Höchste Landesauszeichnung für Platter
Ehemaliger Landeshauptmann wurde für seine Verdienste mit dem „Ring des Landes Tirol“ ausgezeichnet
11. November 2025 | von
Gebi G. Schnöll
Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und LH Anton Mattle (l.) mit dem neuen Ringträger LH a. D. Günther Platter. Foto: Tiroler Landtag/Christanell
„Günther Platter stellte sein Leben viele Jahre in den Dienst der Politik – und damit in den Dienst der Tiroler. Seine Amtszeit als Landeshauptmann war geprägt von großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen: von der Finanzkrise über die Flüchtlingsbewegung 2015 bis hin zur Corona-Pandemie. Unter seiner Führung blieb Tirol politisch stabil und setzte auf europäische Zusammenarbeit, Klimaschutz und die Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts“, betonte Landtagspräsidentin Ledl-Rossmann. Die Laudatio auf den neuen Ringträger hielt LH Anton Mattle: „Günther Platter hat Tirol geprägt wie kaum ein anderer. Es gibt nur wenige, die von der Gemeinde über den Bund bis zum Land alle bedeutenden politischen Stationen absolviert haben. Günther Platter ist aber immer er selbst geblieben und war am liebsten in Tirol unterwegs. Die vielen Auszeichnungen in den anderen Bundesländern zeigen, dass seine politische Arbeit aber auch über die Landesgrenzen hinaus geschätzt wird. Der Tiroler Landtag hat Günther Platter nun den ‚Ring des Landes Tirol‘ verliehen. Ich sehe darin ein starkes Zeichen der Wertschätzung gegenüber einem Menschen, der sich über 40 Jahre in den Dienst der Sache gestellt hat. Günther Platter zeigt, dass man sich als Politiker aus der Öffentlichkeit zurückziehen, aber sich immer noch ehrenamtlich für die Allgemeinheit einbringen kann“, verwies LH Mattle auf Projekte, für die sich Platter noch immer engagiert.
PLATTER ENTSCHULDIGT SICH. Platter nahm den „Ring des Landes Tirol“ sichtlich gerührt entgegen. In seiner Dankesrede erinnerte er sich an seine wohl schwersten Monate während seiner 14-jährigen Amtszeit zurück, als Corona plötzlich das Weltbild veränderte. „Die Monate nach dem Februar 2022 werde ich nie vergessen. Ich gebe zu, dass ich manchmal an der Belastungsgrenze angekommen war. Weil wir international massiv angefeindet wurden, als wäre das Virus in Ischgl ausgebrochen. Es mussten damals harte Entscheidungen getroffen werden und es gab österreichweite Entscheidungen, mit denen ich nicht glücklich war, sie aber aus Verantwortung mitgetragen habe“, richtete Platter seine Worte an jene, die er damals verletzt habe und die sich heute noch verletzt fühlen: „Es tut mir leid. Ich möchte mich in aller Form entschuldigen!“
PLATTER ENTSCHULDIGT SICH. Platter nahm den „Ring des Landes Tirol“ sichtlich gerührt entgegen. In seiner Dankesrede erinnerte er sich an seine wohl schwersten Monate während seiner 14-jährigen Amtszeit zurück, als Corona plötzlich das Weltbild veränderte. „Die Monate nach dem Februar 2022 werde ich nie vergessen. Ich gebe zu, dass ich manchmal an der Belastungsgrenze angekommen war. Weil wir international massiv angefeindet wurden, als wäre das Virus in Ischgl ausgebrochen. Es mussten damals harte Entscheidungen getroffen werden und es gab österreichweite Entscheidungen, mit denen ich nicht glücklich war, sie aber aus Verantwortung mitgetragen habe“, richtete Platter seine Worte an jene, die er damals verletzt habe und die sich heute noch verletzt fühlen: „Es tut mir leid. Ich möchte mich in aller Form entschuldigen!“

