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Dritte Apotheke startet im November

Kathleen und Johannes Hochleitner eröffnen Apotheke am Lech in Reutte mit neuen Schwerpunkten

Beim FMZ Lechpark eröffnet im November mit der „Apotheke am Lech“ Reuttes dritte Apotheke. Hinter dem Projekt steht das Apothekerhepaar Kathleen und Johannes Hochleitner. Neben der klassischen Arzneimittelversorgung wollen die Hochleitners mit persönlicher Beratung, moderner Technik und zusätzlichen Angeboten die Außerferner überzeugen. Nach einem mehrjährigen Verfahren laufen derzeit die Umbauarbeiten in der ehemaligen KiK-Filiale.

13. August 2026
Dritte Apotheke startet im November
Kathleen und Johannes Hochleitner eröffnen ihre Apotheke im November.
Foto: Barbara Aichinger
Für das Apotheker-Ehepaar ist die Eröffnung zugleich ein persönlicher Neubeginn. Ende August übersiedelt die Familie von Linz ins Außerfern. Für Kathleen Hochleitner ist es eine Rückkehr in ihre Heimat. Für ihren Mann erfüllt sich damit der lang gehegte Wunsch, dauerhaft in Tirol zu leben.

DIE NEUEN APOTHEKER. Kathleen Hochleitner stammt aus Reutte und studierte Pharmazie in Innsbruck. Johannes Hochleitner, gebürtiger Oberösterreicher, lernte sie während des Studiums über einen gemeinsamen Freund kennen. Bei seinen Besuchen bei Kathleen verliebte er sich in das Außerfern. „Bei jedem Besuch bei Kathleen’s Familie habe ich mir gedacht: Es ist wunderschön hier. Mir taugen die Berge und ich wollte eigentlich immer in Tirol leben“, erzählt Johannes Hochleitner.

WEG ZUR APOTHEKE. Der Wunsch, dauerhaft in Tirol zu leben, führte schließlich dazu, dass sich das Ehepaar auf die Suche nach einem Standort machte, an dem die Eröffnung einer neuen Apotheke möglich war. In Reutte ließen sie den Bedarf bereits im Vorfeld durch ein Privatgutachten prüfen. „Wir haben uns das angeschaut und berechnen lassen. Relativ schnell haben wir gesehen, dass da eben der Bedarf da ist“, sagt Johannes Hochleitner. Auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung hätten den Entschluss bestärkt. „Mit jedem, mit dem wir gesprochen haben, hat es geheißen: Das ist eine gute Idee, weil ein Bedarf da ist.“ Im August 2023 wurde das Projekt veröffentlicht und das Konzessionsverfahren eingeleitet. Zwar habe sich das Verfahren durch das Gutachten der Apothekerkammer über mehr als ein Jahr hingezogen, insgesamt sei es im Vergleich zu anderen Apothekenverfahren aber rasch verlaufen. Das Landesverwaltungsgericht Tirol bestätigte schließlich die Konzession. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass es funktioniert“, betont Hochleitner.

STANDORT MIT VORTEILEN. Für Johannes Hochleitner war der Standort eine bewusste Entscheidung. „Die Parkmöglichkeiten waren uns sehr wichtig“, sagt er. Mit den zahlreichen Parkplätzen direkt vor der Apotheke sowie dem ebenerdigen Zugang soll der Besuch möglichst unkompliziert sein. Auch im Inneren wurde auf die Bedürfnisse der Kunden geachtet. Großzügige Räumlichkeiten bieten ausreichend Platz und sorgen dafür, dass Diskretionszonen eingehalten werden können. „Wir möchten, dass sich die Leute wohlfühlen“, betont Hochleitner. Voll klimatisierte Räume schützen nicht nur die Medikamente, sondern bieten an heißen Tagen auch für Kunden und Mitarbeiter angenehme Temperaturen. Ein automatisches Warenlager übernimmt künftig die Bereitstellung der Medikamente. Dadurch bleibt mehr Zeit für die persönliche Beratung.

BERATUNG IM MITTELPUNKT. Ein besonderes Augenmerk legen Johannes und Kathleen Hochleitner auf den persönlichen Kontakt. „Wir probieren, dass man auf Augenhöhe mit den Kunden spricht und nicht extremes medizinisches Fachjargon verwendet“, sagt Hochleitner. Die Apotheke wolle Lösungen anbieten und Gesundheitsfragen verständlich erklären. Dafür entsteht ein eigener Beratungsraum. Dort sollen künftig unter anderem Medikationsanalysen angeboten werden. Gemeinsam mit den Patienten wird überprüft, ob Medikamente richtig eingenommen werden oder Doppelverordnungen bestehen. Auch Blutzuckermessungen und weitere Gesundheitsdienstleistungen sind geplant. Impfungen möchten die Betreiber anbieten, sobald die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

BESONDERE SCHWERPUNKTE. Ein fachlicher Schwerpunkt soll künftig auf der Pflanzenheilkunde liegen. Johannes Hochleitner promovierte an der Universität Innsbruck in diesem Bereich und möchte dieses Wissen verstärkt in die Beratung einfließen lassen. Geplant ist außerdem eine eigene Hausmarke. Künftig sollen ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel unter einem eigenen Label angeboten werden. Ziel sei ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kunden.

RUND UM DIE UHR. Auch außerhalb der Öffnungszeiten soll die Apotheke zusätzliche Möglichkeiten bieten. Über ein 24-Stunden-Terminal an der Außenseite können künftig Gesundheitsprodukte wie Nasensprays oder Sonnencreme erworben werden. Arzneimittel dürfen aus gesetzlichen Gründen darüber nicht verkauft werden.

MITARBEITER GESUCHT. Neben Kathleen und Johannes sind für den künftigen Betrieb weitere Mitarbeiter gesucht. Geplant sind zwei pharmazeutische Fachkräfte sowie zwei bis drei pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte. Langfristig möchte das Ehepaar auch selbst Lehrlinge ausbilden. Die Eröffnung der „Apotheke am Lech“ ist für Anfang November geplant. Als offiziellen Termin hat das Apotheker-Ehepaar den 9. November angegeben.

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