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Klage wegen Verzögerung am Rangger Köpfl?

Der Gemeinderat Oberperfuss entschied kürzlich über eine erneute Schadenersatzklage gegen Agrargemeinschaft

Der Bau der „Peter-Anich-III“-Bahn läuft aktuell zwar nach Plan, die Projektverzögerungen könnten aber eine Schadenersatzklage der Bergbahnen Oberperfuss gegen die Agrargemeinschaft Krimpenbach-Wildangeralpe zur Folge haben. Der Gemeinderat stimmte bei der jüngsten Sitzung über eine Klage ab. Mit 13 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Person, die sich als befangen erklärte, wurde der Antrag mehrstimmig angenommen.

22. Oktober 2024
Klage wegen Verzögerung am Rangger Köpfl?
Das Projekt läuft derzeit planmäßig. Am 14. Dezember wird planmäßig in die Wintersaison gestartet. Foto: Bergbahnen Oberperfuss
Natürlich wolle man immer noch probieren, eine außergerichtliche Lösung zu finden, erklärte Manuel Hujara, der Geschäftsführer der Bergbahnen Oberperfuss. Aber die ganze Auseinandersetzung sei schon gut zweieinhalb Jahren ein Thema, man sei durch drei gerichtliche Instanzen gegangen, und die Bergbahnen hätten Recht bekommen. „Es macht sich niemand einfach, aber wir sind ein Betrieb, und es geht um Arbeitsplätze“, führt  Hujara weiters an. „Wenn es gar keinen anderen Weg gibt, müssen wir klagen. Es wäre fahrlässig, nicht zu handeln“, findet auch Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher. Aufgrund der Verzögerung seien den Bergbahnen und ihren Gesellschaftern, wie der Gemeinde oder dem TVB Innsbruck erhöhte Kosten von rund 2,6 Millionen Euro entstanden. Die Baukosten seien stark angestiegen und Kreditbedingungen hätten sich in der Zwischenzeit deutlich verschlechtert. Seit April habe man nun wieder verstärkt Gespräche mit der Agrargemeinschaft geführt und bemühe sich um ein Entgegenkommen, so Hujara, sei aber irgendwie nie auf einen grünen Zweig gekommen. Außerdem hingen von dem Projekt auch Beherbergungsbetriebe und die ganze übrige Infrastruktur ab. „Es wäre schon schön, wenn noch im Oktober alles vom Tisch wäre und alle das Gesicht wahren könnten“, betont  Hujara, aber es seien auch nie die genauen Vorstellungen der Agrargemeinschaft kommuniziert worden. Gemeinde und Bergbahnen hätten gerne eine Rodelbahn oben am Berg und eine Langlaufloipe. Bevor die Verjährungsfrist abläuft, müsse man auf jeden Fall handeln.

ECKPUNKTE DES STREITS. Die Agrargemeinschaft Krimpenbach-Wildangeralpe verweigerte als eine von den Baumaßnahmen betroffene Grundeigentümerin am Rangger-Köpfl die behördlich geforderte Zustimmung zur Errichtung einer Kombibahn, deshalb brachte die Bergbahnen Oberperfuss im Oktober 2022 Klage beim Landesgericht Innsbruck ein. Als dritte Instanz hatte der Oberste Gerichtshof den Einspruch der Agrargemeinschaft im Frühjahr dieses Jahres zurückgewiesen. Die Bergbahnen konnten den Ausbau starten, und das Mammutprojekt geht gut voran. Die Stützen stehen, das Seil ist gezogen und Ende dieser Woche kommt der Trafo. Am 14. Dezember soll planmäßig in die Wintersaison gestartet werden.
Klage wegen Verzögerung am Rangger Köpfl?
Das Seil ist ebenfalls eingezogen, diese Woche folgt der Trafo. Foto: Bergbahnen Oberperfuss
Klage wegen Verzögerung am Rangger Köpfl?
Bereits im Sommer wurden die Stützen aufgestellt. Foto: Bergbahnen Oberperfuss

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