„Es ist eine Ehre, in Telfs kennt mich jeder“
Walter Stubenböck fungiert heuer zum zweiten Mal als „Pånzenåff“, das Zunge zeigende Mitglied der Wildengruppe
Neben dem Naz ist der Pånzenåff die zweitwichtigste Figur beim traditionellen, alle fünf Jahre stattfindenden Telfer Schleicherlaufen. Für den Telfer Walter Stubenböck ist es in diesem Jahr bereits das zweite Mal als affenartig verkleidetes Mitglied der „Wilden“. Im Gespräch mit der RUNDSCHAU erzählt der Telfer, wie er dazu kam, welche Regeln er dafür befolgen muss und was ihm die Rolle bedeutet.
28. Jänner 2025
Neben dem Naz ist der Pånzenåff eine zweite zentrale Figur beim Telfer Schleicherlaufen. RS-Foto: Zacke
Er streckt seine rot eingefärbte Zunge heraus, schneidet Grimassen und schlägt die Tschinellen. Dabei steht er in einem leeren Holzfass, das auf einem Gefährt von einem Esel gezogen wird und stibitzt dabei dem Einen oder Anderen auch schon einmal die Kopfbedeckung. Der Telfer Pånzenåff ist neben dem Naz, dem Wasser spuckenden und rauchenden Kind der Laninger, wohl die zweitwichtigste Figur beim Telfer Schleicherlaufen.
ZWEITE FASNACHT FÜR WALTER STUBENBÖCK. Für Walter Stubenböck ist es in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass der Telfer in die Rolle des Pånzenåffen schlüpft. „Im Jahr 1995 bin ich zu den Wilden gekommen“, erzählt Stubenböck im Gespräch mit der RUNDSCHAU, „und als Aufnahmeritual musste ich eine ganze Tschinelle voller Baumbart essen, mit saurer Wurst und etwas Brot“. Als sich sein Vorgänger Hugo Sailer entschied, in seine „Pånzenåff-Pension“ zu gehen, wurde Stubenböck gefragt, ob er die Rolle übernehmen möchte. „Natürlich habe ich ja gesagt, da bin ich nicht ausgekommen“, sagt der Telfer. Denn: „Neben dem Naz ist der Pånzenåff eine zentrale Figur, in Telfs kennt mich jeder. Es ist eine Ehre, auf jeden Fall. Es kommt nicht jeder dazu“, erklärt der Fasnachtler.
ZÄHNE UND URLAUBSTAGE OPFERN. Der Brauch sieht es vor, dass dafür allerdings im Unterkiefer Zähne geopfert werden, um beim Umzug die rote Affenzunge möglichst weit herausstrecken zu können. Die gezogenen Zähne zieren eine Kette, die sich im Besitz des Obmanns befindet. Für seinen Auftritt beim Telfer Schleicherlaufen gibt es im „Großen und Ganzen keine Regeln“, so Stubenböck. „Ich soll Grimassen schneiden und Schabernak treiben, etwa Kappen stehlen oder mich auf den Schoss von Zuschauern hocken“. Die Vorbereitung auf die Veranstaltung Anfang Februar sei sehr zeitintensiv, sagt Stubenböck. Im Jahr 2020 ging er für seine Rolle sogar regelmäßig ins Fitnessstudio, um perfekt vorbereitet zu sein. Dafür hatte er in diesem Jahr keine Zeit. Die Monate vor dem Telfer Schleicherlaufen sind ausgefüllt mit Terminen, gerade der Jänner. Das heißt für Stubenböck, auch von seinem Job Zeitausgleich und Urlaub zu nehmen, um in die Rolle des Pånzenåffen schlüpfen zu können. Aber die Fasnacht bedeute ihm sehr viel, weswegen er es in Kauf nehme, sagt er: „Ich bin stolz, ein Teil der Telfer Fasnacht sein und einen Beitrag leisten zu können.“ Es sei für ihn einfach eine Gaudi, das Publikum vom Alltag abzulenken und zum Lachen zu bringen. Vor allem die lachenden und strahlenden Kinder geben ihm dabei viel. Das sei dann wie ein Spiegel, weil ich diese Freude sofort wieder zurückgeben kann, sagt Stubenböck. Und was passiert nach den letzten Veranstaltungen? „Danach ist wieder mal für eine Weile Feierabend“, meint Stubenböck schmunzelnd.
ZWEITE FASNACHT FÜR WALTER STUBENBÖCK. Für Walter Stubenböck ist es in diesem Jahr bereits das zweite Mal, dass der Telfer in die Rolle des Pånzenåffen schlüpft. „Im Jahr 1995 bin ich zu den Wilden gekommen“, erzählt Stubenböck im Gespräch mit der RUNDSCHAU, „und als Aufnahmeritual musste ich eine ganze Tschinelle voller Baumbart essen, mit saurer Wurst und etwas Brot“. Als sich sein Vorgänger Hugo Sailer entschied, in seine „Pånzenåff-Pension“ zu gehen, wurde Stubenböck gefragt, ob er die Rolle übernehmen möchte. „Natürlich habe ich ja gesagt, da bin ich nicht ausgekommen“, sagt der Telfer. Denn: „Neben dem Naz ist der Pånzenåff eine zentrale Figur, in Telfs kennt mich jeder. Es ist eine Ehre, auf jeden Fall. Es kommt nicht jeder dazu“, erklärt der Fasnachtler.
ZÄHNE UND URLAUBSTAGE OPFERN. Der Brauch sieht es vor, dass dafür allerdings im Unterkiefer Zähne geopfert werden, um beim Umzug die rote Affenzunge möglichst weit herausstrecken zu können. Die gezogenen Zähne zieren eine Kette, die sich im Besitz des Obmanns befindet. Für seinen Auftritt beim Telfer Schleicherlaufen gibt es im „Großen und Ganzen keine Regeln“, so Stubenböck. „Ich soll Grimassen schneiden und Schabernak treiben, etwa Kappen stehlen oder mich auf den Schoss von Zuschauern hocken“. Die Vorbereitung auf die Veranstaltung Anfang Februar sei sehr zeitintensiv, sagt Stubenböck. Im Jahr 2020 ging er für seine Rolle sogar regelmäßig ins Fitnessstudio, um perfekt vorbereitet zu sein. Dafür hatte er in diesem Jahr keine Zeit. Die Monate vor dem Telfer Schleicherlaufen sind ausgefüllt mit Terminen, gerade der Jänner. Das heißt für Stubenböck, auch von seinem Job Zeitausgleich und Urlaub zu nehmen, um in die Rolle des Pånzenåffen schlüpfen zu können. Aber die Fasnacht bedeute ihm sehr viel, weswegen er es in Kauf nehme, sagt er: „Ich bin stolz, ein Teil der Telfer Fasnacht sein und einen Beitrag leisten zu können.“ Es sei für ihn einfach eine Gaudi, das Publikum vom Alltag abzulenken und zum Lachen zu bringen. Vor allem die lachenden und strahlenden Kinder geben ihm dabei viel. Das sei dann wie ein Spiegel, weil ich diese Freude sofort wieder zurückgeben kann, sagt Stubenböck. Und was passiert nach den letzten Veranstaltungen? „Danach ist wieder mal für eine Weile Feierabend“, meint Stubenböck schmunzelnd.





