Der Winter kommt…

Im Gespräch mit der RUNDSCHAU: Bernhard Schöpf, Geschäftsführer der Imster Bergbahnen, und Betriebsleiter Stefan Kropf (v.l.) RS-Foto: Heiss

Imster Bergbahnen-Geschäftsführer Schöpf im RS-Gespräch

Nicht mehr allzu lange, dann ziehen wieder zahlreiche Ski- und Snowboardfahrer ihre Kurven auf den Hoch-Imster Pisten, Schneeschuhwanderer stapfen den Berg hinauf und Familien sausen auf der Rodel oder im beliebten Alpine Coaster wieder hinunter. Generell erwarten die Imster Bergbahnen auch heuer eine gute Saison. Wie sie mit steigenden Besucherzahlen, dem begrenzten Parkplatzangebot umgehen und über die allgemeine Situation bei den Imster Bergbahnen sprach die RUNDSCHAU kürzlich mit Geschäftsführer Bernhard Schöpf und Betriebsleiter Stefan Kropf. 

Von Barbara Heiss

Ein jedes Skigebiet muss im Laufe des Sommers seine Pisten, Lifte und Schneewanderwege fit für die kommende Wintersaison machen. Auch bei den Imster Bergbahnen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die RUNDSCHAU sprach Bernhard Schöpf und Stefan Kropf über die Lift- sowie Parkplatzsituation, aber auch über die Skiroute „Hinteres Hochmahd“ und den Ursprungweg, als wichtige Alternative für Tourengeher zum Aufstieg entlang der Skipiste, und die Alpjoch-Abfahrt.

„Keine Rede von Zitterpartie“

„Die Alpjoch-Abfahrt ist noch ein Teil der Beschneiungsmaßnahmen, deshalb die Grasnarbe entlang der Abfahrt. Diese Baustelle sollte aber bis Ende des Monats fertiggestellt sein“, erklärt Schöpf. Was die Beschneiung anbelangt, gebe es hier im kommenden Winter eine deutliche Verbesserung. „Der Jochteil ist der letzte Teil, der heuer noch verbessert werden muss“, erklärt der Geschäftsführer. Überlegt werden müsse aufgrund der Wassermengen auch eine größere Pumpe, die aber momentan im Gebäude keinen Platz hätte. „Damit warten wir, bis auch der Lift erneuert werden muss“, so Schöpf. Durch eine externe Begutachtung wird die gesamte Liftanlage in Hoch-Imst durchleuchtet. Bis Ende des Jahres werden die Ergebnisse bekanntgegeben. „Danach werden die Eigentümer entscheiden, wie es mit dem Lift weiter geht. Ziel ist es, die vorhandenen Anlagen auszutauschen. In welchem zeitlichen Ablauf dies erfolgen wird, wird erst nach der externen Begutachtung feststehen“, stellt er klar. Die bestehenden Anlagen werden laut Schöpf allerdings regelmäßig gewartet und geprüft: „Hier kann in keinster Weise von einer Zitterpartie gesprochen werden. Vor einigen Jahren wurde beispielsweise die Steuerung in der oberen Sektion ausgetauscht, das ist alles topmodern. Die Beschaffung der Ersatzteile gestaltet sich oft schwierig, da die Liftanlage ansich natürlich nicht mehr die neueste ist. Man bekommt die Ersatzteile, muss aber mit einer langen Vorlaufzeit rechnen.“ Zudem nehmen die Wartungs- und Reparaturkosten mit der Zeit Überhand, weshalb eine neue Liftanlage in den nächsten Jahren angedacht werden müsse. „Die Sicherheit ist aber zu jeder Zeit gegeben“, so Schöpf. 

„Kurzfristig reagieren“

„Grundsätzlich ist es natürlich nicht zwingend etwas Schlechtes, wenn unser Parkplatzangebot gut besucht ist“, schmunzelt Bernhard Schöpf über die Parkplatzsituation. Aber man müsse klarerweise etwas tun, heißt es seitens der Geschäftsführung. Geplant seien 140 zusätzliche Auto-Abstellmöglichkeiten. Dazu müsse man aber noch ein forstrechtliches Gutachten einholen. Man werde auch im Winter weiteres Personal aufnehmen, die Parkplatzweisungen vornehmen, wenn es notwendig ist. Auch ein Shuttledienst ist wieder geplant, der aber laut Schöpf leider nur wenig angenommen werde.

Eine Skiroute muss per Definition lawinensicher sein, wird aber weder präpariert noch kontrolliert – so auch die Skiroute „Hinteres Hochmahd“ in Hoch-Imst. Foto: Kropf
„Es ist und bleibt eine Skiroute“

Viele seien sich bei der Skiroute „Hinteres Hochmahd“ nicht ganz bewusst, wo die Route wirklich verlaufe, so Schöpf. „Die Strecke wird jedes Jahr von mir und dem Waldhirt abgegangen. Die Skiroute sei aber ganz klar nicht für Anfänger-Skifahrer geeignet. Die Skiroute gibt es seit Bestehen des Alpjochlifts. Alle 50 Meter befindet sich eine Skirouten-Tafel. Für eine Skiroute gibt es allerdings eine klare Deklaration: Sie muss lawinensicher sein, wird aber weder präpariert noch kontrolliert“, so Kropf, der hier klar von herkömmlichen Pisten unterscheiden möchte. Bis Ende November soll zudem die Baustelle beim Hochbehälter, die derzeit noch den bei Tourengehern beliebten Ursprungweg blockiert, laut Auskunft der Stadtwerke abgeschlossen sein. „Dann ist er wieder ganz normal nutzbar“, so Schöpf.

„Luft nach oben“

„Die Gastronomie in Hoch-Imst ist ganz klar nicht zufriedenstellend. Auch was das Sitzplatzangebot betrifft. Das ist uns allen bewusst. Gerade wenn es um das geschlossenen Winkler-Gasthaus geht, können wir als Bergbahnen nicht sagen, ob die Familie Winkler aufsperren muss oder nicht. Das muss familienintern geklärt werden“, so Schöpf. Zuversichtlich sei man aber, dass das Waldcafé wieder in Betrieb gehen wird. Sicher sei aber auch das noch nicht.

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