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Kraftvoll. Jung. Klangvoll.

Das Jugendblasorchester Marktoberdorf begeisterte wieder einmal im Rahmen der Plansee Konzerte

Nicht zum ersten und sicherlich nicht zum letzten Mal brillierte das Orchester mit seinem fast dreistündigen Konzert im bis auf den letzten Platz gefüllten Walter-Schwarzkopf-Saal am vergangenen Montagabend in Reutte. „Ein Abend voller Klang und Emotion“ nahm die Besucherinnen und Besucher im Rahmen der Plansee Konzerte aus nah und fern mit auf eine besondere musikalische Reise.
10. März 2026 | von Bruno Dengg
Kraftvoll. Jung. Klangvoll.<br />
Das Jugendblasorchester Marktoberdorf beeindruckt immer wieder von Neuem die Plansee Konzertbesucherinnen und -besucher. Foto: Dengg
DAS JUGENDBLASORCHESTER MARKTOBERDORF (JBO). Es wurde 1978 gegründet und befindet sich in einem stetigen Erneuerungs- und Verjüngungsprozess. Die 14- bis 28-jährigen Musikerinnen und Musiker spielen sinfonische Blasmusik auf höchstem Niveau, aber auch traditionelle Polkas und Märsche. Der Klangkörper steht seit vielen Jahren für musikalische Leidenschaft, hohe Qualität und die Förderung junger Talente. Rund 100 Mitglieder aus Marktoberdorf und Umgebung haben sich zu einem großen sinfonischen Orchester gefunden, das durch Energie, Präzision und Begeisterung überzeugt. Das Ensemble zeichnet sich durch breite Instrumentenvielfalt von Holz- und Blechbläsern sowie einem umfangreichen Schlagwerk aus.
Das erklärte Ziel des Klangkörpers ist es, jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit zu geben, auf hohem Niveau zu musizieren und gleichzeitig wertvolle Orchestererfahrung zu machen. Dabei stehen nicht nur die musikalische Entwicklung jedes Einzelnen und der künstlerische Anspruch im Fokus, sondern auch Gemeinschaft, Engagement und die Freude an der Musik. Genau das spürt das Publikum bei Konzerten, Wettbewerben sowie bei besonderen Projekten, womit sich das JBO Marktoberdorf regional, überregional sowie international einen Namen gemacht hat.

„EIN ABEND VOLLER KLANG UND EMOTION“. Drei Solokonzerte, ein Orchester. Das JBO Marktoberdorf hatte sich für seinen Auftritt im Rahmen der Plansee Konzerte wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen. Die Darbietung am vergangenen Montagabend wurde vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten. Die in den letzten Tagen im Walter-Schwarzkopf-Saal entstandenen Aufnahmen sind für eine CD-Produktion vorgesehen. Plansee hat für dieses dreitägige Event den Saal sowie Verpflegung zur Verfügung gestellt. Das anspruchsvolle Programm umfasste drei große Solowerke sowie Filmmusik zu „Robin Hood: Prince of Thieves“. Das erste Stück des Abends war das „Konzert für Violoncello und Blasorchester“ von Friedrich Gulda. Der erste Satz (Ouvertüre) präsentierte sich kraftvoll und selbstbewusst, im zweiten (Idylle) wirkte die Musik ruhig und im dritten (Cadenza) kam das Violoncello als Soloinstrument eindrucksvoll zur Geltung. Das Finale war energiegeladen und großartig. Als Solistin brillierte Hyun-Jung Berger, die für die Besucherinnen und Besucher der Plansee Konzerte keine Unbekannte mehr ist. Im zweiten Stück „Concerto for Trumpet No. 1 – Trumpet Town“ stand die Trompete als charakterstarkes Soloinstrument im Mittelpunkt. Sie wurde von Thomas Kiechle, Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, gespielt. Nach der Pause setzte das JBO Marktoberdorf mit dem Stück „Jeanne d'Arc – Solo for Horn and Band“ fort und erzählte musikalisch von Johanna von Orléans, die bis heute für Mut, Vision und innere Überzeugung steht. Solist Paul Dienel, der seit 2019 Teil des JBO ist, performte hervorragend. Zu schnell verging der Abend, bevor als letztes Stück die Filmmusik zu „Robin Hood: Der Prinz der Diebe“ auf dem Programm stand.

Der erfahrene Dirigent Thomas Wieser, der seit 2004 das JBO Marktoberdorf dirigiert, bedankte sich bei allen Musikerinnen und Musikern, die über drei Tage hinweg für die CD-Produktion/Konzertmitschnitte Höchstleistungen sowie Durchhaltevermögen und Teamgeist bewiesen. Das Publikum honorierte den einmaligen Konzertabend mit Standing Ovations, die das Ensemble zu zwei Zugaben veranlassten. Mit der Polka „Zeitlos“ von Martin Scharnagl sowie dem bekannten „Guten Abend, gut' Nacht“ von Brahms verabschiedete sich das Orchester an diesem eindrucksvollen Abend.

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