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Weihnachtsmusical nach Charles Dickens

Premiere des Musicals „Scrooge“ und „Viktorianischer Weihnachtsmarkt“ in der Gemeinde Telfs

Die Marc Hess Produktion „Scrooge“ entführt in die zauberhafte Welt von Charles Dickens klassischer Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“. Das Ensemble mit 14 Darstellern und vierköpfiger Band nimmt die ganze Familie mit auf eine Reise ins London der 1840er Jahre, perfekt eingestimmt durch den Marktbummel über den Eduard Wallnöfer Platz, mit passend kostümierten Standbetreibern, Feuerstellen, kulinarischen Genüssen und handgefertigten Geschenkideen.

10. Dezember 2024
Weihnachtsmusical nach Charles Dickens
„Weihnachten ist Humbug”, erklärt Scrooge seinem Neffen Fred (rechts im Bild), der ihn zum Familienessen einladen möchte. Im Hintergrund der Angestellte Bob Cratchit (Dieter Seelos). Foto: Bundschuh
Am 7.12. war es soweit: Der Telfer Rathaussaal platzt sprichwörtlich „aus allen Nähten“, die Spannung steigt, das Musical beginnt. Wie schon Marc Hess, Initiator und Produktionsleiter, Medien gegenüber zum Ausdruck brachte, ist das Musical keine überladene Broadway-Show, sondern ein Erlebnis mit tollen Kostümen, intimen Momenten und überraschenden Theaterelementen. Die Besucher finden sich im Büro von Ebenezer Scrooge wieder. Es ist Heiligabend, Neffe Fred kommt zu Besuch, um den Onkel zum familiären Weihnachtsessen einzuladen. Scrooge weist ihn äußerst unfreundlich ab, denn Weihnachten ist für ihn Humbug und nur eine laute Zeit, in der alle etwas geschenkt haben wollen. Folgerichtig werden auch die drei Herren, die für wohltätige Zwecke sammeln, und auch eine Bettlerin ohne milde Gaben hinauskomplimentiert. Nach langer Strafpredigt wird dem Angestellten Bob Cratchit schließlich erlaubt, an Weihnachten zuhause zu bleiben, am zweiten Weihnachtsfeiertag jedoch nicht zu spät zur Arbeit zu kommen.

DIE WELT DER GEISTER. So sitzt Ebenezer Scrooge allein in seinem Büro und freut sich an seinem Reichtum. Die Freude ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn es erscheint in Ketten der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley. Dieser prophezeit Scrooge, dass auch er den Rest seines Lebens unglücklich und allein verbringen werde, wenn er sich nicht ändere. Die Wesensänderung könne durch die Beherzigung der Warnungen von drei Geistern, die zu Besuch kommen werden, herbeigeführt werden. Der erste Geist – der Geist der vergangenen Weihnacht – führt Scrooge zunächst zurück in die Kindheit, als er als kleiner Junge allein über Weihnachten im Internat zurückgelassen wurde. Der kleine Scrooge nutzt seine Fantasie, um der Einsamkeit zu entkommen. Im nächsten Moment erscheint Scrooge seine einstige Verlobte Sybill, die sich aufgrund seines intensiven Strebens nach Reichtum, das die Beziehung zerstörte, von ihm trennte.

WAS WEIHNACHTEN BEWIRKEN KANN. Der zweite Geist der gegenwärtigen Weihnacht zeigt Scrooge, was Weihnachten bewirken kann, wenn man sich dem Zauber hingibt. Im ärmlichen Haus des Angestellten Bob Cratchit wird ein glückliches Leben geführt, die Familie ist dankbar für das, was sie aneinander hat, trotz des unzureichenden Lohnes, den Scrooge zahlt. Die Mutter serviert Bob und dem kranken Sohn Tiny Tim die Weihnachtsgans. Der Geist lässt Scrooge wissen, dass Tiny Tim nicht mehr lange leben wird, da sich die Eltern die notwendige Operation nicht leisten können. Der dritte Geist der zukünftigen Weihnacht führt Scrooge wieder zum Haus der Familie Cratchit, wo nur noch Schmerz und Trauer herrschen und Tiny Tims Krücke an einem leeren Stuhl lehnt. Schließlich führt der Weg zum Friedhof. Zwei Totengräber machen sich über einen erst kürzlich verstorbenen Geizhals lustig, am Grabstein steht Ebenezer Scrooge's Name. Erschüttert über sein eigenes armseliges Ableben und in tiefer Trauer über den Tod von Tim versichert Scrooge dem Geist, dass er sich moralisch gewandelt habe. Er sinkt zusammen und findet sich im nächsten Augenblick in seinem Büro wieder. Durchflutet von Dankbarkeit, spendet er den drei Herren und der Bettlerin, erhöht das Gehalt seiner Angestellten und zeigt sich von nun an großzügig. Alle sind über seine veränderte Einstellung zur Weihnacht erstaunt, freuen sich aber sehr, dass Ebenezer Scrooge im Geist der Weihnacht zu ihnen gefunden hat.

EIN SPANNENDER MUSIKTHEATERABEND. Die Darsteller überzeugen und nehmen die Zuschauer mit in ihre Welt des 19. Jahrhunderts: Bernhard J. Lang als Ebenezer Scrooge, Dieter Seelos als Bob Cratchit, Benedikt Crawe als Neffe Fred und Geist der zukünftigen Weihnacht, Thomas Lackner als Marleys Kettengeist, Verena Mumelter-Redolfi als Geist der vergangenen Weihnacht, Helmut Mair als Geist der gegenwärtigen Weihnacht, Linda Bornemissza-Krug oder Valentin Kranebitter als Sohn Tiny Tim, Simon Kräutler als Thomas und 1. distinguierter Herr, Hannes Schmid als Richard und 2. distinguierter Herr, Marc Hess als Harold und 3. distinguierter Herr, Verena Federer als Bettlerin und Mrs. Cratchit, Anton Grawe als Scrooge als Kind, Lilli Breé als Sybill, alternierende Prominente als Totengräber. Sabine Greier, Simone Herz und Sandy Thöni leiten als Carol Singers zu Beginn über ins 19. Jahrhundert und die Band mit Ewald Brandstätter, Frajo Köhle, Jakob Köhle und Joachim Pedarnig sorgt für einfühlsame Momente während der musikalischen Reise durch die Welt von London in den 1840er Jahren mit passendem Bühnenbild von Norbert Mladek. „Ein neuer Fixstern am Tiroler Adventhimmel“, meint Bürgermeister Christian Härting, „unter der musikalischen und künstlerischen Gesamtleitung von Marc Hess samt exzellentem vielköpfigen Team ,im Hintergrund’”. Die Vorstellungen 2024 sind restlos ausverkauft, Termine und Tickets für 2025 siehe www.scrooge-telfs.at.
Weihnachtsmusical nach Charles Dickens
Die Familie des Angestellten Bob Cratchit (Dieter Seelos) führt ein glückliches Leben trotz der armseligen Bezahlung durch Ebenezer Scrooge. Foto: Bundschuh

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