„Hauptsache es geht etwas in Tirol weiter“

Marco Regensburger liebt die abwechslungsreiche Arbeit als Klubdirektor der Neos Tirol. RS-Foto: Heiss

Marco Regensburger, neuer Klubdirektor der Neos Tirol, im RUNDSCHAU-Gespräch

Mit seinen 27 jungen Jahren ist Marco Regensburger seit 1. April der neue Klubdirektor der Neos Tirol. Für die Neos arbeitet der gebürtige Roppener vor allem, um bei den Themen Bildung, Verkehr und Transparenz in Tirol etwas voranzubringen. Die RUNDSCHAU sprach mit ihm über seinen Werdegang.   

Von Barbara Heiss

Schon früh gab es in Marco Regensburger ein großes Interesse an Politik – richtig gereift sei dies aber erst in einem Auslandssemester im Zuge seines Politik- und Wirtschaftswissenschaftsstudium in Brasilien. „Ich war dort unter anderem auch an einer Schule, in der sowohl Kinder aus reichen als auch ärmeren Familien unterrichtet wurden. Trotz des vermeintlich geringeren Niveaus der Schulbildung sprachen die meisten Kinder dort mehrere Sprachen perfekt. Das müsse doch auch bei uns möglich sein, dachte ich mir, und wollte in diesem Bereich etwas verändern“, so Regensburger zu seiner Motivation, sich in der Politik zu engagieren. Schnell war dann klar, dass seine politische Heimat bei den Neos sein würde.

Quereinsteiger

„Ich habe mich eigentlich als Quereinsteiger für die Position des stellvertretenden Klubdirektors beworben“, so der Roppener, der momentan aber viel in Innsbruck lebt. Durch eine Online-Bewerbervorauswahl durch die verschiedenen Vorstände und Mitglieder der Neos konnte er sich schließlich diese Position sichern. Mit 1. April wurde Regensburger nun zum Klubdirektor befördert. „Zu meinen Hauptaufgaben zählen das Erstellen von Anträgen und Anfragen im Landtag sowie das Verfassen von Presseaussendung zusammen mit meinen zwei Mitarbeitern. Ich bin aber natürlich kein Politiker im eigentlichen Sinne. Wir agieren eher im Hintergrund“, erklärt der 27-Jährige.

Teamfähig

Dabei ist ihm eine flache Hierarchie und hohe Flexibilität wichtig. „Wir arbeiten als Team und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden – auch mit anderen Parteien.“ Regensburger versteht sich und seine Partei oft als „Mittelmann“ zwischen den politischen Mitspielern. „Als Opposition sind wir natürlich schwer von den Mehrheitsparteien abhängig. Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten und dabei so viele von unseren Ideen einbringen, wie nur irgendwie möglich. Aber im Prinzip ist es egal, welche Farbe am Zug ist, Hauptsache es geht etwas in Tirol und für die Tiroler weiter.“ Einige Anträge der Neos konnte auch durch seine Arbeit als Klubdirektor im Tiroler Landtag durchgebracht werden. „Zum einen haben wir beispielsweise eine Lehrlingsoffensive für Berufsschüler gestartet, die außerhalb von Tirol zur Schule gehen müssen. Sie sollen einen Zuschuss für die Fahrkosten bekommen“, freut sich Regensburger über die Erfolge. Den beruflichen Erfolg habe er aber vor allem seiner Familie in Roppen und den vielen Neos-Unterstützern in ganz Tirol zu verdanken. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Marco Regensburger abschließend.

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