Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Neue Pflegeausbildung ab Herbst in Telfs

Mit der neuen Außenstelle der „SOB – Schule für Sozialbetreuungsberufe“ wird praxisnahe Ausbildung angeboten

Ab Herbst 2023 startet in Telfs die neue Pflegeausbildung Sozialbetreuer Altenarbeit mit Pflegeassistenz. Mit der neuen Außenstelle der „SOB – Schule für Sozialbetreuungsberufe“ wird damit eine weitere berufsbegleitende und praxisnahe Ausbildung angeboten. Ziel ist es, mehr junge Menschen für das Thema Pflege zu gewinnen.
23. Mai 2023 | von Nina Zacke
Neue Pflegeausbildung ab Herbst in Telfs<br />
Neue Pflegeausbildung ab Herbst 2023 in Telfs (v.l.): Daria Wascher (Pflegedirektorin Gemeindeverband Altenwohnheim Telfs), Bgm. Christian Härting, LRin. Cornelia Hagele, Erika Eberl (SOB-Ausbildungskoordinatorin) und Matthias Kaufmann (Verwaltungsdirektor Gemeindeverband Altenwohnheim Telfs). Foto: Land Tirol/Krepper
Von Nina Zacke

Der Tag der Pflege stand ganz im Zeichen der Wertschätzung: „Der Tag der Pflege sollte nicht nur zum Anlass genommen werden, um auf die Missstände im Pflegebereich hinzuweisen. Der Tag der Pflege sollte auch dafür genutzt werden, um auf die schönen Seiten dieses Berufs und seine vielfältigen Möglichkeiten zu verweisen. Denn auch wenn der Pflegeberuf viel fordert – er gibt auch viel zurück“, betonte Landesrätin Cornelia Hagele anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai. Es gilt, die diesbezüglichen Ausbildungsmodelle in Tirol zu erweitern und geeignete Rahmenbedingungen für Pflegeauszubildende zu schaffen. So startet kommenden Herbst  in Telfs-Schichtling mit der neuen Außenstelle der SOB – Schule für Sozialbetreuungsberufe ein weiteres berufsbegleitendes Angebot: Die Ausbildung zum Sozialbetreuer Altenarbeit mit Pflegeassistenz.

JUNGE MENSCHEN FÜR DIE PFLEGE BEGEISTERN. Das Ziel ist es, mehr junge Menschen für das Thema Pflege zu motivieren. Denn der Pflegeberuf sei ein unglaublich wertvoller und hochprofessioneller Beruf. „Deshalb bieten wir in Tirol eine Vielzahl an qualitativ hochwertigen und flexiblen Ausbildungsmodellen an, um allen Interessierten den Einstieg in den Pflegeberuf zu ermöglichen. Die Absolventen genießen eine fundierte Ausbildung. Aus diesem Grund sollen ihnen künftig auch mehr Kompetenzen in der Praxis zugesprochen werden“, ist Hagele überzeugt. Konkret betreffe dies etwa eigenständige Entscheidungen im Wundmanagement treffen zu können, um Arbeitsabläufe zu erleichtern.

NACHHALTIGE WEITERENTWICKLUNG AUF BUNDESEBENE. Kompetenzerweiterung, Digitalisierung, Kinderbetreuung und Dienstplansicherheit spielen für die Weiterentwicklung der Pflege in Tirol eine zentrale Rolle. So wird aktuell ein Pilotprojekt mittels Pool-System an den Tirol Kliniken umgesetzt, um die Dienstplansicherheit zu optimieren. Indem die Pflegekräfte direkt einmelden können, an welchen Tagen sie verfügbar sind, wird dabei die Planbarkeit für alle spürbar erhöht.

IN FÜNF SEMESTERN ZUM SOZIALBETREUER IN TELFS. Die Ausbildung zum Fachsozialbetreuer Altenarbeit dauert fünf Semester, schließt mit einer Fachprüfung ab und ist mit der Ausbildung zur Pflegeassistenz verknüpft. Dabei richtet sich das berufsbegleitende Angebot neben Absolventen von mittleren oder höheren Schulen auch an bereits in Heimen tätige Mitarbeiter wie Heimhilfen sowie alle Interessierten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. „Mit diesem Angebot erweitern wir die Ausbildungsmöglichkeiten vor allem für Interessierte aus dem Oberland und bieten ihnen damit eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ausbildung“, so die Landesrätin. Und auch Bürgermeister Christian Härting zeigte sich über die neue Ausbildungsmöglichkeit in der Marktgemeinde begeistert: „Das Pflegeheim Schlichtling bietet mit seinem hochqualifizierten Pflegepersonal und einer modernen Ausstattung die besten Voraussetzungen für den theoretischen und praktischen Unterricht vor Ort. Gemeinsam mit der SOB Tirol sollen hier künftig weitere professionelle Pflegekräfte im Bereich Sozialbetreuung und Altenarbeit ausgebildet werden.“

 

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