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44 neue Pflegeplätze fürs Tiroler Oberland

Der Gemeindeverband St. Vinzenz investiert in Zams in eine moderne Schwerpunkt- und Kurzzeitpflege

Ein Meilenstein in der Gesundheits- und Pflegeversorgung im Tiroler Oberland: Mit dem Ausbau der Schwerpunkt- und qualifizierten Kurzzeitpflege entsteht in Zams ein zukunftsweisendes Projekt des Gemeindeverbandes St. Vinzenz, dem 54 Gemeinden aus den Bezirken Imst und Landeck angehören. Die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus bietet optimale Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischer Versorgung und Pflege.

28. Juli 2026
44 neue Pflegeplätze fürs Tiroler Oberland<br />
Der Ausbau der Schwerpunkt- und qualifizierten Kurzzeitpflege in Zams durch den Gemeindeverband St. Vinzenz ist ein bedeutender Meilenstein für die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Tiroler Oberland. Davon profitieren langfristig sowohl die Patientinnen und Patienten als auch deren Angehörige und die gesamte Region. Visualisierung: Kröpfl Architekten
„Die Sicherstellung einer regionalen Gesundheits- und Pflegeversorgung ist eine gemeinsame Aufgabe unserer Gemeinden. Als starker und engagierter Verband schaffen wir in Zams eine wichtige Grundlage dafür, dass die Menschen im Tiroler Oberland auch künftig auf eine hochwertige Versorgung vertrauen können“, unterstreicht Bürgermeister Herbert Mayer, Obmann des Gemeindeverbandes St. Vinzenz, die weitreichende Bedeutung der neuen Pflegeeinrichtung. Die Einrichtung ist durch das Land Tirol wohnbaugefördert und schafft insgesamt 44 Pflegeplätze – davon 24 Plätze in der Schwerpunktpflege sowie 20 Plätze in der qualifizierten Kurzzeitpflege. Damit wird die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung im Tiroler Oberland nachhaltig gestärkt und pflegende Angehörige werden entlastet. Durch das angrenzende Krankenhaus können medizinische und spezialisierte pflegerische Kompetenzen optimal abgestimmt werden. Stephanie Federspiel-Kleinhans, Geschäftsführerin des Krankenhauses St. Vinzenz, betont: „Eine moderne Gesundheitsversorgung endet meist nicht mit dem Krankenhausaufenthalt. Gerade der nahtlose Übergang in eine spezialisierte Pflege entscheidet vielfach über den weiteren Genesungsverlauf und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Die unmittelbare Anbindung an das Krankenhaus bildet dafür ideale Voraussetzungen: kurze Wege, eine enge Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege sowie eine Versorgung, die individuell abgestimmt werden kann. Davon profitieren Patientinnen und Patienten ebenso wie Angehörige.“ 

Ganzheitliche Planung. Das planerische Gesamtkonzept von Architekt Harald Kröpfl verbindet die Anforderungen einer modernen Schwerpunktpflegeeinrichtung mit den Gegebenheiten des Standortes. Bei der Planung wurden Architektur, Freiraum und Landschaft bewusst gemeinsam betrachtet – mit dem Anspruch, einen Ort zu schaffen, der die Menschen in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig die Qualität der bestehenden Umgebung bewahrt. Am Ende des Alleeweges entsteht mit dem neuen Gebäude ein für alle zugänglicher Aufenthaltsbereich, der zum Verweilen, Begegnen und Austauschen einlädt. Begrünte Flächen, flexible Sitzmöglichkeiten und generationenverbindende Gestaltungselemente prägen den Platz. Er steht Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besuchern sowie der Bevölkerung gleichermaßen offen. „Jedes Gebäude verändert und prägt seinen Standort. Entscheidend ist deshalb, wie bewusst und sensibel mit dieser Verantwortung umgegangen wird. Unser Anspruch war es, eine Pflegeeinrichtung zu entwickeln, die nicht nur ihre wichtige Aufgabe erfüllt, sondern auch den Ort als Ganzes weiterdenkt – mit qualitätsvollen Freiräumen und einem Mehrwert für die Menschen, die sich dort aufhalten“, erklärt Architekt Harald Kröpfl.

Verantwortung fürNatur & Erscheinungsbild. Der Erhalt des Grünraums und der verantwortungsvolle Umgang mit dem bestehenden Baumbestand sind sorgfältig geplant. Für die Umsetzung der Baumaßnahmen werden fünf Bäume, die sich auf dem Grundstück der Barmherzigen Schwestern von Zams befinden, fachgerecht ausgegraben und in Abstimmung mit der Gemeinde Zams als Verlängerung der bestehenden Allee wieder eingesetzt. Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgt eine entsprechende Neubepflanzung, um den markanten Alleecharakter, der im Rahmen des Planungskonzeptes vollständig erhalten bleibt, zu wahren.

Verkehr und Abläufe klar geregelt. Die gemeinnützige Tiroler Wohnbau hat als Baurechtsnehmerin und Bauherrin ein umfassendes Verkehrs- und Baustellenkonzept entwickelt, das mit Bau-start im Herbst 2026 (Vorarbeiten bzw. Zaunerrichtung ab Ende Juli) umgesetzt wird. Der überwiegende Teil des Baustellenverkehrs wird über das Krankenhausareal abgewickelt. Die ersten Arbeiten, insbesondere Aushub und Hangsicherung, erfolgen aufgrund der Lage und Beschaffenheit des Grundstückes über den Perdann. Die Erschließung der Einrichtung und somit die Zufahrt erfolgen nach Fertigstellung ausschließlich über das Krankenhausareal. Die Baustellenlogistik wird zentral koordiniert. Über die Gemeinde Zams werden während der Bauzeit, die bis ca. Mitte 2028 andauert, Informationen der Projektträger zu wesentlichen Planungsstufen und Bauabschnitten kommuniziert.

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