Großer Zapfenstreich

Nach der gelungenen Aufführung gesellten sich auch Bürgermeister Karl Raich, Schützenhauptmann Gerhard Wechselberger, Christof Plattner, Musikkapelle Jerzens, Schützenobmann Dietmar Reinstadler und Matthias Eiter (v.r.), Musikkapelle Wald, zu den Zuschauern und ließen den Abend gemeinsam ausklingen. RS-Foto: Burger

Besondere Aufführung der Musikkapelle Jerzens

Mit einem besonderen musikalischen Genuss überraschte die Musikkapelle Jerzens mit Unterstützung der Musikkapelle Wald und der Schützenkompanie Jerzens das Publikum am Abend vor Fronleichnam. Der „Große Österreichische Zapfenstreich“ ist eine traditionelle und besondere Herausforderung, die das Geschick und die Harmonie zwischen den einzelnen Gruppen und Solisten verlangt.

Von Mel Burger

Nach der hervorragenden Leistung der Musikkapelle Jerzens beim Bezirkswertungsspiel in Tarrenz Ende März, die mit einer Goldmedaille und einer Auszeichnung belohnt wurde, punkteten sie am vergangenen Mittwochabend erneut mit einem musikalischen Highlight und luden zur Aufführung des „Großen

Auch die Jüngsten wie Anna und Simon aus Jerzens unterstützen den feierlichen Anlass. RS-Foto: Burger

Österreichischen Zapfenstreichs“ ein. Das zeremonielle Musikstück, das 1965 von Siegfried Somma anlässlich der Zugehörigkeit Tirols zu Österreich zusammengestellt wurde, besteht aus drei Teilen. Die Musikkapelle sowie die Schützenkompanie Jerzens probten gemeinsam das Stück ein und bewiesen ein gekonntes Zusammenspiel zwischen Traditionsmärschen, Trommelsignalen, Ehrensalven und Trompetensolos. Fixer Bestandteil des Musikstücks ist die Österreichische Bundeshymne. Als Einleitung marschierten die Kapellen Jerzens und Wald zum Festplatz und stellten so die näher kommende Feldmusik dar. Nach Darbietung von Trommel- und Paukenwirbeln gaben die Musikanten altösterreichische Hornsignale „Habt Acht“, „Sturm“ und „Attacke“, die von zwei Solobläsern geblasen wurden, zum Besten. Daraufhin schlugen die Trommler die Retraite und das Signal „Zapfenstreich“ in konzertanter Ausführung. Im zweiten Teil schlugen die Schlagzeuger das „Gebet“ und aus der Ferne blies der Solotrompeter, der auf einem benachbarten Balkon untergebracht wurde, ebenfalls zum Gebet, bevor das Orchester das Soldatenlied anstimmte. Im dritten Teil kommt es nach dem Höhepunkt, der Österreichischen Bundeshymne, zu einem weiteren Signal des Solotrompeters, dem „Abblasen“ und die Kapelle beendete mit dem „Abschlagen“ diese militärische Abendmusik. Während allen Teilen schlossen sich auch die Schützen mit ihren Kommandos wie „Habt acht“, „Präsentiert“, „Ruht“ und vielen mehr dem Verlauf des Schauspieles an. Nach dem dargestellten Abmarsch beider Kapellen und der Schützenkompanie trafen sich alle Zuschauer und Mitwirkenden zum gemütlichen Ausklang des Abends beim Festplatz, während die Musikkapelle Wald ein vorbereitetes Kurzkonzert aufführte.

Der Solotrompeter aus der Ferne wurde kurzerhand auf einem benachbarten Balkon untergebracht. RS-Foto: Burger

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