25 Jahre Chronikarbeit in Oberhofen
Im Rahmen der „MuseumsNacht 2025“ wurde feierlich in der Zeit zurückgeblickt
22. Oktober 2025 | von
Christina Hötzel
Bgm. Jürgen Schreier, Hans Daum, Oswald Wörle, Martina Markovits, Alois Ruef, Bernhard Mertelseder und Jörg Eder (v. l.) Foto: Chronisten Oberhofen
Während manche Gemeinden Mühe haben, die Chronistenstelle zu besetzen, ist das Interesse in Oberhofen groß. Den Beginn der Chronikarbeit markierte das Jahr 1999, als Oberhofen seiner ersten urkundlichen Erwähnung als „Oparinhofe“ im Jahr 799 gedachte. Damals rief Altbürgermeister Helmut Kirchmair das Chronistenteam ins Leben. Im Jänner 2000 wurde Martina Markovits zur ersten Ortschronistin bestellt, unterstützt von Hannelore Siegl, Thomas Hillebrand, Helmut Kirchmair und Hans Daum. Kurz darauf traten Alois Ruef und Josef Schatz bei, beide zuvor im Museumsteam aktiv. Martina Markovits etablierte das Chronikwesen im Ort und setzte von Anfang an auf ein breites Spektrum: „Zeitchronik, Zeitzeugenbefragungen, Fotodokumentation und Archivierung – das volle Programm“, heißt es rückblickend. In den folgenden Jahren entstanden sieben umfangreiche Chroniken, die das Dorfleben eindrucksvoll dokumentieren.
PROJEKTE MIT GESCHICHTE. Mit besonderen Aktionen machten die Oberhofer Chronisten immer wieder auf sich aufmerksam. So erinnerte der Kohlenmeiler 2010 an das alte Köhlerhandwerk, und der wiedererrichtete Tiefbrunnen beim Puelacher zeigte, wie wichtig die hofeigene Wasserversorgung einst war – lange vor der Hochdruckwasserleitung von 1905. Ein Höhepunkt des Jubiläumsabends war der Blick in alte Kartenwerke wie den Franziszeischen Kataster von 1856. Familienforscher können daraus heute die Besitzverhältnisse jener Zeit nachvollziehen.
Besonders berührend war ein Video mit Ludwig Oberthanner, der in den 1950er-Jahren nach Kanada auswanderte. Bei einem Begräbnis in Pennsylvania hörte er plötzlich Menschen im Oberhofer Dialekt sprechen – ein Moment, der ihn tief bewegte: „Also de:is isch epas gwe:is’n, fremde Leit, in an fremd’n Land, (…) mir hat’s die Zacher eiatrieb’n.“
NEUE CHRONIK UND EHRUNGEN. Die aktuelle Dorfchronik 2024 wurde von Reinhard Waldhart an Bürgermeister Jürgen Schreier übergeben. Das 290 Seiten starke Werk ist im Museum und Gemeindeamt erhältlich, die digitale Version kostenlos online abrufbar. Teamleiter Jörg Eder bedankte sich bei allen Chronisten der letzten 25 Jahre, besonders bei Altbürgermeister Helmut Kirchmair und Martina Markovits. Vertreter des Tiroler Bildungsforums würdigten das Team als „Hüter authentischer Informationen“ und ehrten Alois Ruef, Hans Daum und Josef Schatz für ihr langjähriges Engagement. Bürgermeister Schreier dankte dem gesamten Team mit Geschenkkörben und einem Blumenstrauß für Martina Markovits.
PROJEKTE MIT GESCHICHTE. Mit besonderen Aktionen machten die Oberhofer Chronisten immer wieder auf sich aufmerksam. So erinnerte der Kohlenmeiler 2010 an das alte Köhlerhandwerk, und der wiedererrichtete Tiefbrunnen beim Puelacher zeigte, wie wichtig die hofeigene Wasserversorgung einst war – lange vor der Hochdruckwasserleitung von 1905. Ein Höhepunkt des Jubiläumsabends war der Blick in alte Kartenwerke wie den Franziszeischen Kataster von 1856. Familienforscher können daraus heute die Besitzverhältnisse jener Zeit nachvollziehen.
Besonders berührend war ein Video mit Ludwig Oberthanner, der in den 1950er-Jahren nach Kanada auswanderte. Bei einem Begräbnis in Pennsylvania hörte er plötzlich Menschen im Oberhofer Dialekt sprechen – ein Moment, der ihn tief bewegte: „Also de:is isch epas gwe:is’n, fremde Leit, in an fremd’n Land, (…) mir hat’s die Zacher eiatrieb’n.“
NEUE CHRONIK UND EHRUNGEN. Die aktuelle Dorfchronik 2024 wurde von Reinhard Waldhart an Bürgermeister Jürgen Schreier übergeben. Das 290 Seiten starke Werk ist im Museum und Gemeindeamt erhältlich, die digitale Version kostenlos online abrufbar. Teamleiter Jörg Eder bedankte sich bei allen Chronisten der letzten 25 Jahre, besonders bei Altbürgermeister Helmut Kirchmair und Martina Markovits. Vertreter des Tiroler Bildungsforums würdigten das Team als „Hüter authentischer Informationen“ und ehrten Alois Ruef, Hans Daum und Josef Schatz für ihr langjähriges Engagement. Bürgermeister Schreier dankte dem gesamten Team mit Geschenkkörben und einem Blumenstrauß für Martina Markovits.

