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Technologie aus Europa statt Abhängigkeit

Imster Jungunternehmer geht Kooperation mit estnischem Hersteller von Natrium-Ionen-Batterien ein

Während viele Menschen mit 60 Jahren an den Ruhestand denken, wagt der Imster HTL-Professor Markus Hanel einen neuen Schritt. Der Mathematiklehrer ist derzeit karenziert und hat kürzlich ein eigenes Unternehmen in Imst gegründet.

24. März 2026
Technologie aus Europa statt Abhängigkeit<br />
Vom Klassenzimmer ins Unternehmertum: Der karenzierte HTL-Professor Markus Hanel gründete in Imst ein Unternehmen rund um neue Batterietechnologie. Foto: Hanel
Gemeinsam mit dem estnischen Unternehmen Freen arbeitet er an der Vermarktung von Natrium-Ionen-Batterien in Österreich. Zudem setzt der Jungunternehmer auf das Netzwerk des Instituts für Physik an der Universität Innsbruck, dessen Forschung maßgeblich in die Entwicklung dieser neuen Batterietechnologie eingeflossen ist. Dass Hanel kurz vor der Pension noch ein Unternehmen gründet, sorgt durchaus für Verwunderung. „Manche haben mich gefragt, warum ich mir das jetzt noch antue“, erzählt er. Seine Motivation sei jedoch eine andere: „Ich möchte etwas für Umwelt und Nachhaltigkeit beitragen.“ Im Mittelpunkt steht eine Batterietechnologie, die als epochale Neuentwicklung gilt: Statt Lithium wird dabei Natrium verwendet – ein Rohstoff, der aus Meersalz gewonnen wird. Ein weiterer Vorteil: Diese Batterien sind ungiftig, äußerst stabil und nicht entflammbar. Auch die Produktionskosten liegen im unteren Bereich im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien.
 
NEUE CHANCEN. Für Hanel geht es dabei um mehr als nur um eine neue Technologie. „Bei vielen Zukunftsthemen – von künstlicher Intelligenz bis zur Pharmaindustrie – sehen wir, wie stark Europa von den USA oder China abhängig ist“, sagt er. Die europäische Natrium-Ionen-Batterie könnte hier neue Möglichkeiten eröffnen. Die Rohstoffe sind in Europa verfügbar und können auch innerhalb Europas verarbeitet werden. Besonders interessant ist die Technologie für stationäre Energiespeicher, etwa für Photovoltaik-Anlagen. Mit der Kooperation zwischen einem estnischen Unternehmen, der Forschung aus Innsbruck und einem Firmensitz in Imst soll nun ein Beitrag dazu geleistet werden, diese Technologie auch in Europa voranzubringen.

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