„In zwei Jahren entspannt sich Finanzlage!“
Oberperfer Bürgermeisterin Obojes-Rubatscher regiert mit dem Sparstift – 2028 soll sich die Situation entspannen
In Oberperfuss regiert noch der Sparstift. „Wir haben kein Geld, wir erhielten heuer fast keine Bedarfszuweisungen, wir können keinen Kredit aufnehmen, die finanzielle Lage ist einfach schwierig. Aber irgendwie schaffen wir es doch, in unserer Gemeinde die Infrastruktur in Schuss zu halten. Große Sprünge sind derzeit nicht erlaubt, in zwei, drei Jahren sollte sich die Situation aber wieder entspannen“, hofft die Oberperfer Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher.
23. Juni 2026
Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher regiert Oberperfuss derzeit mit dem Sparstift. Foto: Schnöll
Das finanzielle Dilemma rührt zum Teil von den „Oberperfer Bergbahnen“ her, die zu 100 Prozent der Gemeinde Oberperfuss gehören. Eine millionenschwere Modernisierungslast muss abbezahlt werden. 2028 ist laut Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher die letzte Kreditrate fällig. Ab dann sollen wieder Darlehen für wichtige Projekte aufgenommen werden können. „Noch sind wir hoch verschuldet, aber ich bin mir sicher, dass sich die finanzielle Lage wieder entspannen wird“, sagt die Dorfchefin. Trotz des Sparstiftes seien in den vergangenen Jahren die wichtigsten Hausaufgaben erledigt worden. „Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um wichtige infrastrukturelle Projekte anzugehen“, erklärt Obojes-Rubatscher. „Quer durchs Dorf haben wir in den vergangenen Jahren für Haushalte und Betriebe LWL-Anschlüsse hergestellt, einige Weiler wie die Stiglreith werden derzeit erschlossen, einige abgelegene Gehöfte müssen sich noch ein wenig gedulden“, so die Bürgermeisterin. Insgesamt werden in das LWL-Projekt 2,8 Millionen Euro investiert. Geplant sind auch Kanalisierungsarbeiten in den Ortsteilen „Tiefental“ und „Hinterberg“. Laut der Bürgermeisterin ist heuer für die Planung Geld vorhanden, wann gebaut wird, könne man aber noch nicht konkret sagen. Derzeit laufen im Dorf auch Maßnahmen zur Digitalisierung des Leitungssystems. Schächte, Leitungen und Anschlüsse werden digitalisiert, die eingegebenen Vermessungsdaten sind im Ernstfall, etwa bei einem Leitungsbruch, rund um die Uhr abrufbar.
Sanierung der Totenkapelle. Ein weiteres Projekt ist heuer die Sanierung bzw. der Umbau der Totenkapelle. Das Dach und der Boden werden erneuert und es wird ein neuer Eingang angelegt. „Während der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden die Verstorbenen in der Kirche aufgebahrt“, erklärt Dorfchefin Johanne Obojes-Rubatscher.
Krippendorf ohne Krippenverein. Oberperfuss ist als Krippendorf bekannt. Der „Krippenverein“ hat sich jedoch aufgelöst, weil für den ausgeschiedenen Vereinsvorstand keine Nachfolger gefunden werden konnten. Bürgermeisterin Obojes-Rubatscher bedauert die Vereinsauflösung: „Es ist traurig, dass es in unserem Krippendorf keinen Krippenverein mehr gibt. Das Vereinsvermögen wurde den Vereinsstatuten entsprechend einem sozialen Zweck zugeführt. Die vorhandenen Krippen werden wir zur Krippenzeit in der Schule und im Museum ausstellen. Um das Aufstellen der Dorfkrippe wird sich die Gemeinde kümmern“, schildert die Bürgermeisterin. Durch die Vereinsauflösung sind Räume frei geworden, die künftig von der Musikkapelle für Teilproben und auch vom Kinderhort für Bastelzwecke genutzt werden können. Laut der Dorfchefin sind aus den Beständen des Krippenvereins verschiedene Werkzeuge und Hobelbänke übrig, die kostengünstig abgegeben werden. Interessierte sollten sich im Gemeindeamt melden. Der Erlös wird für einen sozialen Zweck verwendet.
Sanierung der Totenkapelle. Ein weiteres Projekt ist heuer die Sanierung bzw. der Umbau der Totenkapelle. Das Dach und der Boden werden erneuert und es wird ein neuer Eingang angelegt. „Während der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden die Verstorbenen in der Kirche aufgebahrt“, erklärt Dorfchefin Johanne Obojes-Rubatscher.
Krippendorf ohne Krippenverein. Oberperfuss ist als Krippendorf bekannt. Der „Krippenverein“ hat sich jedoch aufgelöst, weil für den ausgeschiedenen Vereinsvorstand keine Nachfolger gefunden werden konnten. Bürgermeisterin Obojes-Rubatscher bedauert die Vereinsauflösung: „Es ist traurig, dass es in unserem Krippendorf keinen Krippenverein mehr gibt. Das Vereinsvermögen wurde den Vereinsstatuten entsprechend einem sozialen Zweck zugeführt. Die vorhandenen Krippen werden wir zur Krippenzeit in der Schule und im Museum ausstellen. Um das Aufstellen der Dorfkrippe wird sich die Gemeinde kümmern“, schildert die Bürgermeisterin. Durch die Vereinsauflösung sind Räume frei geworden, die künftig von der Musikkapelle für Teilproben und auch vom Kinderhort für Bastelzwecke genutzt werden können. Laut der Dorfchefin sind aus den Beständen des Krippenvereins verschiedene Werkzeuge und Hobelbänke übrig, die kostengünstig abgegeben werden. Interessierte sollten sich im Gemeindeamt melden. Der Erlös wird für einen sozialen Zweck verwendet.
Gebi G. Schnöll 




