Ein ganzes Jahrhundert
Firmengruppe Canal Imst feiert Jubiläum
Von einem Ziegelwerk in Imst zur erfolgreichen Firmengruppe – das Familienunternehmen Canal beging sein 100-jähriges Bestehen
mit einer Feier, die nicht nur Erinnerungen wachrief, sondern
Zukunft versprach.
27. Mai 2025
Dritte und vierte Generation zwischen Stolz und Dankbarkeit: Silvia Pardeller-Canal mit Sohn Norbert Lung nimmt das Ehrendiplom von Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Josef Huber entgegen.
Dass das Unternehmen „Baustoffwerke Canal“ in Imst bereits ein ganzes Jahrhundert überdauert, begreifen viele Imsterinnen und Imster als mehr denn ein bloßes Firmenjubiläum – es gilt ihnen als Versprechen. Ein Versprechen an die Region, an die Kundschaft, an kommende Generationen. Am vergangenen Wochenende beging das Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen – mit einer Feier, die ebenso herzlich wie würdevoll geriet. Schnell wurde deutlich: Wer familiär wirtschaftet, der feiert auch familiär. Entsprechend ungezwungen und warmherzig war die Atmosphäre – getragen von jener Mischung aus Stolz und Bescheidenheit, die aus echter Verbundenheit und harter Arbeit erwächst. Zeugen davon wurde eine illustre Gästeschar aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft: Unter ihnen Landeshauptmann Anton Mattle, Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler, Bürgermeister Stefan Weirather sowie WK-Bezirksstellenobmann Josef Huber – der eigens seine 60er-Feier zugunsten des Jubiläums verschob. Und wer aufmerksam lauschte, merkte rasch – an den Tischen sprach man nicht von Zahlen, sondern von Beziehungen. Von Jahrzehnten des Miteinanders, von Vertrauen, von jener Verlässlichkeit, die nicht bilanziert, sondern gelebt wird.
MUT ALS FUNDAMENT. Silvia Pardeller-Canal begrüßte die Festgesellschaft mit einer festlichen und anekdotischen Rede. Sie erinnerte an ihren Großvater Ludwig Canal, der 1925 das erste Ziegelwerk in Imst gründete – ein mutiger Schritt in einer wirtschaftlich spannenden Zeit. Die Firmenhistorie, sagte sie, sei eine Geschichte des Wandels, aber auch eine der Beharrlichkeit. „Wir verdanken unseren Weg dem familiären Miteinander“, betonte sie. Es war ein Satz, der sich wie ein roter Faden durch den Abend zog. Auch Anton Mattle griff den historischen Bogen auf. In seiner Ansprache erinnerte er an das Jahr 1925, das mit der Einführung des Schillings einen wirtschaftlichen Neubeginn markierte. Mattle plädierte für einen „realistischen Optimismus“ angesichts gegenwärtiger Herausforderungen und rief dazu auf, mutig in die Zukunft zu investieren – so wie es Canal über Jahrzehnte hinweg getan habe.
HANDSCHALGQUALITÄT. Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Brief von Oskar Pfeifer, dem 91-jährigen Wegbegleiter der Familie, der von tiefer Verbundenheit und gegenseitigem Respekt zeugte. Seine Zeilen, vorgelesen von Silvia Pardeller-Canal, ließen erahnen, wie stark die Verankerung der Firmengruppe in der Region ist – weit über das Wirtschaftliche hinaus. Ein weiterer symbolträchtiger Moment: die Anreise von Dekan Angermayer, der – trotz zehnstündiger Fahrt – zur Segnung des Unternehmens erschien. Mit-Geschäftsführerin Sigrid Canal sprach in ihrer Rede über Vertrauen – insbesondere in junge Menschen. Über Lehrlinge, die zu langjährigen Weggefährten werden. Über eine Unternehmenskultur, die sich nicht aus dem Stillstand, sondern aus der Bereitschaft zur Veränderung speist. Ihre Worte kulminierten in einem Wunsch, der zugleich ein Vermächtnis war: noch lange mit Herz, Haltung – und jener Handschlagqualität zu wirtschaften, wie sie ihr Vater stets beschwor.
