St. Veit-Kirchlein: Eines der ältesten Bauwerke von Telfs
14. April 2026 | von
Christina Hötzel
Das St. Veit-Kirchlein – hier auf einer Zeichnung von Prof. Franz Kranebitter aus dem Jahr 1919 – gehört zu den ältesten Bauwerken von Telfs. Laut einer Urkunde wurde es 1384 geweiht. Das kleine Gotteshaus liegt etwas abseits vom Ort im idyllischen Weiler St. Veit, dem es seinen Namen gab. In früheren Jahrhunderten war es Ziel von Wallfahrten und Bittgängen. Auch Gläubige von jenseits der Grenze nahmen dafür weite Wege auf sich. Es gab aber auch Grenzgänger, die einen weltlicheren Gebrauch vom Kirchlein machten: Im Turm sollen gelegentlich Schmuggler ihre Ware „zwischengelagert“ haben.
Schon 1847 wird St. Veit im „Österreichischen Universalkalender“ erwähnt und möglichen Besuchern mit folgenden Worten vorgestellt: „Nördlich von Telfs liegt das uralte St. Veit, fünf Häuser mit einer Kirche auf einer äußerst anmuthreichen Mittelhochfläche, größtentheils vor den Augen des Thalwanderers verborgen, neu erstanden aus dem Brande von 1810, einst hochberühmt, noch jetzt von baierischen Pilgern besuchte Wallfahrt. Eine fest verwurzelte Sage erzählt, hier habe einmal die Landstraße vorbeigeführt, ein volkreicher Jahrmarkt am St. Veitstage stattgefunden, ein althergebrachter Zoll die Vorbeireisenden beschränkt. So viel scheint gewiß, dass die Volksansiedlung St. Veit früher bestand als alle übrigen Volksniederlassungen der unruhigen, oft überschwemmten, noch öfter durch Heer-Züge verwüsteten Ebene.“
Schon 1847 wird St. Veit im „Österreichischen Universalkalender“ erwähnt und möglichen Besuchern mit folgenden Worten vorgestellt: „Nördlich von Telfs liegt das uralte St. Veit, fünf Häuser mit einer Kirche auf einer äußerst anmuthreichen Mittelhochfläche, größtentheils vor den Augen des Thalwanderers verborgen, neu erstanden aus dem Brande von 1810, einst hochberühmt, noch jetzt von baierischen Pilgern besuchte Wallfahrt. Eine fest verwurzelte Sage erzählt, hier habe einmal die Landstraße vorbeigeführt, ein volkreicher Jahrmarkt am St. Veitstage stattgefunden, ein althergebrachter Zoll die Vorbeireisenden beschränkt. So viel scheint gewiß, dass die Volksansiedlung St. Veit früher bestand als alle übrigen Volksniederlassungen der unruhigen, oft überschwemmten, noch öfter durch Heer-Züge verwüsteten Ebene.“