Gastgeber, Wohltäter und Freund des guten Lebens
Vollblut-Touristiker Adi Werner ist 90
10. März 2026 | von
Alois Pircher
Adi Werner, der Wirt und Wohltäter vom Arlberg Foto: Alois Pircher
Geboren wurde Adi Werner 1936 in Wien, die Bombenangriffe der Alliierten erzwangen 1943 (die Familie Werner wurde ausgebombt) eine Übersiedelung zu Verwandten nach Bruck an der Glockner-Straße. Im Salzburger Pongau wuchs er in einer wunderschönen und sicheren Umgebung auf. „1951 begann ich meine touristische Laufbahn als Laufbursch, bevor sich für mich die Möglichkeit ergab, in einem Gasteiner Hotel eine Kellnerlehre zu absolvieren“, erzählt Werner. Der junge Facharbeiter war aber nicht nur im Restaurant oder an der Bar anzutreffen, ihn zog es auch an die Rezeption und in das Backoffice. „Ich wollte das Hotelgewerbe von allen Seiten kennenlernen“, verdeutlicht der Gastronom.
ERFAHRUNGEN IN DER FREMDE. Im In- und Ausland – besonders beeindruckt haben ihn seine Aufenthalte in Frankreich und auf Barbados – erwarb er sich umfangreiches praktisches Wissen. Bei seinen Auslandsaufenthalten konnte er auch seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern. „Schon während meiner Volksschulzeit musste ich mit meiner Mama Französisch lernen, hätte jedoch viel lieber mit meinen Freunden Fußball gespielt“, erinnert sich der rüstige Touristiker. „Aber meine Französischkenntnisse haben mir auf der renommierten Hotelfachschule in Lausanne gute Dienste geleistet. Diese Fachschule am Genfersee ist heute noch die führende Tourismusschule in Europa. Beim Studium an dieser Schule lernte ich meine Frau Gerda kennen. Ich habe an diese Schule auch deshalb nur beste Erinnerungen.“ Adi Werners Gattin entstammt der Vorarlberger Industriellenfamilie Ganahl, die es mit Textilfabriken zu Wohlstand gebracht hatte. 1955 kaufte sein späterer Schwiegervater Arnold das Arlberg-Hospiz-Hotel, darum absolvierte Tochter Gerda die renommierte Tourismusschule in der französischsprachigen Schweiz.
JUNGE WIRTSLEUTE AM ARLBERG. 1964 übernahmen Gerda und Adi Werner das neue Hotel (ein Neubau wurde nach einem großen Brand 1957 notwendig) und bauten es zu dem führenden Haus am Arlberg aus. Adi Werner erwarb sich nicht nur als Wirt vom Hospiz, sondern auch als langjähriger Obmann des Tourismusverbands St. Anton große Verdienste. 1987 wurde die Hospiz-Alm gebaut, die er heute noch jeden Tag besucht und mit seinen Gästen auf das gute Leben mit dem einen oder anderen Gläschen guten Weins anstößt. Der Wein – vielfach aus Frankreich bezogen – ist eines der Herausstellungsmerkmale der Gastrobetriebe der Familie Werner. Der Chef selbst fuhr nicht weniger als 84-mal nach Frankreich, um die erlesensten Tropfen bei den besten Weingütern zu kaufen. Die Weinkeller in der Hospiz-Alm und im Hospiz-Hotel sind Benchmarks für viele Restaurants und Hotels.
BRUDERSCHAFT ST. CHRISTOPH. 1964 übernahmen Adi Werner und Gerda Ganahl auf Bitte von Arnold Ganahl auch die Leitung der Bruderschaft. Zählte diese 1964 noch 250 Mitglieder, so finanzieren heute mehr als 17.000 Mitglieder durch großzügige Spenden die soziale Arbeit der Bruderschaft. In den vergangenen Jahrzehnten konnten unzählige unverschuldet in Not geratene Familien mit namhaften Geldbeträgen unterstützt werden. Die unterstützten Familien leben in Tirol, angrenzenden Bundesländern, aber auch in Südtirol und Süddeutschland. In den letzten Jahren konnten durch die Spenden jährlich zwischen 700.000 und 800.000 Euro an Bedürftige weitergegeben werden. Heute führt Sohn Florian gemeinsam mit seiner Gattin Ursula die Bruderschaft. Adi und Gerda Werner aber sind in der Bruderschaft immer noch aktiv. Die Bruderschaft ist untrennbar mit dem Arlberg-Hospiz verbunden. Sie wurde im späten 14. Jahrhundert von Heinrich Findelkind aus dem Allgäu gegründet. Er geriet auf einer seiner Handelsreisen am Arlbergpass in eine Notlage, wie es auch anderen Wanderern und auch Händlern immer wieder bei schlechtem Wetter passierte. Auch erfuhr er von einem Hospiz am Großen St. Bernhard, das Menschen bei Schlechtwettereinbrüchen Schutz und Hilfe bot. Gemeinsam mit einem Freund gründete Heinrich Findelkind am Arlberg ein Hospiz und rief zur Finanzierung eine Bruderschaft ins Leben. Bis in das späte 17. Jahrhundert war die Bruderschaft in St. Christoph aktiv. Die Neugründung der Bruderschaft erfolgte in den späten 1950er-Jahren durch Arnold Ganahl.
