ASFINAG startet Lärmschutz-Offensive
40 Millionen Euro werden bis 2028 in Tirol investiert – auch Zirl, Telfs und Pfaffenhofen erhalten mehr Lärmschutz
Der Lärmschutz neben Autobahnen und Schnellstraßen ist in Tirol ein großes Thema. Eine neue Dienstanweisung aus dem Klimaministerium schafft jetzt die Rahmenbedingungen für noch mehr Lärmschutz. Die ASFINAG investiert bis 2028 landesweit 40 Millionen Euro in 22 Projekte. Darunter auch in Lärmschutzmaßnahmen bei Zirl, Telfs und Pfaffenhofen.
Gebi G. Schnöll
11. April 2023
Die Bewohner der Zirler Ortsteile Eigenhofen und Dirschenbach stöhnen unter dem Verkehrslärm von der A 12 und von abfahrenden Lkw vom „Rastplatz Zirl-Inzing“. Ein Lärmschutz soll Abhilfe schaffen. RS-Foto: Schnöll
22 Lärmschutzprojekte bis 2028 sind bereits fixiert, darunter befindet sich auch ein Lärmschutzprojekt bei Zirl, weitere sechs Projekte befinden sich in der Planungsphase. Bei den 22 fixierten und den sechs geplanten Vorhaben bestehen derzeit bereits rund 50.000 Quadratmeter Lärmschutz-Fläche, die in den nächsten fünf Jahren auf 130.000 Quadratmeter erweitert wird. Ermöglicht wird die Lärmschutzoffensive durch eine neue Dienstanweisung, die vorsieht, dass mehr Projekte als bisher mit 100-prozentiger Finanzierung der ASFINAG umgesetzt werden können.
NEUE DIENSTANWEISUNG BRINGT PFAFFENHOFEN FÜNFMAL MEHR LÄRMSCHUTZFLÄCHE. Veranschaulicht werden die neuen Möglichkeiten mit einer direkten Gegenüberstellung von Lärmschutz-Vorhaben. In Projekte in Ampass-Peerhöfe, Telfs, Pfaffenhofen und im Bereich Innsbruck-Bergisel wären ursprünglich von der ASFINAG 2,5 Millionen Euro investiert worden, die betroffenen Gemeinden hätten dazu insgesamt eine Million Euro beisteuern müssen. Mit der neuen Dienstanweisung investiert die ASFINAG jetzt zu einhundert Prozent sechs Millionen Euro in diese Projekte – und das dazu noch mit mehr Lärmschutzfläche. So wird zum Beispiel mit der neuen Dienstanweisung der Lärmschutz bei Pfaffenhofen verfünffacht.
ZÄHES RINGEN HAT SICH GELOHNT! In die Lärmschutzprojekte eingebunden ist auch das „Transitforum Tirol“ mit Fritz Gurgiser an der Front. „Für uns ist mit der neuen Dienstanweisung eine lange Zeitreise verbunden. Seit 2007 haben wir eine solche Dienstanweisung erfolgslos eingefordert. Unsere Zähigkeit hat nun bei Ministerin Leonore Gewessler und ihrer Beamtenschaft durchgeschlagen. Mit dieser neuen Dienstanweisung haben wir vor allem eines erreicht: Projekte, die bisher an den finanziellen Möglichkeiten von Gemeinden entweder gescheitert sind oder sehr lange gedauert haben, können nun schneller umgesetzt werden, und wir ersparen den Gemeinden zig-Millionen Euro an Mitfinanzierungskosten, die sie nie budgetiert haben“, so Gurgiser. Die neue Dienstanweisung sei ein Beweis dafür, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem „Transitforum Tirol“ und der ASFINAG möglich ist. Das sieht auchASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele so. Er sagt: „Ich glaube, dass gemeinsam immer mehr möglich ist. Mit dem Transitforum haben wir in den vergangenen Jahren kunstruktive Gespräche geführt und durchaus kreative Lösungen gefunden, die allen zugute kommen. Für uns bedeutet die neue Dienstanweisung, dass wir mehr Lärmschutz errichten können, und das auch noch bei weniger Belastung für die Gemeindebudgets. 22 Projekte bis 2028 sind bereits fix in der Pipeline, die Gesamtinvestition von mehr als 40 Millionen Euro wird zu einhundert Prozent von der ASFINAG getragen!“ Wie fruchtbar die Kooperation zwischen „Transitforum Tirol“ und der ASFINAG sein kann, zeigen die Zahlen von dezidierten Projekten. So ist es gelungen im Bereich Ampass-Peerhöfe anstelle von 900 Quadratmetern Lärmschutz mehr als 1.600 Quadratmeter umzusetzen, beim „Bergisel“-Projekt sind es anstatt 800 sogar 2.000 Quadratmeter Lärmschutz geworden.
