Foto: Manfred Wegleiter, Ortschronist
Noch heute zeugt ein Gedenkstein am Friedhof in Sautens von einem Bergunglück, das sich am 2. Juli 1932 im Ötztal zugetragen hat. Das Geschwisterpaar Franz (29) und Hedwig Bachheimer (27) sowie der Hochschüler Walter Leitmeier (20), alle aus Wien, weilten in Sautens auf Sommerfrische. Am 1. Juli brachen sie Richtung Bielefelder Hütte auf, wo sie die Nacht verbrachten. Bei Schönwetter entschied sich das Trio für eine Tour auf den südöstlich von Oetz gelegenen Acherkogel und startete gegen 4 Uhr. Ein plötzlicher Schlechtwettereinbruch überraschte die Alpinisten und nicht weit von der Bielefelder Hütte stürzte die Seilschaft im Nebel 150 Meter in den Tod. Da große Lawinengefahr herrschte, gestalteten sich die Bergungsarbeiten schwierig und äußerst riskant. Schon am Nachmittag des Unglückstages war ein Bergrettungsteam zur Bielefelderhütte unterwegs. Es bestand aus den Gendarmeriebeamten Hiller und Singer, aus Bergführern von Oetz und Habichen sowie dem Quartiergeber Walter Leitmeier. Am Sonntag, dem 3. Juli, wurde mit den Bergungsarbeiten begonnen und es gelang dem Team, sich bis zu den Leichen abzuseilen. Durch Lawinenabgänge musste die Bergung vorerst eingestellt und konnte erst in den Abendstunden fortgeführt werden. Inzwischen waren auch die Angehörigen der Verunglückten in Oetz eingetroffen.
Text: Innsbrucker Nachrichten/4.7.1932
Text: Innsbrucker Nachrichten/4.7.1932