Adi Werner, dem Gastwirt aus Leidenschaft, Menschenfreund aus Überzeugung und Freund des guten Lebens, seien gemeinsam mit seiner Gattin im Kreise ihrer Familie noch viele glückliche und gesunde Jahre gegönnt.
ERFAHRUNGEN IN DER FREMDE. Im In- und Ausland – besonders beeindruckt haben ihn seine Aufenthalte in Frankreich und auf Barbados – erwarb er sich umfangreiches praktisches Wissen. Bei seinen Auslandsaufenthalten konnte er auch seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern. „Schon während meiner Volksschulzeit musste ich mit meiner Mama Französisch lernen, hätte jedoch viel lieber mit meinen Freunden Fußball gespielt“, erinnert sich der rüstige Touristiker. „Aber meine Französischkenntnisse haben mir auf der renommierten Hotelfachschule in Lausanne gute Dienste geleistet. Diese Fachschule am Genfersee ist heute noch die führende Tourismusschule in Europa. Beim Studium an dieser Schule lernte ich meine Frau Gerda kennen. Ich habe an diese Schule auch deshalb nur beste Erinnerungen.“ Adi Werners Gattin entstammt der Vorarlberger Industriellenfamilie Ganahl, die es mit Textilfabriken zu Wohlstand gebracht hatte. 1955 kaufte sein späterer Schwiegervater Arnold das Arlberg-Hospiz-Hotel, darum absolvierte Tochter Gerda die renommierte Tourismusschule in der französischsprachigen Schweiz.
JUNGE WIRTSLEUTE AM ARLBERG. 1964 übernahmen Gerda und Adi Werner das neue Hotel (ein Neubau wurde nach einem großen Brand 1957 notwendig) und bauten es zu dem führenden Haus am Arlberg aus. Adi Werner erwarb sich nicht nur als Wirt vom Hospiz, sondern auch als langjähriger Obmann des Tourismusverbands St. Anton große Verdienste. 1987 wurde die Hospiz-Alm gebaut, die er heute noch jeden Tag besucht und mit seinen Gästen auf das gute Leben mit dem einen oder anderen Gläschen guten Weins anstößt. Der Wein – vielfach aus Frankreich bezogen – ist eines der Herausstellungsmerkmale der Gastrobetriebe der Familie Werner. Der Chef selbst fuhr nicht weniger als 84-mal nach Frankreich, um die erlesensten Tropfen bei den besten Weingütern zu kaufen. Die Weinkeller in der Hospiz-Alm und im Hospiz-Hotel sind Benchmarks für viele Restaurants und Hotels.
BRUDERSCHAFT ST. CHRISTOPH. 1964 übernahmen Adi Werner und Gerda Ganahl auf Bitte von Arnold Ganahl auch die Leitung der Bruderschaft. Zählte diese 1964 noch 250 Mitglieder, so finanzieren heute mehr als 17.000 Mitglieder durch großzügige Spenden die soziale Arbeit der Bruderschaft. In den vergangenen Jahrzehnten konnten unzählige unverschuldet in Not geratene Familien mit namhaften Geldbeträgen unterstützt werden. Die unterstützten Familien leben in Tirol, angrenzenden Bundesländern, aber auch in Südtirol und Süddeutschland. In den letzten Jahren konnten durch die Spenden jährlich zwischen 700.000 und 800.000 Euro an Bedürftige weitergegeben werden. Heute führt Sohn Florian gemeinsam mit seiner Gattin Ursula die Bruderschaft. Adi und Gerda Werner aber sind in der Bruderschaft immer noch aktiv. Die Bruderschaft ist untrennbar mit dem Arlberg-Hospiz verbunden. Sie wurde im späten 14. Jahrhundert von Heinrich Findelkind aus dem Allgäu gegründet. Er geriet auf einer seiner Handelsreisen am Arlbergpass in eine Notlage, wie es auch anderen Wanderern und auch Händlern immer wieder bei schlechtem Wetter passierte. Auch erfuhr er von einem Hospiz am Großen St. Bernhard, das Menschen bei Schlechtwettereinbrüchen Schutz und Hilfe bot. Gemeinsam mit einem Freund gründete Heinrich Findelkind am Arlberg ein Hospiz und rief zur Finanzierung eine Bruderschaft ins Leben. Bis in das späte 17. Jahrhundert war die Bruderschaft in St. Christoph aktiv. Die Neugründung der Bruderschaft erfolgte in den späten 1950er-Jahren durch Arnold Ganahl.
Adi Werner, dem Gastwirt aus Leidenschaft, Menschenfreund aus Überzeugung und Freund des guten Lebens, seien gemeinsam mit seiner Gattin im Kreise ihrer Familie noch viele glückliche und gesunde Jahre gegönnt.


