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Sterne für nachhaltige Mobilität erhalten

Zahlreiche Gemeinden aus dem Raum Innsbruck Land bekamen ihre „Tiroler Mobilitätssterne“ verliehen

Sichere Radverbindungen, eine vorausschauende Raum- und Siedlungsentwicklung oder gut ausgestattete Haltestellen – Gemeinden spielen eine wichtige Rolle in der Förderung und Mitgestaltung der Mobilitätswende. Doch wie und wo damit anfangen? Im Rahmen des Landesprogramms „Tiroler Mobilitätssterne“ können Gemeinden einen Mobilitätscheck durchführen lassen und sich so anhand einer standardisierten Erhebung einen Überblick über ihr Mobilitätsprofil verschaffen.

Von Christina Hötzel
28. November 2023
Sterne für nachhaltige Mobilität erhalten
Manfred Schafferer (Bgm. Absam), Barbara Erler-Klima (Ersatz-GR Völs), Klaus Gritsch (Bgm. Kematen), Barbara Schramm-Skoficz (Stadträtin Hall in Tirol), Peter Lanthaler (Bgm. Telfes), Heidi Profeta (Bgm. Gnadenwald), Thomas Leitgeb (Mobilitätsbeauftragter Telfes), Regina Stolze-Witting (GR Zirl), Marc Hauser (GR Hatting), Landesrat René Zumtobel, Roland Zankl (KEM-Manager Stubai), Tanja Jenewein (GR Mieders), Roman Krösbacher (Bgm. – Stellv. Fulpmes), Andreas Gleirscher (Bgm. Neustift), Christoph Zingerle (Obmann-Stellv. Ausschuss, Wattens), Hermann Steixner (Bgm. Schönberg), Peter Oberhofer (Klimabeauftragter Inzing), Gregor Reitmair (GR Mutters), Daniela Pfurtscheller (GR Mutters), Marco Untermarzoner (Bgm. Natters). Foto: Energieagentur Tirol/ Obermeier
Von Christina Hötzel

Aus diesem Profil lassen sich die spezifischen Stärken, aber auch Potenziale für die Gemeinde ableiten. Auf der einen Seite können so Impulse in die mobilitätspolitische Arbeit mitaufgenommen werden, auf der anderen Seite werden – angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie – Gemeinden für ihr Engagement gewürdigt. Dass dieses Engagement wichtig ist, weiß auch Landesrat René Zumtobel: „Der Verkehr ist eine der größten Herausforderungen, was den Klimaschutz betrifft. Die Möglichkeiten der Gemeinden, hier aktiv zu werden, sind vielfältig: von der Umstellung des eigenen Fuhrparks auf E-Mobilität bis hin zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs. Denn wenn die richtigen Rahmenbedingungen in der Gemeinde geschaffen werden, entscheidet sich die Bevölkerung auch dafür, Alltagswege umweltfreundlich zurückzulegen. Dies vermindert nicht nur den Kohlendioxid-Ausstoß, sondern schafft auch Lebensqualität und Begegnungen im Ort.“

WAS TUN DIE GEMEINDEN RUND UM TELFS? Unter den insgesamt 68 teilnehmenden Gemeinden der letzten beiden Jahre sind 19 Gemeinden aus dem Bezirk Innsbruck – Land sowie die Stadt Innsbruck. In Wildermieming ist die Umsetzung von Tempo 30 im gesamten Ortsgebiet hervorzuheben. Völs fokussierte sich auf die Schaffung kurzer Fußwegverbindungen, und in Hatting konnte über Grundabtretungen im Zuge von Bauverhandlungen ein wichtiger Gehsteig entlang des Schulwegs errichtet werden. Aus dem Westen des Bezirks konnten die Gemeinden Zirl und Kematen, welche beide schon recht hohe Umsetzungsgrade im 3-Stern Bereich erzielten, ausgezeichnet werden. So besitzt Zirl ein gesamthaftes Mobilitätskonzept und ist bei der Radverkehrsinfrastruktur recht gut aufgestellt – beispielsweise wird der Inntalradweg im Winter geräumt. Kematen hat neben der Anschaffung eines E-Autos für den Fuhrpark auch ein recht einzigartiges Projekt umgesetzt. Hier gibt es versenkbare Müllinseln im Ort, was zahlreiche individuelle Autofahrten von und zum Recyclinghof einsparen kann.

SCHLÜSSELTECHNOLOGIE E-MOBILITÄT. Spürbar aufwärts geht es beim Thema E-Mobilität. „Batterieelektrische Antriebe gewinnen in Gemeindefuhrparks mehr und mehr an Bedeutung. Gut so, denn im motorisierten Individualverkehr kennen wir heute keine klimafreundlichere und effizientere Technologie, um von A nach B zu kommen“, so Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol. „Dass E-Mobilität nicht nur in puncto Fuhrpark für Gemeinden von Relevanz ist, zeigt unser gerade veröffentlichter Leitfaden „E-Mobilität in Gemeinden“. Insbesondere das Angebot von E-Carsharing ist im Aufwind. Mittlerweile gibt es in 51 Tiroler Gemeinden einen Carsharing-Standort – vor zwei Jahren waren es noch 36“, führt er weiter aus.

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