Gemeinde fordert Klarheit
Nicht nur die Wettersteinhütte hält die Gemeinde Leutasch momentan ordentlich auf Trab
Stillstand bei der Wettersteinhütte, Diskussionen um Jagddurchfahrten und Zukunftspläne für das Aparthotel Xander: Leutaschs Bürgermeister Georgios Chrysochoidis drängt in mehreren wichtigen Gemeindeangelegenheiten auf Lösungen und mehr Transparenz. In der Gemeinde geht es um Eigentumsfragen, Verkehrsprojekte und neue Wohnbauvorhaben.
9. Juni 2026
Bürgermeister Georgios Chrysochoidis fordert Klarheit in Bezug auf die Wettersteinhütte. Foto: Gemeinde Leutasch
Das Pachtverhältnis der Wettersteinhütte wurde bereits im vergangenen Jahr beendet, denn die Bergwacht Leutasch, als Eigentümer, ließ dieses auslaufen. Seitdem fragt sich nicht nur Bürgermeister Georgios Chrysochoidis, wie es mit dem beliebten Ausflugsziel weitergeht. „Die Gemeinde ist Eigentümerin des Grundstücks, auf dem die Hütte errichtet worden ist. Wir werden prüfen, wie sich die Sachlage aus rechtlicher Sicht darstellt. Schließlich muss die Gemeinde wissen, was auf ihrem Grund und Boden passiert, und dort war seit jeher ein Gastronomiebetrieb“, erklärt Bürgermeister Chrysochoidis. Er habe schon vor dem Auslaufen des Pachtverhältnisses den Dialog gesucht und die Bergwacht Leutasch zu einer Besprechung eingeladen. Die Verantwortlichen vor Ort hätten aber sofort eine Verschwiegenheitserklärung von ihm gefordert. „Da hat sich das Gespräch ziemlich schnell erledigt.“ Er habe sich auch an die Landesorganisation gewandt, aber von dieser seit August 2025 keine Rückmeldung erhalten. Bauliche Mängel seien der Grund für das Auslaufen des Pachtvertrages gewesen, hieße es. „Aber auch die konnte mir keiner bestätigen“, so der Bürgermeister. Zweifel seien der Gemeinde auch gekommen, ob die Bergwacht überhaupt der rechtmäßige Eigentümer der Wettersteinhütte sei. Die Gemeinde hat vier Privatpersonen in den 1960er-Jahren die Erlaubnis erteilt, die Hütte zu bauen. Die Bergwacht als Körperschaft öffentlichen Rechts existiere aber erst seit 1978, erklärt Chrysochoidis. „Ich möchte niemandem etwas streitig machen, aber jetzt ist der Zeitpunkt, die Situation zu klären. Seit einem Dreivierteljahr möchte mir niemand Fragen beantworten und so stelle ich mir nicht den Umgang zwischen einer Körperschaft öffentlichen Rechts und einer Gemeinde vor.“
WANGALMZUFAHRT UND JAGDDURCHFAHRT. Im Wettersteingebirge kam es jedoch auch zu Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinde Leutasch und der Agrargemeinschaft Puitwangalpe über die Zufahrt zur Wangalm und die Durchfahrt der Jagdpächter der Puitwangalpe über das Leutascher Jagdgebiet der Eigenjagd Gehrn. Diese ist zwischen den beiden Parteien mit einer jahrzehntealten Vereinbarung geregelt. Weil in den letzten Jahren der Jagdpächter für die Leutascher und Telfer Jagd der gleiche gewesen sei, habe sich nie die Frage gestellt, wer durchfahren darf. Nun gibt es auf Leutascher Seite jedoch einen neuen Pächter. Mit dem alten Pächter konnte die Gemeinde nach Ende des Pachtvertrages keine gütliche Einigung über die ordnungsgemäße Rückgabe der Reviereinrichtungen finden. Entstandene Kosten für die Reparatur der Reviereinrichtungen in der Eigenjagd sollen nun gerichtlich eingefordert werden. Davon unabhängig habe ich das Durchfahrtsrecht zu Diskussionen mit Substanzverwalter Norbert Tanzer geführt. Man habe der Agrargemeinschaft mitgeteilt, dass die Jagdaufsicht den Weg trotzdem nutzen dürfe. „Wir wollen nur vermeiden, dass Hinz und Kunz dort auf- und abfahren“, meint Chrysochoidis.
