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Neophytenbekämpfung in Inzinger Gaisau

„Drüsiges Springkraut“ und „Kanadische Goldrute“: Maßnahmen zur Bekämpfung von Neophyten laufen seit 2024

Die Gaisau im Gemeindegebiet von Inzing ist ein kleines und besuchenswertes Schutzgebiet, in welchem spezialisierte Arten einen Lebensraum finden. Sie ist eines der letzten verbliebenen komplexen Feuchtgebiete im Talboden im Oberinntal. Unter anderem kann man hier mit etwas Glück den Eisvogel beobachten. Seit einigen Jahren sind jedoch gebietsfremde, invasive Arten auf dem Vormarsch und bedrohen die heimische Pflanzenvielfalt – und damit auch die hier lebenden Tierarten.

29. Juli 2026
Neophytenbekämpfung in Inzinger Gaisau
Sechs Jugendliche des AufBauWerk vom „Jobtraining Lachhof in Volders“ unterstützten die Schutzgebietsbetreuung beim Entfernen von Drüsigem Springkraut und Kanadischer Goldrute. Foto: Land Tirol/Trenker
Im Rahmen von mehreren Aktionstagen unterstützten kürzlich sechs Jugendliche des AufBauWerk vom „Jobtraining Lachhof“ in Volders die Schutzgebietsbetreuung beim Entfernen von „Drüsigem Springkraut“ und „Kanadischer Goldrute“. Naturschutzlandesrat René Zumtobel freute sich über das wertvolle Engagement, schaute persönlich vorbei und bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz der Jugendlichen.

Tiroler Neophytenstrategie. Die gezielte Erfassung und Eindämmung invasiver Arten ist in der Tiroler Neophytenstrategie festgelegt. Regelmäßig gibt es in ganz Tirol Aktionen, um die gebietsfremden Pflanzen zu entfernen – eine schwierige Arbeit, da sich die gebietsfremden Arten oft sehr schnell verbreiten, teilweise mit den Wurzeln restlos entfernt oder gemäht werden müssen. „Wir arbeiten in ganz Tirol gezielt daran, Neophyten einzudämmen. Insbesondere in Schutzgebieten muss gehandelt werden, sobald Neophyten aufkommen, um die Pflanzenvielfalt zu erhalten und damit auch die Lebensgrundlage vieler geschützter Tierarten zu sichern. Dafür braucht es oft auch den Einsatz von ehrenamtlich tätigen Menschen. Ich freue mich sehr über den Einsatz und das Engagement der Trainees im AufBauWerk und vieler Freiwilliger in ganz Tirol, die uns bei der Umsetzung der Neophytenstrategie so tatkräftig unterstützen“, so Landesrat René Zumtobel. Die Neophytenaktion im Schutzgebiet Gaisau dient als Fortsetzung eines Projekts der Universität Innsbruck, im Zuge dessen bereits 2024 und 2025 regelmäßig Bestände von Neophyten in der Gaisau von Studierenden entfernt wurden. Dieses Projekt wurde durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und NextGenerationEU gefördert.

Management von invasiven Arten braucht „langen Atem“. „Für das Management von invasiven Arten braucht man einen langen Atem. Sind sie einmal da, ist es nur noch schwer möglich, sie restlos loszuwerden. Daher werden wir auch in Zukunft regelmäßig Schwerpunktaktionen setzen müssen, um die Artenvielfalt im Gebiet zu erhalten“, berichtet Schutzgebietsbetreuerin Laura Kanduth. „Jede und jeder Interessierte kann dazu beitragen, dass weitere invasive, gebietsfremde Arten auf bisher neophyten-freien Flächen gar nicht erst in Tirol Fuß fassen können. Das heißt unter anderem: Im Garten sollte man auf heimische Pflanzen setzen und keine Tiere, Pflanzen, Samen oder Erde aus anderen Regionen nach Tirol bringen“, appelliert LR Zumtobel.
Neophytenbekämpfung in Inzinger Gaisau
Schutzgebietsbetreuerin Laura Kanduth und Naturschutzlandesrat René Zumtobel setzen sich für die Neophytenbekämpfung ein. Foto: Land Tirol/Trenker

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