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Kinderbetreuung in der Südtiroler Siedlung

Baustart 2026 – Einzug der Kinder kann voraussichtlich 2028 erfolgen

In der Telfer Südtiroler Siedlung entsteht eine neue Kinderbetreuungseinrichtung mit vier Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben in seiner aktuellen Sitzung fast einstimmig zugestimmt. Es gab nur eine Enthaltung.
11. November 2025 | von Christina Hötzel
Kinderbetreuung in der Südtiroler Siedlung
Diese Visualisierung zeigt, wie die Kinderbetreuungseinrichtung in der Südtiroler Siedlung aussehen wird. Visualisierung: Architekturhalle
Seit 2012 wird die Südtiroler Siedlung Schritt für Schritt erneuert: Alte Gebäude weichen neuen Wohnungen, die von der Neuen Heimat Tirol errichtet werden. Sechs Baustufen sind geplant, derzeit befindet man sich in Stufe fünf. Wenn der letzte Bauabschnitt abgeschlossen ist, werden rund 1.000 Menschen in diesem Ortsteil leben. Mit dem wachsenden Wohngebiet steigt auch der Bedarf an Betreuungsplätzen. Die notwendige Kinderbetreuungseinrichtung wird im Zuge des sechsten und letzten Bauabschnittes (2026–2028) realisiert. Sie bietet künftig Platz für vier Kinderkrippengruppen und zwei Kindergartengruppen beziehungsweise 90 Kinder und umfasst eine Nutzfläche von 1.112 Quadratmetern. Das entspricht etwa derselben Größe wie das KIKO in der Olympstraße.

FERTIGSTELLUNG FÜR SOMMER 2028 VORGESEHEN. Der Startschuss für den gesamten Bauabschnitt fällt im Herbst 2026 und die Fertigstellung ist für Sommer 2028 vorgesehen. Somit kann die neue Kinderbildungseinrichtung ab Herbst 2028 genutzt werden. Errichtet wird das Gebäude im nordwestlichen Teil der Siedlung, im Bereich des Kreisverkehrs. In der gemeinsamen Tiefgarage stehen fünf Garagenabstellplätze sowie neun oberirdische Kiss-and-Ride-Parkplätze für die Betreuungseinrichtung zur Verfügung. Errichtet wird das Projekt von der Neuen Heimat Tirol um 4.662.000 Millionen Euro. „Es handelt sich um ein Mietkaufprojekt. Die Gemeinde kann die Einrichtung nach fünf Jahren erwerben, ist dazu aber nicht verpflichtet. Falls ein Kauf erfolgt, wird dieser im Jahr 2033 fällig. Die Förderung des Landes Tirol in Höhe von 1,7 Millionen Euro wird als Eigenmitteleinbringung und für die Einrichtung verwendet. Damit wird die Miete reduziert und der Kaufpreis im Jahr 2033 wird rund 3 Millionen Euro betragen.

KINDER AUF DER WARTELISTE. „Durch die neuen gesetzlichen Vorgaben des Landes zum Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und -betreuungsplatzes ist es insbesondere im Krippenbereich notwendig, mehr Plätze zu schaffen“, erklärte Bürgermeister Christian Härting. Er gab zu bedenken, dass es gegenwärtig 150 Zweijährige in Telfs gibt. Nur 50 davon befinden sich derzeit in Betreuung, 20 stehen auf einer Warteliste und 10 Kinder besuchen aufgrund mangelnder Plätze aktuell Krippen in den Umlandgemeinden. Außerdem dürfe man zudem nicht außer Acht lassen, dass der Kindergarten Egart und das „Haus der Telfer Kinder“ nicht mehr ganz dem Stand der Technik entsprechen. Es gibt auch eine gute Busverbindung für Kinder, die aus anderen Ortsteilen zugeordnet werden, so Härting.

RESONANZ IM GEMEINDERAT. Vizebürgermeister Johannes Augustin (NEOS) bezeichnete die Kinderbetreuungseinrichtung als gesellschaftlich wichtig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Gemeinderat Michael Ebenbichler (FPÖ) sprach sich zwar für das Vorhaben aus, kritisierte jedoch, dass Gemeinden vom Land zunehmend stärker belastet würden. Bei der Kinderbetreuung gehe es nicht nur allein um die Errichtung der Gebäude, sondern auch um die Erhaltung und vor allem um die Personalkosten.

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