CHEERS! m Ende war es eine Veranstaltung, die nicht nur eine Festschrift, sondern ein lebendiger Spiegel der Unternehmensphilosophie war. Beim gemeinsamen Essen – einem reich gedeckten Buffet der Werkstatt Imst, liebevoll zubereitet mit regionalen Produkten – mischten sich Anekdoten mit Visionen, Vergangenes mit Kommendem. Ein Jahrhundert Firmengeschichte – das lässt sich in Jahreszahlen und Meilensteinen nachzeichnen: vom Bau des ersten Kammerofens 1938 über die Gründung des ÖBAU-Markts 1995 bis zur Reaktivierung der ehemaligen Lehmgrube 2020. Doch die eigentliche Konstante liegt anderswo – im menschlichen Maß des Handelns, in einem Unternehmergeist, der nicht im Moment verpufft, sondern über Generationen hinweg wirkt. So feierte die Firmengruppe Canal ihr Jubiläum und hob das Glas – auf die Familie, auf die Region und auf das Weiterbauen.
MUT ALS FUNDAMENT. Silvia Pardeller-Canal begrüßte die Festgesellschaft mit einer festlichen und anekdotischen Rede. Sie erinnerte an ihren Großvater Ludwig Canal, der 1925 das erste Ziegelwerk in Imst gründete – ein mutiger Schritt in einer wirtschaftlich spannenden Zeit. Die Firmenhistorie, sagte sie, sei eine Geschichte des Wandels, aber auch eine der Beharrlichkeit. „Wir verdanken unseren Weg dem familiären Miteinander“, betonte sie. Es war ein Satz, der sich wie ein roter Faden durch den Abend zog. Auch Anton Mattle griff den historischen Bogen auf. In seiner Ansprache erinnerte er an das Jahr 1925, das mit der Einführung des Schillings einen wirtschaftlichen Neubeginn markierte. Mattle plädierte für einen „realistischen Optimismus“ angesichts gegenwärtiger Herausforderungen und rief dazu auf, mutig in die Zukunft zu investieren – so wie es Canal über Jahrzehnte hinweg getan habe.
HANDSCHALGQUALITÄT. Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Brief von Oskar Pfeifer, dem 91-jährigen Wegbegleiter der Familie, der von tiefer Verbundenheit und gegenseitigem Respekt zeugte. Seine Zeilen, vorgelesen von Silvia Pardeller-Canal, ließen erahnen, wie stark die Verankerung der Firmengruppe in der Region ist – weit über das Wirtschaftliche hinaus. Ein weiterer symbolträchtiger Moment: die Anreise von Dekan Angermayer, der – trotz zehnstündiger Fahrt – zur Segnung des Unternehmens erschien. Mit-Geschäftsführerin Sigrid Canal sprach in ihrer Rede über Vertrauen – insbesondere in junge Menschen. Über Lehrlinge, die zu langjährigen Weggefährten werden. Über eine Unternehmenskultur, die sich nicht aus dem Stillstand, sondern aus der Bereitschaft zur Veränderung speist. Ihre Worte kulminierten in einem Wunsch, der zugleich ein Vermächtnis war: noch lange mit Herz, Haltung – und jener Handschlagqualität zu wirtschaften, wie sie ihr Vater stets beschwor.
CHEERS! m Ende war es eine Veranstaltung, die nicht nur eine Festschrift, sondern ein lebendiger Spiegel der Unternehmensphilosophie war. Beim gemeinsamen Essen – einem reich gedeckten Buffet der Werkstatt Imst, liebevoll zubereitet mit regionalen Produkten – mischten sich Anekdoten mit Visionen, Vergangenes mit Kommendem. Ein Jahrhundert Firmengeschichte – das lässt sich in Jahreszahlen und Meilensteinen nachzeichnen: vom Bau des ersten Kammerofens 1938 über die Gründung des ÖBAU-Markts 1995 bis zur Reaktivierung der ehemaligen Lehmgrube 2020. Doch die eigentliche Konstante liegt anderswo – im menschlichen Maß des Handelns, in einem Unternehmergeist, der nicht im Moment verpufft, sondern über Generationen hinweg wirkt. So feierte die Firmengruppe Canal ihr Jubiläum und hob das Glas – auf die Familie, auf die Region und auf das Weiterbauen.
Harald Gstrein 





