Vom Sohn in die Fantasiewelt mitgerissen
Telfer Polizistin ließ sich auf das Abenteuer ein und schrieb ihr Kinderbuch „Der geheimnisvolle Wichtelwald“
11. Feber 2026 | von
Christina Hötzel
„Der geheimnisvolle Wichtelwald“ ist das erste Buch von Stefanie Bader. Inspiriert haben sie die Geschichten ihres Sohnes Samuel. Foto: Hötzel
„Samuel hat immer so spannende Sachen erzählt, was er mit seinen Freunden den ganzen Tag erlebt. Und einmal, das war im Sommer, waren sie oft im Garten draußen, da hat er immer von einer Zeckenhöhle geredet. Da habe ich mir gedacht: „Oje, das klingt aber brutal gefährlich. Ich hoffe, er bringt jetzt nicht 100 Zecken mit nach Hause.“ Dann habe ich ein bisschen nachgefragt und er hat gesagt: „Das ist ein Geheimversteck von ihnen“, beschreibt Bader die Schilderungen ihres Sohnes. „Ich habe mir gedacht, wenn ich das ein bisschen zusammenschreiben würde, was er so den ganzen Tag erzählt, dann könnte eine spannende Geschichte dabei herauskommen.“ Und schon stand der Rahmen ihrer Erzählung. „Samuel hat immer gerne alte oder nicht alte Sachen mit aus dem Kindergarten genommen. Wir haben sie nachher natürlich wieder zurückgegeben. Und dann habe ich mir gedacht, es wäre irgendwie cool, wenn ein altes Buch in der Geschichte vorkommen würde. Im Sommer gehen wir gerne wandern. Im Wald liegen die Bäume kreuz und quer und es gibt ganz viele Höhlen und Löcher in Bäumen und Stämmen. Dann sagen wir immer, das seien die Wichtel gewesen. Die waren sicher brutal grantig, weil sie den Wald so umgestolpert haben“, führt die Autorin weiter aus.
SPANNENDE RETTUNGSAKTION. Und so verschlägt es die Kuschelbande, Samuel, Teresa und die Kuscheltiere Sleepy und Agnes, auch im Buch in einen magischen Wichtelwald. Doch dort stimmt etwas nicht. Der Wald ist karg und leer, die Wichtel sind verschwunden und niemand ist fröhlich. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Toni, dem Wichtel aus dem alten Buch, und Ella, der Fee, machen sich die Kinder auf, um den Wald zu retten. „Ich habe das Grundgerüst in zwei bis drei Stunden, in einem Schreibfluss, fertig gehabt“, erklärt die Neuautorin. Einen Verlag zu finden, gestaltete sich schon schwieriger. „Ich habe im Internet recherchiert. Das war ja komplettes Neuland.“ Mit Novum fand sie ihren Verlag. „Da habe ich das Skript dann hingeschickt“, berichtet sie. Mit 74 Seiten ist die Geschichte für Kinder ab sechs Jahren leicht zu lesen oder vorzulesen. In der Grundschule von Samuel, der im nächsten Monat sieben wird, hat sie das Buch den Mitschülern schon vorgestellt, mit positiven Rückmeldungen. „Die Kinder sagen es, wie es ist, und fanden es cool, auch weil sie die Zeckenhöhle kennen, denn dort haben sie sich immer versteckt.“ In der Tyrolia im Inntalcenter liegt das Buch auf, man kann es auch bei Amazon kaufen. Zu leihen ist es in den Bibliotheken in Stams und Telfs. „Irgendwann können es meine Kinder ihren Kindern vorlesen. Ich hätte bereut, wenn ich es nicht geschrieben hätte“, so Bader. Ideen für eine Fortsetzung hat sie mit Samuel im Urlaub in Jesolo auch schon gesammelt. Fische, Muscheln, Meer und die versunkene Stadt Atlantis, mehr wird nicht verraten. Wer das Buch kaufen möchte, kann sich auch an die Autorin selber wenden: badersteffi@hotmail.com
