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Imst | Chronik | 17. Jänner 2023 | Gebi G. Schnöll

BH Imst ließ im Hinterötztal Ställe räumen

BH Imst ließ im Hinterötztal Ställe räumen<br />
Schweine des Hinterötztaler Landwirtes im eigenen Dreck: Tierhaltung sollte eigentlich anders aussehen. Foto: privat
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Bauer soll Tiere vernachlässigt haben – insgesamt 80 Rinder, Yaks, Schweine und Schafe wurden abtransportiert

Amtstierarzt, Behördenvertreter und Polizisten waren am vergangenen Freitag in Sölden und Längenfeld unterwegs, um dort aus Stallungen etliche Nutztiere eines Hinterötztaler Bauern abzutransportieren. Blogger Markus Wilhelm hatte im Vorfeld mehrmals über seine Social Media-Plattform auf verwahrloste und tote Tiere hingewiesen und die BH zum Handeln aufgefordert. Dort reagierte man: „Es gab fast wöchentlich Kontrollen, jetzt wurden alle Tiere weggebracht“, schildert Bezirkshauptfrau Eva Loidhold. Der betroffene Bauer erklärt gegenüber der RUNDSCHAU, dass sein Vieh vor Giftanschlägen in Sicherheit gebracht worden sei.
Von Gebi G. Schnöll

Bei den abtransportierten Tieren handelt es sich um Yaks, Rinder,  Schafe und Schweine. Etliche Tiere wurden in Ställen außerhalb des Ötztals untergebracht, ein Schwein musste vor Ort notgeschlachtet werden. Wo sich die Tiere jetzt befinden, wird von der Behörde nicht preisgegeben. Schlachtungen von Schweinen in schlechtem Zustand sollen bereits im vergangenen Herbst behördlich angeordnet worden sein, doch im Ötztal fand sich kein Metzger, der diese vornehmen wollte. Im Unterland soll dann doch ein Schlachter gefunden worden sein, der die Tiere erlöste.  Der Sölder Blogger Markus Wilhelm hat über seine Plattformen bereits öfters auf verwahrloste und tote Tiere aufmerksam gemacht. Die RUNDSCHAU bat den Landwirt mehrmals um einen Lokalaugenschein und um ein klärendes Gespräch, jedes Mal versprach er per Mail einen Termin zu fixieren, jedes Mal war es nicht mehr als „reine Pflanzerei“.

TIERHALTEVERBOT WIRD GEPRÜFT. Für die untragbaren Zustände will der  Hinterötztaler Bauer nicht verantwortlich sein: „Die Tiere wurden in Sicherheit gebracht, weil bisher mindestens 50 meiner Nutztiere auf mysteriöse Weise umgekommen sind. Ob durch Gift oder durch eine Krankheit kann ich nicht sagen!“ Laut Bezirkshauptfrau Eva Loidhold soll es sich um 22 Rinder, 13 Yaks, sechs Schweine und 40 Zacklschafe handeln, die jetzt in Stallungen außerhalb des Ötztals untergebracht sind. Einige der Yaks sollen sich in einem eher schlechten Zustand befunden haben. Loidhold betont, dass es in den Stallungen seit einigen Monaten fast wöchentlich Kontrollen gegeben habe. „Unter anderem wurden auch Kadaver untersucht, an denen aber keine Haltungsschäden festgestellt werden konnten. Wir haben immer wieder versucht mit dem Landwirt einen Weg für eine weitere Vorgangsweise zu finden, funktioniert hat das am Ende nicht“, so
Loidhold. An der BH Imst wird nun ein Tierhalteverbot für den Ötztaler Landwirt geprüft.
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