem Schwabenland sieht es ganz und gar nicht gut aus, aber echt ganz und gar nicht. Das Buch ist zwar im Plauderton gehalten, plätschert aber nicht oberflächlich vor sich hin. Wesentlich Handlungselemente sind Enttäuschung, Suche nach einem „neuen“ Leben und die Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit, aber lesen Sie selbst.
LESEABEND MIT ANEKDOTEN „GEWÜRZT“. Buchhändlerin Anna meint zur RUNDSCHAU: „Tatiana Kruse hat sehr lebendig vorgetragen und auch unterschiedliche Szenen beschrieben, die sie zur Venedig-Krimödie inspiriert haben. Auch trugen Anekdoten wie ihre eigene Zugfahrt nach Venedig und die „verschlungenen Wege“ zum „Haymon–Verlag zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die Autorin fesselte das Publikum auf unterhaltsame und witzige Weise. Im Anschluss an die Lesung gab es Gelegenheit mit der Autorin zu plaudern und Bücher signieren zu lassen. Alles in Allem ein mörderisch heiterer Abend.“
LITERATURÜBERSETZUNG – KURZKRIMI – ROMAN. Tatiana Kruse, Jahrgang 1960, wuchs in Schwäbisch Hall auf, und schon früh zeigte sich ihre Liebe für das geschriebene Wort. Sie „verschlang“ Bücher, besonders Kriminalliteratur wie Werke von Agatha Christie. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie lange als Literaturübersetzerin bis sie 1996 ihre ersten Kurzkrimis veröffentlichte, die mit Preisen ausgezeichnet wurden. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie Kriminalromane, die auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden, und war auch Krimistadtschreiberin von Flensburg. Kruse tritt regelmäßig bei Krimievents wie der Wiener Kriminacht, dem Münchner Krimifestival und eben dem Krimifest Tirol auf. Unveränderliches Kennzeichen der Kriminalschriftstellerin, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt, ist ihre stets schwarze Kleidung.
HERZSCHMERZREISE NACH VENEDIG. Astrid ertappt ihren langjährigen Partner in flagranti mit der Nachbarin und setzt sich in den Zug und reist nach Venedig, ihrem Sehnsuchtsort, um Trost und Ablenkung zu erfahren. Die Vino-Gondel und Dogenpalast-Romantik sind aber nur von kurzer Dauer. Nichts wird aus den idyllischen Tagen und Nächten am sommerlichen Canale Grande. Stattdessen lassen sie ein Leichenfund und haarsträubende Verfolgungsjagden in der Hitze der Serenissima ihren Liebeskummer vergessen, na immerhin etwas. Dann findet sie heraus, dass ihr Vermieter Cesare, der sie in seine „Familie“ aufnimmt alles andere als legal unterwegs ist. Astrid gerät unversehens in mafiöse Verwicklungen, und für die einen höchst geregelten Tagesablauf gewöhnte Buchhalterin aus dem Schwabenland sieht es ganz und gar nicht gut aus, aber echt ganz und gar nicht. Das Buch ist zwar im Plauderton gehalten, plätschert aber nicht oberflächlich vor sich hin. Wesentlich Handlungselemente sind Enttäuschung, Suche nach einem „neuen“ Leben und die Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit, aber lesen Sie selbst.
LESEABEND MIT ANEKDOTEN „GEWÜRZT“. Buchhändlerin Anna meint zur RUNDSCHAU: „Tatiana Kruse hat sehr lebendig vorgetragen und auch unterschiedliche Szenen beschrieben, die sie zur Venedig-Krimödie inspiriert haben. Auch trugen Anekdoten wie ihre eigene Zugfahrt nach Venedig und die „verschlungenen Wege“ zum „Haymon–Verlag zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die Autorin fesselte das Publikum auf unterhaltsame und witzige Weise. Im Anschluss an die Lesung gab es Gelegenheit mit der Autorin zu plaudern und Bücher signieren zu lassen. Alles in Allem ein mörderisch heiterer Abend.“
LITERATURÜBERSETZUNG – KURZKRIMI – ROMAN. Tatiana Kruse, Jahrgang 1960, wuchs in Schwäbisch Hall auf, und schon früh zeigte sich ihre Liebe für das geschriebene Wort. Sie „verschlang“ Bücher, besonders Kriminalliteratur wie Werke von Agatha Christie. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie lange als Literaturübersetzerin bis sie 1996 ihre ersten Kurzkrimis veröffentlichte, die mit Preisen ausgezeichnet wurden. Seit dem Jahr 2000 schreibt sie Kriminalromane, die auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden, und war auch Krimistadtschreiberin von Flensburg. Kruse tritt regelmäßig bei Krimievents wie der Wiener Kriminacht, dem Münchner Krimifestival und eben dem Krimifest Tirol auf. Unveränderliches Kennzeichen der Kriminalschriftstellerin, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt, ist ihre stets schwarze Kleidung.





