Artikel teilen
Artikel teilen >

Nicht genug Potenzial auf den Feldringer Böden

Windmessungen haben ein eindeutiges Ergebnis geliefert: Die Projektpartner wollen das Vorhaben nicht weiterverfolgen

Die Untersuchungen zum geplanten Windpark auf den Feldringer Böden sind abgeschlossen. Die Ergebnisse der durchgeführten Windmessungen zeigen, dass das Windpotenzial für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen nicht ausreicht. Die Projektpartner Androschin Energie GmbH und ECOwind haben daher entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen.

21. Juli 2026
Nicht genug Potenzial auf den Feldringer Böden<br />
Die Ergebnisse der SODAR-Windmessungen zeigen, dass die Windverhältnisse auf den Feldringer Böden für einen Windpark nicht ausreichen. Das Ergebnis bezieht sich ausschließlich auf den untersuchten Standort und lässt keine Rückschlüsse auf das generelle Windpotenzial der Region zu. Symbolbild: KI-generiert/Energiewerkstatt, Androschin Energie GmbH
„Windmessungen sind die zentrale Grundlage für die Bewertung eines Standorts. Sie ermöglichen eine objektive und faktenbasierte Einschätzung des tatsächlichen Potenzials“, erklärt Thomas Wölfler, Geschäftsführer der Energiewerkstatt und Experte für Windmessungen. Von Beginn an sei für die Projektpartner festgestanden, dass die weitere Entwicklung des Vorhabens von den tatsächlichen Messergebnissen abhängen werde. Mit dem Abschluss der Untersuchungen liegt nun eine verlässliche Entscheidungsgrundlage vor.

Windpotenzial reicht nicht aus. Die Messungen auf den Feldringer Böden haben ein eindeutiges Ergebnis geliefert: Das Windpotenzial sei zu gering für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen. „Auch wenn das Ergebnis bedeutet, dass das Projekt nicht umgesetzt wird, ist eine faktenbasierte Entscheidung ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Projektentwicklung“, betont Gertraud Kirchebner, Geschäftsführerin der Androschin Energie GmbH.

Windkraft ja – aber am richtigen Standort. Die gewonnenen Erkenntnisse würden einen wichtigen Beitrag zur Bewertung künftiger Standorte leisten und die Bedeutung sorgfältiger Standortprüfungen unterstreichen. Der Ausbau erneuerbarer Energien bleibt weiterhin ein zentrales Anliegen. Windkraft wird insbesondere zur Verringerung der Winterstromlücke auch künftig eine wichtige Rolle in Österreich spielen. Voraussetzung dafür sind jedoch Standorte, die die erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfüllten. Gerade im alpinen Raum könnten sich die Windverhältnisse von Standort zu Standort deutlich unterscheiden. Rückschlüsse auf andere potenzielle Windkraftstandorte seien daher nicht möglich. „Nicht jeder untersuchte Standort eignet sich für die Nutzung der Windenergie. Entscheidend ist, dass die Beurteilung auf verlässlichen Messdaten basiert und nicht auf Annahmen. Genau das haben die Untersuchungen auf den Feldringer Böden ermöglicht“, so Benedikt Kammerstätter, Projektentwickler bei ECOwind.

Erleichterung. Erleichtert über das Ergebnis zeigt sich die Bürgerinitiative Feldring. „Vor acht Jahren haben wir gegen rund 20 Meter hohe Liftmasten gekämpft. Wir würden selbstverständlich auch nicht tatenlos akzeptieren, dass stattdessen acht rund 200 Meter hohe Windkraftanlagen errichtet werden“, erklärt Gerd Estermann, Sprecher der Bürgerinitiative Feldring. „Wir sind keine grundsätzlichen Gegner der Windkraft. Wir nehmen Klimawandel und Energiewende sehr ernst. Entscheidend ist jedoch die Wahl des richtigen Standorts. Genauso wenig, wie jemand auf die Idee käme, im flachen Ostösterreich ein Pumpspeicherkraftwerk zu errichten, sollte man Windkraft dort bauen, wo die natürlichen Voraussetzungen fehlen“, betont Estermann.
Nicht genug Potenzial auf den Feldringer Böden<br />
Da am untersuchten Standort die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Umsetzung nicht gegeben sind, wird das Vorhaben von den Projektpartnern nicht weiterverfolgt. Foto: KI-generiert/Energiewerkstatt, Androschin Energie GmbH

Aktuelle Artikel

Kommentare

0 Posts
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.