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Betriebe verschwunden, Schilder geblieben

Spuren früherer Unternehmen in der Imster Innenstadt

Wer durch die Imster Innenstadt spaziert, entdeckt an vielen Hausfassaden Namen von Geschäften und Lokalen, die es längst nicht mehr gibt. Alte Schriftzüge, verblasste Tafeln oder zurückgelassene Werbeschilder erinnern an Betriebe, die teilweise schon seit Jahren geschlossen sind – und dennoch weiterhin Teil des Stadtbildes bleiben.
7. April 2026 | von Niki Meze
Beispiele für „vergessene“ Beschilderungen in der Imster Innenstadt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Fotos: Meze
Ein Beispiel ist etwa die ehemalige „Raffl Metzgerei“, deren markantes rotes Schild noch immer über einem Geschäftslokal in der Schustergasse prangt. Auch die Schilder der früheren „Cafe Treff 66“ oder des „Cafe Walch“ sind weiterhin deutlich sichtbar, obwohl im Inneren längst kein Cafébetrieb mehr stattfindet. Ähnlich verhält es sich beim früheren „Alt Imst Café“, dessen Beschriftung über einer inzwischen verschlossenen Tür erhalten geblieben ist. Auch andere gastronomische Spuren sind zu finden: Ein Schild eines ehemaligen Thai-Imbiss weist noch immer auf Speisen hin, obwohl das Lokal nicht mehr in Betrieb ist, auch das „Envino“ empfängt seit einigen Jahren keine Gäste mehr. Und selbst alte Modegeschäfte hinterlassen ihre Zeichen – etwa der Schriftzug „Moden Riedl“, der noch immer an der Fassade eines Gebäudes zu lesen ist.

URSACHENFORSCHUNG. Warum diese Hinweise auf frühere Betriebe so lange bestehen bleiben, hat unterschiedliche Gründe. Manchmal steckt wohl Sentimentalität dahinter – eine Erinnerung an ein Geschäft, das über Jahre hinweg Teil des Stadtlebens war. In anderen Fällen schließen Betriebe überraschend oder ziehen kurzfristig aus, wodurch Schilder einfach zurückbleiben. Nicht selten wird die Entfernung alter Beschriftungen auch schlicht übersehen, besonders wenn ein Geschäftslokal längere Zeit leer steht. So erzählen die verbliebenen Schilder gewissermaßen kleine Geschichten der Imster Wirtschaftsgeschichte. Für viele Einheimische sind sie Erinnerungsstücke an frühere Zeiten – für Besucher hingegen oft ein rätselhaftes Detail im Stadtbild.
 

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