„Es ist wieder Ruhe in Seefeld eingekehrt“
Seit Februar 2024 ist die Seefelderin Andrea Neuner im Amt als Bürgermeisterin am Plateau verantwortlich
Andrea Neuner ist seit einem dreiviertel Jahr in der Funktion als Seefelder Bürgermeisterin. Die RUNDSCHAU traf sich mit ihr und sprach über finanzielle Einbußen und die Übernahme eines anspruchsvollen Amtes für sie, aber auch über die Wiederbelebung des Sport- und Kongresszentrums ab Mitte November und Blumen im Dorf.
12. November 2024
Seit gut einem dreiviertel Jahr ist Andrea Neuner im Amt als Seefelder Bürgermeisterin und blickte im Zuge des Gesprächs mit der RUNDSCHAU positiv in die Zukunft. Foto: Tanja Cammerlander
RUNDSCHAU: Seit gut einem dreiviertel Jahr sind Sie nun als Bürgermeisterin der Gemeinde Seefeld im Amt. Was ist Ihr persönliches und bisheriges Resümee?
Andrea Neuner: Die Aufgabe als Seefelder Bügermeisterin ist eine sehr spannende Herausforderung, die jedoch anspruchsvoller ist, als ich es mir vorgestellt habe, weil sich auch immer wieder neue Dinge zum Thema Vergangenheitsbewältigung auftun. Ich blicke aber sehr positiv auf die letzten Monate zurück, unter anderem deshalb, weil ich merke, dass ich viel bewegen kann und in der Gemeinde wieder Ruhe eingekehrt ist.
RS: Inwiefern?
Neuner: Man spürt, dass die Menschen zufrieden sind, wenn man durch’s Dorf geht und nur positive Rückmeldungen kommen. Und das hat Seefeld meiner Meinung nach jetzt einfach gebraucht, dass wieder Frieden herrscht.
RS: Bei Ihrem Amtsantritt sagten sie, dass Sie die Gemeinde wieder in ruhige Gewässer führen wollen und die nächsten Jahre aus finanzieller Sicht leiser treten werden. Was heißt das für Seefeld konkret?
Neuner: Es werden derzeit nur die notwendigsten Investitionen getätigt. Wenn Dinge kaputt werden, die ein größeres Ausmaß an Reparaturen erfordern, muss natürlich reagiert werden. Aber es sind aktuell keine Projekte oder großen Anschaffungen geplant. Unser Ansatz ist der, nur das, was dringend notwendig ist, wird umgesetzt.
RS: Das bedeutet auch Einbußen?
Neuner: Einbußen natürlich auch, aber ich sage, wir leben in einer tollen Gemeinde, wo alles vorhanden ist, und ich bin der Ansicht, dass es nichts ausmacht, zwei, drei Jahre zurückzustecken. Auf Kleinigkeiten wollen wir aber dennoch nicht verzichten: So wird es auch wieder einen Weihnachtsbaum, der aktuell aufgestellt wird, oder Blumen im Dorf geben, auf die ein paar hundert Euro auf oder ab kommt es nicht an.
RS: Die finanzielle Situation ist derzeit sicher die größte Herausforderung. Wie planen Sie, diese anzugehen?
Neuner: Es ist so, dass wir derzeit alles tun, die Kreditschulden zu minimieren und so frühzeitig wie möglich zu tilgen. Und dass wir den Abgang in den Betrieben, wie dem Sport- und Kongresszentrum oder Sportanlagen, so gering wie möglich halten, das heißt, wir werden Einsparungen machen, aber auch Einnahmen lukrieren. Da sind wir auf einem guten Weg und sind gerade dabei, alle Verträge zu überarbeiten und zu schauen, ob alles korrekt ist. Da sind wir aktuell beim Nachbessern. Gemeinsam mit dem Tourismusverband planen wir derzeit viele Sachen, sei es, dass wir ab Mitte November das Schwimmbad mit dem Eislaufplatz und dem Eisstockschießen beleben wollen. Dort ist ein neues System, eine 3-Zonen-Kühlung, eingebaut worden, um das gesamte Sport- und Kongresszentrum wiederzubeleben und wo uns der TVB finanziell wirklich unter die Arme gegriffen hat.
RS: Welche Themen liegen Ihnen für Ihre Heimatgemeinde besonders am Herzen?
Neuner: Mir sind alle Themen wichtig, egal ob Kinder, Senioren oder das Vereinswesen, mein Interesse ist kunterbunt gestreut. Wichtig ist mir, dass keiner auf der Strecke bleiben darf. Es müssen alle in der Gemeinde profitieren, es darf keiner das Gefühl haben, dass er vernachlässigt wird.
RS: Wo sehen Sie Seefeld in fünf Jahren?
Neuner: Im Idealfall ist Seefeld dort, wo nicht jeder Cent umgedreht werden muss und zum Beispiel eine von der Gemeinde organisierte und bezahlte Veranstaltung stattfinden kann. Das sind Dinge, die momentan aus finanzieller Sicht einfach nicht umsetzbar sind. Mein Ziel ist es, dass der nächste Bürgermeister in dreieinhalb Jahren sagen kann, wir sehen uns darüber hinaus, ein Projekt, wie beispielsweise die Erweiterung vom Vereinshaus, in Angriff zu nehmen.
