Nächstes Kapitel im Zirler „Frieda-Gezerre“
Anzeige gegen Bürgermeister Öfner bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck, die aber keine Untersuchungen einleitet
Das Pro- und Kontra-Gezerre um das geplante Wohnungsbauprojekt „Frieda“ in Zirl ist um eine Facette reicher. Eine vorerst noch unbekannte Person, die offenbar im gegnerischen Lager beheimatet ist, hat jetzt im Namen der Faschingsgruppe „Zirler Goasser“ bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht, der nach Bürgermeister Thomas Öfner beim Verkauf von Gemeindegrund nicht rechtmäßig vorgegangen sei. Die Staatsanwaltschaft hat die Anzeige ad acta gelegt.
1. Juli 2026
So soll die geplante Wohnanlage (links im Bild) nach der Fertigstellung aussehen. Nicht alle Zirler können sich mit dem Projekt abfinden. Nun wird offenbar auch aus dem „Hinterhalt geschossen“. Visualisierung: Bauwerk Immobilien GmbH
In einer E-Mail, unter der Domain „zirler_goasser@tuta.io“ an die RUNDSCHAU-Redaktion zugestellt, heißt es wörtlich: „Im Zusammenhang mit dem Projekt ‚Frieda‘ in der Gemeinde Zirl wurde bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Gegenstand der Anzeige sind mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Gemeindegründen durch Bürgermeister Thomas Öfner. Dem Vernehmen nach wurden die Grundstücke ohne rechtskräftigen Beschluss des Gemeinderats sowie unter dem aktuellen Marktwert veräußert. Die Ermittlungen wurden angeblich bereits aufgenommen. (Es gilt die Unschuldsvermutung)!“ Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck auf Anfrage bestätigt, ist die Sachverhaltsdarstellung tatsächlich eingelangt. Man werde aber keine Untersuchungen einleiten, heißt es.
frechheit. Bürgermeister Thomas Öfner ist ob der anonymen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stinkesauer: „Diese Anschuldigung ist infam und unwahr. Ich überlege mir, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten!“ Auch bei Daniel Liebl, dem Obmann der „Faschingsgilde Zirler Goasser“, ist der Ärger groß: „Eine Frechheit! Unser Verein hat mit der Sache überhaupt nichts zu tun. Wir distanzieren uns von so einer Vorgangsweise!“
frechheit. Bürgermeister Thomas Öfner ist ob der anonymen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stinkesauer: „Diese Anschuldigung ist infam und unwahr. Ich überlege mir, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten!“ Auch bei Daniel Liebl, dem Obmann der „Faschingsgilde Zirler Goasser“, ist der Ärger groß: „Eine Frechheit! Unser Verein hat mit der Sache überhaupt nichts zu tun. Wir distanzieren uns von so einer Vorgangsweise!“
Gebi G. Schnöll 




