Emil Kaschka ist Poetry-Slam-Vizeweltmeister
Pfaffenhofer Autor, Poetry-Slammer und Filmregisseur wurde Zweiter bei Weltmeisterschaften in Togo in Westafrika
Der gebürtige Pfaffenhofer Emil Kaschka darf sich seit Kurzem Vizeweltmeister im Poetry-Slam nennen. Nachdem er als Vierter bei den Europäischen Poetry-Slam-Meisterschaften gewann, hat der Autor, Slammer und Filmregisseur Österreich bei den Weltmeisterschaften in Togo in Westafrika vertreten und mit nur 0,6 Punkten Differenz zum Weltmeister den zweiten Platz für Östereich geholt.
3. Dezember 2024
Österreichische Slam-Botschafterin Katharina Wenty, Vizeweltmeister Emil Kaschka, Organisator Jeff Eusebio, World-Poetry-Slam-Organisation-Präsident Philip Meersman und Weltmeister Chev aus Amerika (v.r.). Foto: David Dunst
RUNDSCHAU: Herzliche Gratulation zum Vizeweltmeistertitel im Poetry-Slam. Wie war das Gefühl als du gehört hast, dass du Zweiter geworden bist?
Emil Kaschka: Ja, das war schon sehr surreal für mich. Ich hatte schon immer hohe Ziele im Poetry-Slam, und das ist jetzt wie der Gipfel, es hat sich für mich angefühlt, wie das Größte. Und es braucht immer noch Zeit, bis ich es realisieren kann.
RS: Was war dein erster Gedanke danach?
Kaschka: Pure Erleichterung, ich war der Letzte, der auf die Bühne kam und habe mich extrem gefreut, dass der Text funktioniert hat, sodass die Menschen sogar von ihren Plätzen aufgesprungen sind und die Übungen, die der Fitness-Influencer in meinem Text vorzeigt, nachgemacht haben. Ich war einfach erleichtert, dass es für den Vizemeistertitel gereicht hat.
RS: Wie hat sich dein Leben seit Vizeweltmeistertitel verändert?
Kaschka: In mir selber hat sich nichts verschoben, was sich allerdings verändert hat, ist ein großes Interesse von Außen. Österreichweit habe ich so viele Nachrichten und Glückwünsche erhalten, um ein Vielfaches mehr, wie alle meine achtundzwanzig Geburtstage zusammen. Das ist so eine tolle Belohnung.
RS: Seit den Weltmeisterschaften wird medial viel über dich berichtet. Glaubst du, dass dies dazu beiträgt, dass der Poetry-Slam noch mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält?
Kaschka: Also ich hoffe, dass es dem Ganzen noch einen Schub gibt. Aber die Tatsache, dass ich Zweiter geworden bin, hängt davon ab, dass die Szene bei uns bereits sehr groß ist. Im internationalen Vergleich ist die österreichische Poetry-Slam-Szene gut organisiert und unwahrscheinlich unterstützend. Mein Titel ist also auch das Ergebnis einer wahnsinnig guten Szene.
RS: Worum ging es in deinem Text?
Kaschka: Der Text besteht aus mehreren Videos eines Fitness-Influencers, der seine Workouts erklärt, aber in seinen Anleitungen immer mehr ins alltägliche Leben rutscht und empfiehlt, wie man sein ganzes Leben möglichst effizient gestaltet. Man muss noch mehr geben, an einem Ideal schärfen, an einem perfekten Körper, den es gar nicht gibt, was in sozialen Medien derzeit ganz aktuell ist. Und natürlich auch eine Kritik daran ist.
RS Warum hast du diesen Text geschrieben?
Kaschka: Der Text hat mich von selber gefunden. Ich habe zwei Brüder, die viele Workouts machen und mir immer solche Videos schicken. Es steckt etwas Absurdes und Komisches hinter diesen Videos. Den Text habe ich dann eigentlich nur für mich als Spaß geschrieben, dass er bei so vielen Menschen so gut ankommt und etwas auslöst, freut mich umsomehr.
RS: Warst du aufgeregt oder ist Nervosität nach all den Auftritten mittlerweile passé?
Kaschka: Nein, ich war schon sehr aufgeregt. Die Nervosität wird zwar besser, aber gerade, wenn es Meisterschaften sind, bin ich nach wie vor aufgeregt. Es ist keine lähmende Angst, eine kleine Angst mit erhöhtem Puls, viel Herumgehen, wiederholtem Text lesen und öfteren Klobesuchen.
