Erfolgreiche Navigation auf rauer See
Plansee Group trotzt herausforderndem Geschäftsumfeld und liefert sehr gutes Ergebnis
Die Welt ist instabil: Strategische Rohstoffe wie Molybdän und Wolfram sind geopolitisch relevant. Zunehmende Spannungen, Handelskonflikte, fragile Lieferketten, explodierende Wolframpreise und die sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 zu überwinden.
14. Juli 2026
Die Vorstände der Plansee Group können auf ein turbulentes, jedoch sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025-26 zurückblicken: Ulrich Lausecker, Karlheinz Wex (Vorstandsvorsitzender), Andreas Lackner und Andreas Schwenninger (v. l.). Foto: Dengg
Am 7. Juli lud die Plansee Group zur Bilanzpressekonferenz. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex gab dabei einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr und einen Ausblick in die nahe Zukunft der weltweit agierenden Unternehmensgruppe mit Sitz in Reutte/ Breitenwang. Die Wertschöpfungskette reicht von der Aufbereitung von Schrotten und Erzkonzentraten über die Herstellung von Vorprodukten und Rohlingen bis hin zur Entwicklung und Produktion kundenspezifischer Komponenten und Werkzeuge.
WOLFRAM – WICHTIGSTE LEBENSADER FÜR PLANSEE. Das extrem harte, korrosionsbeständige Schwermetall mit dem höchsten Schmelzpunkt von über 3.400 °C ist unverzichtbar für die Hightech-Welt. „Wolfram ist so etwas wie die Lebensversicherung für die Industrie“, erklärte Wex. Es wird für viele Hightech-Anwendungen in der Elektronik, Medizintechnik und anderen Schlüsselbranchen benötigt, wird aber auch in Form von Wolframkarbid (Hartmetall) für die zerspanende Bearbeitung und in der produzierenden Werkzeugindustrie mit 65 Prozent des Jahresweltbedarfs stark nachgefragt. Weltweit werden jährlich rund 120.000 Tonnen Wolfram benötigt. Die Plansee Group liefert rund 14.000 Tonnen Wolframprodukte pro Jahr aus, was 12 Prozent des weltweiten Jahresbedarfs entspricht. China als Hauptlieferant hat seine Ausfuhren gestoppt, wodurch eine extreme Verknappung bei gleichzeitiger Verzehnfachung der Rohstoffpreise eintrat.
Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex berichtete, dass die Plansee Group die Abhängigkeit von China schon frühzeitig erkannt hat und bereits seit zwei Jahrzehnten an der Rohstoffsicherung arbeite. Diese basiere auf dem systematischen Sammeln und Sortieren von Wolframschrotten (Fa. Stadler), der Weiterentwicklung von Recyclingtechnologien und den langfristigen Abnahmevereinbarungen mit Minenbetreibern in Südkorea. Für die eigene Produktion in China werden Rohstoffe aus China verwendet, für jene außerhalb werden Recyclingmaterial (92 %) oder Wolframkonzentrat eingesetzt. Somit ist die Plansee Group in der glücklichen Situation, alle Bestandskunden zu 100 Prozent beliefern zu können.
RESILIENZ ALS WETTBEWERBSVORTEIL. Trotz instabiler Rahmenbedingungen war das abgelaufene Geschäftsjahr eines der besten in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz erhöhte sich um vier Prozent auf nunmehr 2,35 Mrd. Euro, davon 875 Mio. Euro in Reutte. Eine schwache Nachfrage aus der Automobil-, Halbleiter- und Energietechnikindustrie konnte durch wachsende Geschäfte in den Bereichen Luftfahrt, Verteidigung und Medizintechnik kompensiert werden. Die Plansee Group glänzt auch mit anderen wichtigen Kennzahlen. So konnte die Eigenkapitalquote erneut gesteigert werden und erweist sich mit 60 Prozent als grundsolides, stabiles und vollkommen gesundes Unternehmen. Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf 11.120, wovon die meisten in Reutte, gefolgt von China, Deutschland und Indien, tätig sind. Der Neuproduktanteil beträgt weiterhin 30 Prozent, für Investitionen wurden 95 Mio. Euro aufgewendet.
DER NACHHALTIGKEITSBERICHT KANN SICH SEHEN LASSEN. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex erklärte, dass vor fünf Jahren diesbezüglich die richtigen Schwerpunkte gesetzt wurden. Zukünftig gelte es, die „Nachhaltigkeitsreise“ konsequent fortzusetzen. Der Anteil der Elektrizität aus erneuerbarer Energie beträgt stolze 98 Prozent. Die direkten CO2-Emissionen der energieintensiven Prozesse wurden durch die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs um rund 30 Prozent reduziert. Nachhaltige Produktion sei nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft, sondern auch ein entscheidender Faktor für den künftigen Erfolg der Plansee Group.
