Generationswechsel!

Das Glascockpit mit großformatigen Displays bietet den Piloten beste Voraussetzungen. RS-Foto: Fürrutter

Der  neue „RK-2“ – die H 145 wurde offiziell in Dienst genommen

Es begann im März 2002. Damals wurde der  „alte“ RK-2 in Höfen stationiert. Seit 2005 ist der Hubschrauberstützpunkt am BKH Reutte angesiedelt. Bis heute wurden etwa 13000 Einsätze getätigt und damit ein wichtiger Beitrag zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung geleistet. Um diese hervorragende Arbeit weiter bestmöglich zu garantieren, hat das neue Arbeitsgerät jetzt seinen Dienst angetreten.

ARA-Geschäftsführer Peter Huber betonte bei seiner Ansprache die besondere Herausforderung an die Besatzung des RK-2 durch die geografische Vielfalt des Einsatzgebietes. Oft finden Einsätze in unwegsamem Gelände statt, Mensch und Maschine müssen darauf eingestellt sein.
Die H 145 bringt diese Voraussetzungen mit. Der Hubschrauber wird in erster Linie zu Notfalleinsätzen alarmiert, ganzjährig auch zu Bergeinsätzen. Bei Bedarf führt der „RK-2“ auch Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken durch. Seit Juli 2011 verfügt der Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung über eine fest installierte Seilwinde, mit der Einsätze im alpinen Gelände durchgeführt werden können, wenn eine Landung am Einsatzort nicht möglich ist. Mit dem 90 m langen Windenseil können bis zu 270 kg transportiert werden. Bei durchschnittlich jedem siebenten Rettungseinsatz wird die Rettungswinde genutzt.
Die H 145 verfügt über zwei Turbinen mit je 828 PS. Mit ihren 1656 Pferdestärken kann die Maschine schneller steigen und mehr Last befördern als ihr Vorgänger. Im neuen Fenestron-Heckrotor drehen sich die Rotorblätter in einem Gehäuse. Damit ist er besser vor Beschädigungen geschützt und bietet mehr  Sicherheit für die Einsatzkräfte am Boden oder sich nähernden Personen. Das ist vor allem bei nächtlichen Rettungseinsätzen sehr wichtig. Der geringere Geräuschpegel macht sich besonders in Reiseflughöhe bemerkbar.
Die Piloten schätzen die großformatigen Displays im hochmodernen Glascockpit, die alle wichtigen Triebwerks-, Fluglage- und Luftrauminfos angezeigen. Auf dem Wetterradar sind schnell wechselnde Wetterlagen rechtzeitig zu erkennen. Integriert ist auch eine verbesserte satellitengestützte Navigation, die es erlaubt, auch ohne Sicht nach außen in den Wolken zu fliegen.
Der Vierachsen-Autopilot kann Steuerfunktionen automatisch übernehmen und die Piloten entlasten, was die Flugsicherheit erhöht. Der Hubschraubertyp H 145 ist zugelassen für den Einsatz von Nachtsichtgeräten (Night Vision Goggles) und verfügt über eine vollumfassende Nachtflugausstattung, die unter anderem einen Hochleistungsscheinwerfer und eine spezielle Cockpit-Konfiguration umfasst.
Die Reichweite des Hubschraubers liegt bei rund 700 km, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 262 km/h überwindet die H 145 größere Distanzen in kurzer Zeit.