Vor mehr als 100 Jahren, in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, bot der Scharnitzer Ortsteil Länd diesen Anblick. Das Postkartenfoto ist auch wirtschaftsgeschichtlich interessant: Im Vordergrund sieht man das Areal, wo das in den umliegenden Wäldern geschlagene Holz angelandet wurde – deshalb der Name „Länd“. Hier befanden sich weitläufige Bauten und Anlagen. Es gab einen Rechen aus starken, in den Flussgrund geschlagenen Lärchenstämmen. Damit wurde das Wasser der Isar in den Ländkanal umgeleitet, der in den Ländsee mündete. Wie die Scharnitzer Ortschronik berichtet, mussten diese „Steftn“ genannten Pfähle immer wieder erneuert werden. Das geschah zur Gänze händisch, also mit Muskelkraft. Aus dem Ländsee wurden die getrifteten Stämme an Land gezogen, sortiert und zum Weitertransport gestapelt. Auf diese Weise wurden jährlich viele Tausend Raummeter Holz aus den Karwendeltälern angeliefert.
Heute ist in Scharnitz so gut wie nichts mehr von den einstigen Anlagen und Konstruktionen zu sehen. Denn im Zuge der Isar-Verbauung 1960/61 wurden der künstliche See und das ganze Gelände zugeschüttet. Lediglich der Name „Länd“ blieb erhalten.
Das Foto stammt aus der Ortschronik Scharnitz und wurde vom Chronistenteam um Isabella Blaha und Markus Fasching zur Verfügung gestellt.
Heute ist in Scharnitz so gut wie nichts mehr von den einstigen Anlagen und Konstruktionen zu sehen. Denn im Zuge der Isar-Verbauung 1960/61 wurden der künstliche See und das ganze Gelände zugeschüttet. Lediglich der Name „Länd“ blieb erhalten.
Das Foto stammt aus der Ortschronik Scharnitz und wurde vom Chronistenteam um Isabella Blaha und Markus Fasching zur Verfügung gestellt.