AUSBLICK IN DIE PLANSEE-WELT. Die Erweiterung der Werke Lechbruck (D), Mysore (Indien) und Kedzierzyn-Kozle (POL) schreitet planmäßig voran. Weitere Fokusthemen seien: Managen der Volatilität, Steigerung der Produktivität, Ausbau der Wolframversorgung und der Wertschöpfung in den Regionen. Karlheinz Wex rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einer Zunahme der geopolitischen Unsicherheiten, gleichzeitig aber auch mit steigenden Umsätzen in den nächsten Monaten und Wachstumsimpulsen aus dem Großteil der Industrien. Alles in allem darf gesagt werden, dass die Plansee Group mit ihrer resilienten Organisation gut aufgestellt ist, um auch in einem anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld weiterhin erfolgreich zu agieren.
WOLFRAM – WICHTIGSTE LEBENSADER FÜR PLANSEE. Das extrem harte, korrosionsbeständige Schwermetall mit dem höchsten Schmelzpunkt von über 3.400 °C ist unverzichtbar für die Hightech-Welt. „Wolfram ist so etwas wie die Lebensversicherung für die Industrie“, erklärte Wex. Es wird für viele Hightech-Anwendungen in der Elektronik, Medizintechnik und anderen Schlüsselbranchen benötigt, wird aber auch in Form von Wolframkarbid (Hartmetall) für die zerspanende Bearbeitung und in der produzierenden Werkzeugindustrie mit 65 Prozent des Jahresweltbedarfs stark nachgefragt. Weltweit werden jährlich rund 120.000 Tonnen Wolfram benötigt. Die Plansee Group liefert rund 14.000 Tonnen Wolframprodukte pro Jahr aus, was 12 Prozent des weltweiten Jahresbedarfs entspricht. China als Hauptlieferant hat seine Ausfuhren gestoppt, wodurch eine extreme Verknappung bei gleichzeitiger Verzehnfachung der Rohstoffpreise eintrat.
Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex berichtete, dass die Plansee Group die Abhängigkeit von China schon frühzeitig erkannt hat und bereits seit zwei Jahrzehnten an der Rohstoffsicherung arbeite. Diese basiere auf dem systematischen Sammeln und Sortieren von Wolframschrotten (Fa. Stadler), der Weiterentwicklung von Recyclingtechnologien und den langfristigen Abnahmevereinbarungen mit Minenbetreibern in Südkorea. Für die eigene Produktion in China werden Rohstoffe aus China verwendet, für jene außerhalb werden Recyclingmaterial (92 %) oder Wolframkonzentrat eingesetzt. Somit ist die Plansee Group in der glücklichen Situation, alle Bestandskunden zu 100 Prozent beliefern zu können.
RESILIENZ ALS WETTBEWERBSVORTEIL. Trotz instabiler Rahmenbedingungen war das abgelaufene Geschäftsjahr eines der besten in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz erhöhte sich um vier Prozent auf nunmehr 2,35 Mrd. Euro, davon 875 Mio. Euro in Reutte. Eine schwache Nachfrage aus der Automobil-, Halbleiter- und Energietechnikindustrie konnte durch wachsende Geschäfte in den Bereichen Luftfahrt, Verteidigung und Medizintechnik kompensiert werden. Die Plansee Group glänzt auch mit anderen wichtigen Kennzahlen. So konnte die Eigenkapitalquote erneut gesteigert werden und erweist sich mit 60 Prozent als grundsolides, stabiles und vollkommen gesundes Unternehmen. Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf 11.120, wovon die meisten in Reutte, gefolgt von China, Deutschland und Indien, tätig sind. Der Neuproduktanteil beträgt weiterhin 30 Prozent, für Investitionen wurden 95 Mio. Euro aufgewendet.
DER NACHHALTIGKEITSBERICHT KANN SICH SEHEN LASSEN. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex erklärte, dass vor fünf Jahren diesbezüglich die richtigen Schwerpunkte gesetzt wurden. Zukünftig gelte es, die „Nachhaltigkeitsreise“ konsequent fortzusetzen. Der Anteil der Elektrizität aus erneuerbarer Energie beträgt stolze 98 Prozent. Die direkten CO2-Emissionen der energieintensiven Prozesse wurden durch die Inbetriebnahme des Elektrolyseurs um rund 30 Prozent reduziert. Nachhaltige Produktion sei nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft, sondern auch ein entscheidender Faktor für den künftigen Erfolg der Plansee Group.
AUSBLICK IN DIE PLANSEE-WELT. Die Erweiterung der Werke Lechbruck (D), Mysore (Indien) und Kedzierzyn-Kozle (POL) schreitet planmäßig voran. Weitere Fokusthemen seien: Managen der Volatilität, Steigerung der Produktivität, Ausbau der Wolframversorgung und der Wertschöpfung in den Regionen. Karlheinz Wex rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einer Zunahme der geopolitischen Unsicherheiten, gleichzeitig aber auch mit steigenden Umsätzen in den nächsten Monaten und Wachstumsimpulsen aus dem Großteil der Industrien. Alles in allem darf gesagt werden, dass die Plansee Group mit ihrer resilienten Organisation gut aufgestellt ist, um auch in einem anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld weiterhin erfolgreich zu agieren.





