Von der feinen Nähnadel bis zur Kettensäge
Leutascher Repair-Café mit breitem Hilfsangebot war wieder ein voller Erfolg
Jeder und jede, die oder der etwas mit den Händen zustande bringt, war beim siebten Leutascher Repair-Café eingeladen, seinen Mitmenschen hilfreich zur Seite zu stehen, egal ob Profi oder begnadeter Bastler. Und da wurde im Saal Hohe Munde „gewirkelt und gewerkelt“, was das Zeug hielt.
18. November 2025
Robert Neuner bei der Arbeit. Gestartet werden die Kettensägen-Ungetüme natürlich im Freien. Foto: Bundschuh
Astrid Schösser-Pichler ist „Leutascher Urgestein“, Gemeinderätin und eine Frau, die sich zum Thema „verwenden statt verschwenden“ so ihre Gedanken macht. Diese Überlegungen sollten dann auch Platz im praktischen Leben finden. Eben dieser Praxisbezug brachte sie dazu, sich der Repair-Café-Idee anzuschließen, und damit die Sache ins Rollen kommt, nahm sie die ebenfalls in Sachen Umwelt engagierte Marion Neuner gleich mit an Bord. Die RUNDSCHAU besuchte das Reparaturteam und sprach mit den Organisatorinnen.
ASTRID UND MARION ERKLÄREN: „Defekte Toaster, Hosen mit aufgerissenen Nähten, wackelige Hocker, kaputte Spielsachen, vieles, das eigentlich noch verwendet werden könnte, landet auf dem Müll. Damit das nicht so bleibt, gibt’s die Repair-Cafés. Dabei unterstützen ehrenamtliche Expertinnen und Experten fachkundig bei der Reparatur von Gebrauchsgegenständen. Angenommen wird alles, was leicht transportiert werden kann. Mittlerweile wurden tirolweit schon über 20.000 Gegenstände gemeinsam wieder auf Trab gebracht. Und noch dazu wird, je nachdem, ob das ‚Café‘ seinen Frühjahrs- oder Herbsttermin hat, ein Fahrrad- (Radl-Werkstatt) oder Ski-Basar (Skiclub) veranstaltet. Und damit auch die Gemütlichkeit bei einem ‚Ratscher‘ nicht zu kurz kommt, sind stets die Oberleutascher Bäuerinnen mit Kaffee, Kuchen und Informationen zu regionalen Lebensmitteln mit von der Partie. Darüber hinaus konnten in einem gemeinsamen Projekt mit dem Abfallwirtschaftsverband Tirol Mitte wichtige Impulse gesetzt werden.“
TIROL-START IM MÄRZ 2014. Das erste Repair-Café organisierte Martine Postma in Amsterdam. Das niederländische Erfolgsmodell wurde 2014 erstmals in Tirol in Pill von Michaela Brötz umgesetzt. Diese aktive Umweltdenkerin nahm das Rezept aus Holland in das Programm der Erwachsenenschule auf. Im Rahmen des Tiroler Bildungsforums unterstützt Frau Brötz nunmehr die Organisation von Repair-Cafés, organisiert Vernetzungstreffen und wird künftig auch die Repair-Café-Akademie leiten. Michaela Brötz am Wort: „Repair-Cafés sind wichtige Bildungsveranstaltungen mit sozialem und ökologischem Aspekt. Menschen erlernen wieder einfache Handgriffe für Reparaturen und schonen so gleichzeitig unsere Umwelt.“ Bisher fanden 450 Repair-Cafés in 70 Tiroler Gemeinden mit 18.000 Reparaturen und über 33.000 Besuchern statt. (Stand: Jänner 2024).
ASTRID UND MARION ERKLÄREN: „Defekte Toaster, Hosen mit aufgerissenen Nähten, wackelige Hocker, kaputte Spielsachen, vieles, das eigentlich noch verwendet werden könnte, landet auf dem Müll. Damit das nicht so bleibt, gibt’s die Repair-Cafés. Dabei unterstützen ehrenamtliche Expertinnen und Experten fachkundig bei der Reparatur von Gebrauchsgegenständen. Angenommen wird alles, was leicht transportiert werden kann. Mittlerweile wurden tirolweit schon über 20.000 Gegenstände gemeinsam wieder auf Trab gebracht. Und noch dazu wird, je nachdem, ob das ‚Café‘ seinen Frühjahrs- oder Herbsttermin hat, ein Fahrrad- (Radl-Werkstatt) oder Ski-Basar (Skiclub) veranstaltet. Und damit auch die Gemütlichkeit bei einem ‚Ratscher‘ nicht zu kurz kommt, sind stets die Oberleutascher Bäuerinnen mit Kaffee, Kuchen und Informationen zu regionalen Lebensmitteln mit von der Partie. Darüber hinaus konnten in einem gemeinsamen Projekt mit dem Abfallwirtschaftsverband Tirol Mitte wichtige Impulse gesetzt werden.“
TIROL-START IM MÄRZ 2014. Das erste Repair-Café organisierte Martine Postma in Amsterdam. Das niederländische Erfolgsmodell wurde 2014 erstmals in Tirol in Pill von Michaela Brötz umgesetzt. Diese aktive Umweltdenkerin nahm das Rezept aus Holland in das Programm der Erwachsenenschule auf. Im Rahmen des Tiroler Bildungsforums unterstützt Frau Brötz nunmehr die Organisation von Repair-Cafés, organisiert Vernetzungstreffen und wird künftig auch die Repair-Café-Akademie leiten. Michaela Brötz am Wort: „Repair-Cafés sind wichtige Bildungsveranstaltungen mit sozialem und ökologischem Aspekt. Menschen erlernen wieder einfache Handgriffe für Reparaturen und schonen so gleichzeitig unsere Umwelt.“ Bisher fanden 450 Repair-Cafés in 70 Tiroler Gemeinden mit 18.000 Reparaturen und über 33.000 Besuchern statt. (Stand: Jänner 2024).
Hilfe und Anleitung zur Selbsthilfe unter Schonung der Umwelt und Reduzierung von Müll ist die Idee des Repaircafés. Im Bild (v. l.): Astrid Schösser-Pichler und Marion Neuner. Foto: Bundschuh