RS: Worauf können wir uns in Zukunft von dir freuen?
Kaschka: Nach sieben Jahren habe ich im Poetry-Slam jetzt eigentlich alles erreicht, was ich wollte, und ich muss kein zweites Mal bei den Weltmeisterschaften mitmachen. Drehbuch und Theater sind derzeit mein Fokus. Über den Sommer habe ich meinen ersten Langfilm geschrieben und bin seit Herbst auf der Suche nach einer Produktionsfirma. Und ich arbeite an einem neuen Roman.
RS: Lieber Emil, vielen Dank für das Gespräch!
Emil Kaschka: Ja, das war schon sehr surreal für mich. Ich hatte schon immer hohe Ziele im Poetry-Slam, und das ist jetzt wie der Gipfel, es hat sich für mich angefühlt, wie das Größte. Und es braucht immer noch Zeit, bis ich es realisieren kann.
RS: Was war dein erster Gedanke danach?
Kaschka: Pure Erleichterung, ich war der Letzte, der auf die Bühne kam und habe mich extrem gefreut, dass der Text funktioniert hat, sodass die Menschen sogar von ihren Plätzen aufgesprungen sind und die Übungen, die der Fitness-Influencer in meinem Text vorzeigt, nachgemacht haben. Ich war einfach erleichtert, dass es für den Vizemeistertitel gereicht hat.
RS: Wie hat sich dein Leben seit Vizeweltmeistertitel verändert?
Kaschka: In mir selber hat sich nichts verschoben, was sich allerdings verändert hat, ist ein großes Interesse von Außen. Österreichweit habe ich so viele Nachrichten und Glückwünsche erhalten, um ein Vielfaches mehr, wie alle meine achtundzwanzig Geburtstage zusammen. Das ist so eine tolle Belohnung.
RS: Seit den Weltmeisterschaften wird medial viel über dich berichtet. Glaubst du, dass dies dazu beiträgt, dass der Poetry-Slam noch mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält?
Kaschka: Also ich hoffe, dass es dem Ganzen noch einen Schub gibt. Aber die Tatsache, dass ich Zweiter geworden bin, hängt davon ab, dass die Szene bei uns bereits sehr groß ist. Im internationalen Vergleich ist die österreichische Poetry-Slam-Szene gut organisiert und unwahrscheinlich unterstützend. Mein Titel ist also auch das Ergebnis einer wahnsinnig guten Szene.
RS: Worum ging es in deinem Text?
Kaschka: Der Text besteht aus mehreren Videos eines Fitness-Influencers, der seine Workouts erklärt, aber in seinen Anleitungen immer mehr ins alltägliche Leben rutscht und empfiehlt, wie man sein ganzes Leben möglichst effizient gestaltet. Man muss noch mehr geben, an einem Ideal schärfen, an einem perfekten Körper, den es gar nicht gibt, was in sozialen Medien derzeit ganz aktuell ist. Und natürlich auch eine Kritik daran ist.
RS Warum hast du diesen Text geschrieben?
Kaschka: Der Text hat mich von selber gefunden. Ich habe zwei Brüder, die viele Workouts machen und mir immer solche Videos schicken. Es steckt etwas Absurdes und Komisches hinter diesen Videos. Den Text habe ich dann eigentlich nur für mich als Spaß geschrieben, dass er bei so vielen Menschen so gut ankommt und etwas auslöst, freut mich umsomehr.
RS: Warst du aufgeregt oder ist Nervosität nach all den Auftritten mittlerweile passé?
Kaschka: Nein, ich war schon sehr aufgeregt. Die Nervosität wird zwar besser, aber gerade, wenn es Meisterschaften sind, bin ich nach wie vor aufgeregt. Es ist keine lähmende Angst, eine kleine Angst mit erhöhtem Puls, viel Herumgehen, wiederholtem Text lesen und öfteren Klobesuchen.
RS: Worauf können wir uns in Zukunft von dir freuen?
Kaschka: Nach sieben Jahren habe ich im Poetry-Slam jetzt eigentlich alles erreicht, was ich wollte, und ich muss kein zweites Mal bei den Weltmeisterschaften mitmachen. Drehbuch und Theater sind derzeit mein Fokus. Über den Sommer habe ich meinen ersten Langfilm geschrieben und bin seit Herbst auf der Suche nach einer Produktionsfirma. Und ich arbeite an einem neuen Roman.
RS: Lieber Emil, vielen Dank für das Gespräch!






