Hohe Beteiligung am Ausbilderstammtisch

Die Vortragenden: Johannes Leismüller (l.), Peter Frick (Mitte) und Ronald Häsele (r.). RS-Foto: Weber

Betriebsführung, Impulsvorträge und geselliges Beisammensein

Die Plansee-Group war Schauplatz des diesjährigen Ausbilderstammtisches im Bezirk Reutte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigten das Ceratizit, hörten interessante Referate und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Von Michaela Weber

Das ungezwungene Treffen beim Ausbilderstammtisch ermöglicht Ausbildern verschiedenster Branchen, sich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Vernetzungen zu pflegen.
48 Interessierte nahmen am Treffen für Ausbildungsbetriebe in Reutte teil. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden die Ausbilder aus 23 verschiedenen Betrieben in mehreren Gruppen durch die Arbeitshallen des Ceratizits geführt. Von der Pulverfertigung zur Presserei bis hin zur Sinterei wurden den Interessierten die hochkomplexen Arbeitsvorgänge in der Verarbeitung von Hartmetallen erklärt. Die letzten Schritte führten Richtung Seminarraum. Vor und nach den Vorträgen gab es ein reichhaltiges Buffet, das dankbare Abnehmer fand.

Werkhaus.

Johannes Leismüller stellte die Initiative „Werkhaus“ vor. Diese offene Werkstätte bietet „Selbermachern“ die Gerätschaften für den Elektro-, Metall-, Holz- und Textilbereich. Ein Tageseintritt oder die Jahresmitgliedschaft ermöglichen jedermann/frau die Nutzung der Maschinen. Auch Hilfe in der Umsetzung von kreativen Ideen wird im „Werkhaus“ angeboten. 3D-Objekte können mittels Laserdrucker angefertigt werden. Die Initiatoren – Johannes Leismüller und Sandra Moosbrugger-Koch – wollen mit ihrer Idee verstärkt Jugendliche und Lehrlinge ansprechen. Taktisch ausgearbeitete Konzepte in der Digitalisierung ermöglichen den Weg vom Nutzer zum Macher. Das „Werkhaus“ ist eine von Microsoft anerkannte Bildungseinheit und wird im Juni eröffnet.

Ausbildung 4.0.

Peter Frick (Leiter der Lehrlingsausbildung Plansee-Group) referierte über die Ausbildung 4.0. Dabei setzten sich die Anwesenden mit der Frage: „Machen wir es richtig?“ und „Welche Kompetenzen braucht die Ausbildung der Zukunft?“ auseinander. Selbstreflexion der Ausbilder und ein Ausflug in die Neurophysiologie von Ronald Häsele (Fachberufsschullehrer Handel/Büro) für ein besseres Verständnis der lernenden Mitarbeiter folgten. Kurzum, ein interessanter Nachmittag, der gut organisiert war.

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