NEUE DIENSTANWEISUNG BRINGT PFAFFENHOFEN FÜNFMAL MEHR LÄRMSCHUTZFLÄCHE. Veranschaulicht werden die neuen Möglichkeiten mit einer direkten Gegenüberstellung von Lärmschutz-Vorhaben. In Projekte in Ampass-Peerhöfe, Telfs, Pfaffenhofen und im Bereich Innsbruck-Bergisel wären ursprünglich von der ASFINAG 2,5 Millionen Euro investiert worden, die betroffenen Gemeinden hätten dazu insgesamt eine Million Euro beisteuern müssen. Mit der neuen Dienstanweisung investiert die ASFINAG jetzt zu einhundert Prozent sechs Millionen Euro in diese Projekte – und das dazu noch mit mehr Lärmschutzfläche. So wird zum Beispiel mit der neuen Dienstanweisung der Lärmschutz bei Pfaffenhofen verfünffacht.
ZÄHES RINGEN HAT SICH GELOHNT! In die Lärmschutzprojekte eingebunden ist auch das „Transitforum Tirol“ mit Fritz Gurgiser an der Front. „Für uns ist mit der neuen Dienstanweisung eine lange Zeitreise verbunden. Seit 2007 haben wir eine solche Dienstanweisung erfolgslos eingefordert. Unsere Zähigkeit hat nun bei Ministerin Leonore Gewessler und ihrer Beamtenschaft durchgeschlagen. Mit dieser neuen Dienstanweisung haben wir vor allem eines erreicht: Projekte, die bisher an den finanziellen Möglichkeiten von Gemeinden entweder gescheitert sind oder sehr lange gedauert haben, können nun schneller umgesetzt werden, und wir ersparen den Gemeinden zig-Millionen Euro an Mitfinanzierungskosten, die sie nie budgetiert haben“, so Gurgiser. Die neue Dienstanweisung sei ein Beweis dafür, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem „Transitforum Tirol“ und der ASFINAG möglich ist. Das sieht auchASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele so. Er sagt: „Ich glaube, dass gemeinsam immer mehr möglich ist. Mit dem Transitforum haben wir in den vergangenen Jahren kunstruktive Gespräche geführt und durchaus kreative Lösungen gefunden, die allen zugute kommen. Für uns bedeutet die neue Dienstanweisung, dass wir mehr Lärmschutz errichten können, und das auch noch bei weniger Belastung für die Gemeindebudgets. 22 Projekte bis 2028 sind bereits fix in der Pipeline, die Gesamtinvestition von mehr als 40 Millionen Euro wird zu einhundert Prozent von der ASFINAG getragen!“ Wie fruchtbar die Kooperation zwischen „Transitforum Tirol“ und der ASFINAG sein kann, zeigen die Zahlen von dezidierten Projekten. So ist es gelungen im Bereich Ampass-Peerhöfe anstelle von 900 Quadratmetern Lärmschutz mehr als 1.600 Quadratmeter umzusetzen, beim „Bergisel“-Projekt sind es anstatt 800 sogar 2.000 Quadratmeter Lärmschutz geworden.