RS: Wo holt sich eine Bürgermeisterin ihren Ausgleich?
Neuner: Wenn etwas Freizeit übrig bleibt, bin ich am liebsten daheim, ein Tag mit meinen Freundinnen bringt mir am meisten Energie.
RS: Frau Bürgermeister, vielen Dank für das Gespräch!
Andrea Neuner: Die Aufgabe als Seefelder Bügermeisterin ist eine sehr spannende Herausforderung, die jedoch anspruchsvoller ist, als ich es mir vorgestellt habe, weil sich auch immer wieder neue Dinge zum Thema Vergangenheitsbewältigung auftun. Ich blicke aber sehr positiv auf die letzten Monate zurück, unter anderem deshalb, weil ich merke, dass ich viel bewegen kann und in der Gemeinde wieder Ruhe eingekehrt ist.
RS: Inwiefern?
Neuner: Man spürt, dass die Menschen zufrieden sind, wenn man durch’s Dorf geht und nur positive Rückmeldungen kommen. Und das hat Seefeld meiner Meinung nach jetzt einfach gebraucht, dass wieder Frieden herrscht.
RS: Bei Ihrem Amtsantritt sagten sie, dass Sie die Gemeinde wieder in ruhige Gewässer führen wollen und die nächsten Jahre aus finanzieller Sicht leiser treten werden. Was heißt das für Seefeld konkret?
Neuner: Es werden derzeit nur die notwendigsten Investitionen getätigt. Wenn Dinge kaputt werden, die ein größeres Ausmaß an Reparaturen erfordern, muss natürlich reagiert werden. Aber es sind aktuell keine Projekte oder großen Anschaffungen geplant. Unser Ansatz ist der, nur das, was dringend notwendig ist, wird umgesetzt.
RS: Das bedeutet auch Einbußen?
Neuner: Einbußen natürlich auch, aber ich sage, wir leben in einer tollen Gemeinde, wo alles vorhanden ist, und ich bin der Ansicht, dass es nichts ausmacht, zwei, drei Jahre zurückzustecken. Auf Kleinigkeiten wollen wir aber dennoch nicht verzichten: So wird es auch wieder einen Weihnachtsbaum, der aktuell aufgestellt wird, oder Blumen im Dorf geben, auf die ein paar hundert Euro auf oder ab kommt es nicht an.
RS: Die finanzielle Situation ist derzeit sicher die größte Herausforderung. Wie planen Sie, diese anzugehen?
Neuner: Es ist so, dass wir derzeit alles tun, die Kreditschulden zu minimieren und so frühzeitig wie möglich zu tilgen. Und dass wir den Abgang in den Betrieben, wie dem Sport- und Kongresszentrum oder Sportanlagen, so gering wie möglich halten, das heißt, wir werden Einsparungen machen, aber auch Einnahmen lukrieren. Da sind wir auf einem guten Weg und sind gerade dabei, alle Verträge zu überarbeiten und zu schauen, ob alles korrekt ist. Da sind wir aktuell beim Nachbessern. Gemeinsam mit dem Tourismusverband planen wir derzeit viele Sachen, sei es, dass wir ab Mitte November das Schwimmbad mit dem Eislaufplatz und dem Eisstockschießen beleben wollen. Dort ist ein neues System, eine 3-Zonen-Kühlung, eingebaut worden, um das gesamte Sport- und Kongresszentrum wiederzubeleben und wo uns der TVB finanziell wirklich unter die Arme gegriffen hat.
RS: Welche Themen liegen Ihnen für Ihre Heimatgemeinde besonders am Herzen?
Neuner: Mir sind alle Themen wichtig, egal ob Kinder, Senioren oder das Vereinswesen, mein Interesse ist kunterbunt gestreut. Wichtig ist mir, dass keiner auf der Strecke bleiben darf. Es müssen alle in der Gemeinde profitieren, es darf keiner das Gefühl haben, dass er vernachlässigt wird.
RS: Wo sehen Sie Seefeld in fünf Jahren?
Neuner: Im Idealfall ist Seefeld dort, wo nicht jeder Cent umgedreht werden muss und zum Beispiel eine von der Gemeinde organisierte und bezahlte Veranstaltung stattfinden kann. Das sind Dinge, die momentan aus finanzieller Sicht einfach nicht umsetzbar sind. Mein Ziel ist es, dass der nächste Bürgermeister in dreieinhalb Jahren sagen kann, wir sehen uns darüber hinaus, ein Projekt, wie beispielsweise die Erweiterung vom Vereinshaus, in Angriff zu nehmen.
RS: Wo holt sich eine Bürgermeisterin ihren Ausgleich?
Neuner: Wenn etwas Freizeit übrig bleibt, bin ich am liebsten daheim, ein Tag mit meinen Freundinnen bringt mir am meisten Energie.
RS: Frau Bürgermeister, vielen Dank für das Gespräch!





