Zehn Meter ins eisige Nichts
Josef Koch
16. Juli 2026
Foto und Text: Josef (Pepi) Koch,* Bschlabs/Höfen
Am 7. September 1971 herrschten in den Ötztaler Alpen ideale Bedingungen: Der Himmel war wolkenlos, die Sicht klar und die Verhältnisse schienen sicher. Vom Taschachhaus aus machte sich eine Dreier-Seilschaft auf den Weg zur Hochvernagtspitze, darunter Josef „Pepi“ Koch, ein erfahrener Alpinist und Berg- sowie Skiführer. Der Aufstieg verlief planmäßig und auch der Abstieg führte zunächst ohne Zwischenfälle über den Vernagtferner in Richtung Urkundjoch zurück zum Taschachhaus. Der Gletscher war von einer 40 bis 50 Zentimeter dicken Altschneedecke überzogen, die die darunterliegenden Spalten tückisch verbarg. Da keine unmittelbare Gefahr erkennbar war, verzichtete die Seilschaft darauf, am gespannten Seil zu gehen – eine Entscheidung, die sich als folgenschwer erweisen sollte.
Als Seilschaftsführer ging Pepi Koch voraus. Plötzlich brach unter ihm eine scheinbar feste Schneebrücke ein. Er stürzte rund zehn Meter tief in eine Gletscherspalte – in ein dunkles, bedrohliches Nichts. Über sich sah er nur noch die helle Öffnung, während unter ihm das Rauschen eines Gletscherbachs aus der Tiefe drang. Ein Moment, der die ganze Urgewalt des Hochgebirges spürbar machte. Dank der schnellen Reaktion seiner Kameraden, die die Seilrolle einsetzten, konnte Pepi Koch aus der Spalte geborgen werden. Was als traumhafte Hochtour begonnen hatte, wurde so zu einer eindrücklichen Mahnung: Auch bei besten Bedingungen verlangt das Hochgebirge stets höchste Vorsicht und Disziplin. Josef „Pepi“ Koch blieb durch seine Erfahrung und solche Erlebnisse geprägt – als Alpinist, Hochalpinist und Berg- sowie Skiführer, der die Gefahren der Berge kannte und respektierte.
Als Seilschaftsführer ging Pepi Koch voraus. Plötzlich brach unter ihm eine scheinbar feste Schneebrücke ein. Er stürzte rund zehn Meter tief in eine Gletscherspalte – in ein dunkles, bedrohliches Nichts. Über sich sah er nur noch die helle Öffnung, während unter ihm das Rauschen eines Gletscherbachs aus der Tiefe drang. Ein Moment, der die ganze Urgewalt des Hochgebirges spürbar machte. Dank der schnellen Reaktion seiner Kameraden, die die Seilrolle einsetzten, konnte Pepi Koch aus der Spalte geborgen werden. Was als traumhafte Hochtour begonnen hatte, wurde so zu einer eindrücklichen Mahnung: Auch bei besten Bedingungen verlangt das Hochgebirge stets höchste Vorsicht und Disziplin. Josef „Pepi“ Koch blieb durch seine Erfahrung und solche Erlebnisse geprägt – als Alpinist, Hochalpinist und Berg- sowie Skiführer, der die Gefahren der Berge kannte und respektierte.




