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Zirl steht mit einem Bein am Liga-Abgrund

Die Mannschaft von Trainer Faik Kurt läuft Gefahr, direkt von der Landesliga in die 1. Gebietsliga durchzumarschieren

Jahrelang fixer Bestandteil der Tiroler Liga, droht Zirl der sportliche Supergau. Denn holen Altenweisl & Co. am Samstag in Stams nichts Zählbares, und punktet die Konkurrenz voll, geht es nach dem letztjährigen Abstieg aus der Landesliga neuerlich eine Etage tiefer. Dann ist zur kommenden Saison die zweitniedrigste Spielklasse des Landes das neue sportliche Zuhause.

9. Juni 2026
Zirl steht mit einem Bein am Liga-Abgrund
Das Derby zwischen Oberhofen/Pfaffenhofen (Leopold Bloeb, rechts) und Inzing (David Rödlach, links) endete 1:1 unentschieden. Foto: sportszene.tirol
SPG RIETZ/STAMS – FC ZIRL, Samstag, 13. Juni, 14.30. „Sein oder Nichtsein?“ Für Zirl geht es am Samstag um die berühmte Wurst. Es braucht einen Punkt, um das Ziel „2. Landesliga“ zu packen. Im Herbst setzte es eine 1:4-Heimklatsche. Allerdings stand damals noch kein Nico Strobl in Diensten der „Roten“. Und der hat Rietz/Stams quasi als Lieblingsgegner auserkoren, traf in fünf Duellen mit der SPG nicht weniger als 13 Mal!!! ins Schwarze.
Auch beim so wichtigen 2:0-Heimerfolg über Schlusslicht Tarrenz trug sich der Routinier in die Torschützenliste ein. Als alles auf ein enttäuschendes 0:0 hinauslief, traf Strobl in der zweiten Minute der Nachspielzeit vom Punkt, und wenig später nach Zuspiel von Kilian Gütl. „Brutal! Das war nichts für schwache Nerven. Das war Nervenkitzel pur. Aber die Jungs haben bis zum Schluss an sich geglaubt und letztlich verdient gewonnen“, hofft Trainer Faik Kurt beim abschließenden Spiel im Stamser Eichenwald auch auf die Unterstützung des Zirler Anhangs. „Wir brauchen jeden Einzelnen.“ Auf das notwendige Unentschieden will Kurt nicht spielen. „Wir wollen gewinnen!“.

FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN – FC WIPPTAL, Samstag, 13. Juni, 14.30. Gelingt Oberhofen/Pfaffenhofen die perfekte Heimsaison mit keiner einzigen Niederlage? Mit Vizemeister Wipptal wartet jedoch eine knackige Aufgabe. In den bisherigen vier Duellen reichte es nicht einmal zu einem Sieg.
Gegen Rietz/Stams gelang zuletzt der dritte Derbysieg in Folge. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Josef Sporer nach dem 3:2. „Es war aus meiner Sicht ein von beiden Seiten sehr gut geführtes Spiel. Das Einzige was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist die mangelnde Chancenverwertung.“ So hatten etwa Tobias Jordan und Baran Keklik beim Stande von 3:1 die Entscheidung am Fuß. Beide scheiterten allerdings im Eins-gegen-Eins an SPG-Goalie Simon Schuchter. „Deshalb ist es zum Schluss dann nochmal richtig eng geworde“, sprach Sporer von einem letztlich verdienten Sieg. „Weil wir das Spiel über den Großteil der 90 Minuten kontrolliert haben.“

FC SEEFELDER PLATEAU – SPG RINN/TULFES, Samstag, 13. Juni, 14.30. In den letzten drei Heimspielen gegen Rinn/Tulfes erzielte Seefeld – behielt im Herbst auswärts mit 4:2 die Oberhand – nicht weniger als 15 Tore.
Beim Gastspiel in Mieming brannten Dubravac & Co. nicht zwingend ein Feuerwerk ab, siegten aber hochverdient mit 3:0. „Über 90 Minuten gesehen ist der Sieg mehr als verdient. Normalerweise müssen wir zur Pause schon 3:0 führen, sind aber mit unseren Chancen zu fahrlässig umgegangen. Im Grunde hatte ich nicht einmal das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren könnten. Auch weil wir hinten wieder sehr souverän gestanden sind“, zog Trainer Patrick Klotz nach dem zwölften Saisonsieg ein positives Resümee. Dass sein Team mit diesem Dreier auch Zirl wertvolle Schützenhilfe leistete, beschäftigte den FCSP-Coach nicht wirklich. „Mir war wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen. Was da hinten rund um Platz zehn abgeht, interessiert mich weniger.“

FC PATSCHERKOFEL – SU INZING, Samstag, 13. Juni, 14.30. Das Hinspiel war eine enge Kiste. Inzing siegte mit 1:0. Und auch diesmal soll es mit Punkten klappen. „Weil wir die Rückrunde ungeschlagen beenden wollen“, wird Trainer Michael Augustin auch diesmal wieder nahezu den ganzen Kader zum Einsatz bringen. „Das hat gegen Lechtal auch schon sehr gut funktioniert. Da waren es die Einwechselspieler, die die Partie gedreht haben. Daran sieht man, wie wichtig ein ausgewogener Kader ist. Das Niveau bleibt immer gleich, oder wird sogar besser“, sprach Inzings-Coach nach dem 4:1 von einem Sieg, „der wahrscheinlich etwas zu hoch ausgefallen ist. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan.“
Zirl steht mit einem Bein am Liga-Abgrund
Inzing-Routinier Clemens Oberforcher (27) im Zweikampf mit Baran Keklik. Foto: sportszene.tirol

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