Rege Teilnahme bei Protestaktion
Lokalaugenschein mit dem ORF zur geplanten Variante des zweigleisigen Ausbaus durch Wohngebiet
Hintergrund der Protestaktion ist die aktuell geplante Variante des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Imst–Imsterberg – mitten durch ein Wohngebiet (die RUNDSCHAU berichtete). Das Vorhaben sorgt derzeit für großen Unmut in der Gemeinde. Die ÖBB zeigen sich bislang nicht kompromissbereit und forcieren ausschließlich diese Streckenführung – obwohl sie bereits in den 1990er-Jahren eine Tunnelvariante zugesagt und sogar Probebohrungen durchgeführt hatten. Ein Lokalaugenschein mit dem ORF fand am vergangenen Dienstag statt.
20. Mai 2025
Anrainer und Gemeindebürger versammelten sich vor dem Bahnhof zur Protestveranstaltung. Foto: Gstrein
„Es ist ein zukunftsweisendes Projekt, das die nächsten Generationen betrifft – und wenn wir jetzt nichts unternehmen, ist es zu spät“, betont Initiator Alois Thurner die Dringlichkeit der Situation. Am Dienstag um 11 Uhr versammelten sich zahlreiche engagierte Gemeindebürger zur Protestaktion, begleitet von einem Lokalaugenschein für die ORF-Sendung „Report“. Trotz der etwas ungünstigen Tageszeit war die Teilnahme bemerkenswert hoch – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Vorhaben der ÖBB die Bevölkerung bewegt. Das ORF-Team dokumentierte die Aktion ausführlich und gab den Teilnehmern die Möglichkeit, in Interviews ihre Sichtweise zu schildern. Im Anschluss führte der ORF außerdem ein Gespräch mit Bürgermeister Richard Bartl im Gemeindeamt, um auch den politischen Standpunkt darzustellen. Die Veranstaltung war mehr als nur ein Zeichen des Protests – sie war Ausdruck des gemeinsamen Einsatzes für eine lebenswerte Zukunft in der Region. Ein klares Signal an die Entscheidungsträger: So einfach wird man die Stimmen der Bevölkerung nicht überhören können.
Harald Gstrein 