APARTHOTEL XANDER UND SIEDLUNGSGEBIET OSTBACH. Die Gemeinde hat zum Jahreswechsel ein Angebot zum Kauf des Hotels Xander aus der Konkursmasse abgegeben. Über das Aparthotel am Kirchplatzl wurde 2024 das Konkursverfahren eröffnet. „Dieser ist ein sehr wichtiger Standort für die Gemeinde, an dem etwas Nachhaltiges entstehen sollte. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht“, so der Bürgermeister. Im Siedlungsgebiet Ostbach soll im Spätsommer/Herbst 2027 die Übergabe der zwölf Wohnungen und acht Reihenhäuser stattfinden. Alle zwölf Wohnungen sind vergeben, von den Reihenhäusern sind noch zwei frei. Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Tausch der Trinkwasserleitung im Ortsteil Weidach vom Leutascher Hof bis zur L 14 Leutascher Straße. Dort wird der gesamte Straßenzug asphaltiert, der Grünraum gestaltet und in dem Zug soll auch die Geschwindigkeit eingeschränkt werden. Bei den zwei neuen Haltestellen am Kirchplatzl soll durch eine Verkehrsinsel in der Mitte ebenfalls die Strecke entschärft werden. Diese sollen in den nächsten 14 Tagen fertiggestellt werden.
WANGALMZUFAHRT UND JAGDDURCHFAHRT. Im Wettersteingebirge kam es jedoch auch zu Unstimmigkeiten zwischen der Gemeinde Leutasch und der Agrargemeinschaft Puitwangalpe über die Zufahrt zur Wangalm und die Durchfahrt der Jagdpächter der Puitwangalpe über das Leutascher Jagdgebiet der Eigenjagd Gehrn. Diese ist zwischen den beiden Parteien mit einer jahrzehntealten Vereinbarung geregelt. Weil in den letzten Jahren der Jagdpächter für die Leutascher und Telfer Jagd der gleiche gewesen sei, habe sich nie die Frage gestellt, wer durchfahren darf. Nun gibt es auf Leutascher Seite jedoch einen neuen Pächter. Mit dem alten Pächter konnte die Gemeinde nach Ende des Pachtvertrages keine gütliche Einigung über die ordnungsgemäße Rückgabe der Reviereinrichtungen finden. Entstandene Kosten für die Reparatur der Reviereinrichtungen in der Eigenjagd sollen nun gerichtlich eingefordert werden. Davon unabhängig habe ich das Durchfahrtsrecht zu Diskussionen mit Substanzverwalter Norbert Tanzer geführt. Man habe der Agrargemeinschaft mitgeteilt, dass die Jagdaufsicht den Weg trotzdem nutzen dürfe. „Wir wollen nur vermeiden, dass Hinz und Kunz dort auf- und abfahren“, meint Chrysochoidis.
APARTHOTEL XANDER UND SIEDLUNGSGEBIET OSTBACH. Die Gemeinde hat zum Jahreswechsel ein Angebot zum Kauf des Hotels Xander aus der Konkursmasse abgegeben. Über das Aparthotel am Kirchplatzl wurde 2024 das Konkursverfahren eröffnet. „Dieser ist ein sehr wichtiger Standort für die Gemeinde, an dem etwas Nachhaltiges entstehen sollte. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht“, so der Bürgermeister. Im Siedlungsgebiet Ostbach soll im Spätsommer/Herbst 2027 die Übergabe der zwölf Wohnungen und acht Reihenhäuser stattfinden. Alle zwölf Wohnungen sind vergeben, von den Reihenhäusern sind noch zwei frei. Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Tausch der Trinkwasserleitung im Ortsteil Weidach vom Leutascher Hof bis zur L 14 Leutascher Straße. Dort wird der gesamte Straßenzug asphaltiert, der Grünraum gestaltet und in dem Zug soll auch die Geschwindigkeit eingeschränkt werden. Bei den zwei neuen Haltestellen am Kirchplatzl soll durch eine Verkehrsinsel in der Mitte ebenfalls die Strecke entschärft werden. Diese sollen in den nächsten 14 Tagen fertiggestellt werden.
Christina Hötzel 




