Eine Hommage

Die Künstlerinnen und Künstler des Abends gaben eine imposante Visitenkarte asiatischer Kultur ab. RS-Foto: Claus

König Ludwig wurde gefeiert

(cl) Fernöstliches Flair zog am Sonntagabend in Ludwigs Festspielhaus in Füssen ein: Künstlerinnen und Künstler aus Thailand präsentierten Werke aus ihrer Heimat – von Klassischem bis hin zu zeitgenössischer Folklore.

Anmut und Grazie – wie bei der thailändischen Volksdrama-Aufführung „Likay“, die einen biblischen Bezug hat – waren beeindruckend. RS-Fotos: Claus

Mit Anmut und Grazie erzählten die Darsteller, begleitet von Pianist Nat Yontararak, sagenumwobene Geschichten aus dem alten Thailand, früher Siam. Unter dem Titel „Hommage an den König“ präsentierten sie eine Vielzahl von Meisterwerken, die eigens für Könige komponiert waren.
Seit 2017 tourt das Ensemble durch Europa, Russland und die arabischen Emirate und hat nun in Füssen Halt gemacht. Neben Pianist Yontararak unterstützte der führende Schlagzeuger Polens, Lukasz Kurzydlo, die musikalische Hintergrundmusik. Ganz sicher war es für die Zuschauer nicht einfach, den theatralischen Hintergrund der grazilen Auftritte zu verstehen, da die Moderatorin nur in englischer Sprache erklärete; der Geist und die bedingungslose Unterwerfung gegenüber dem König konnten aber zumindest erahnt werden. Auf jeden Fall war es ein nicht alltägliches Erlebnis, eine Kultur zu erleben, die für uns Europäer nicht immer nachvollziehbar ist. Der außergewöhnliche Abend bescherte den Besuchern eine asiatische Reise – nicht nur fürs Auge, sondern auch fürs Ohr. Der begeisterte Applaus war mehr als verdient; die Vorstellung im Rahmen des Hauses, das sich zum großen Teil mit König Ludwig II. identifiziert, ließ sich mit einer künstlerischen Ehrerbietung an den König von Thailand sehr gut verbinden.

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