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Imst | Chronik | 12. Mai 2020 | Peter Bundschuh

Gefahrenquelle in Imsterau

Gefahrenquelle in Imsterau
Dem Imsterberger Bürgermeister Alois Thurner wurde seitens der Bundesbahn die Errichtung eines Kinderschutzzaunes nahe der Station Imsterau im Gemeindegebiet von Imsterberg mündlich zugesagt. RS-Foto: Bundschuh
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ÖBB verspricht Zaun zur Sicherheit der Anrainerkinder

Die Bundesbahnen haben sich nunmehr bereit erklärt, auch ohne Bestehen einer rechtlichen Verpflichtung den Gleiskörper in der Imsterau streckenweise durch einen Zaun abzusichern. Das „Nein“ aus Wien wurde von den Tiroler Bahnverantwortlichen zurückgenommen und nach Intervention seitens Bürgermeister Thurner eine Kulanzlösung zugesagt.
Von Peter Bundschuh

Dass die händisch betriebenen Schranken entlang der Bahnstrecke in der Imsterau (Gemeinde Imsterberg) durch eine moderne automatische Anlage ersetzt wurden, ist nicht nur in Bezug auf den Verkehrsfluss zu begrüßen, auch für Einsatzfahrzeuge verkürzen sich Wartezeiten, was unter Umständen lebensrettend sein kann. Allerdings verschwanden mit dieser Automatisierung auch die in einer Höhe von etwa einem dreiviertel Meter verlaufenden Stahlseile entlang der Gleisanlage. Und wo liegt da das Problem? Die Zug-Absenkeinrichtung war zum Betrieb der Schranken installiert, die Seile wirkten aber auch als „Kindersicherung“, zwar nicht als perfekter Schutz, aber dennoch als „Bremse“. Zwischen Straße, Grünstreifen und Trasse besteht nunmehr kein Hindernis mehr, was bei den Anrainern Besorgnis auslöste und zu einer Kontaktaufnahme mit den ÖBB führte.

MAIL NACH WIEN. Die Eltern schilderten die Situation der ÖBB Infrastruktur AG in Wien und regten die Errichtung einer Sicherung in Form eines Zauns oder einer Lärmschutzwand an. Unter Berufung auf das Eisenbahngesetz wurde im Antwortschreiben darauf hingewiesen, dass den Seilen in keiner Weise eine Schutzfunktion zugedacht war und das Ansinnen der Imsterau Bevölkerung rundweg abgelehnt. Der betreffende § 46 wurde dabei zwar korrekt zitiert, in diesem Zusammenhang löste sein Wortlaut aber bei den betroffenen Menschen Irritationen aus. Denn dass die Kinder über keine Erlaubniskarte zum Betreten des Gleiskörpers verfügen und der Aufenthalt somit nicht rechtens wäre, liegt ja wohl auf der Hand.

DORFCHEF UNTERSTÜTZT BAHNANRAINER – MIT ERFOLG. Auch Bürgermeister Alois Thurner sah Handlungsbedarf seitens der Bahn, agierte lösungsorientiert und erhielt seitens der Zuständigen in Tirol letztlich die verbindliche mündliche Zusage zur Errichtung eines Zauns, wie Thurner der RUNDSCHAU Anfang März in einem Bürgermeistergespräch versicherte und am vergangenen Freitag bestätigte. Abgesehen vom zugesagten Zaun, der auf einer Länge von etwa 170 Metern zu errichten wäre, gibt es bereits eine seitens Bundesbahn erstellte Sicherungsbarriere in der Erlensiedlung (ebenso Imsterau). Dort existiert seit längerem eine Gleisbegrenzung und der straßenseitig davor gelegene Grünstreifen in ÖBB-Eigentum wurde den Anrainern zur Nutzung überlassen. Auf die Verwirklichung eines ähnlichen Modells wird nun östlich der Bahnstation gewartet, denn wohl Corona-bedingt hat bis zu Redaktionsschluss noch kein Bautrupp der Bahn die Arbeiten aufgenommen.
Gefahrenquelle in Imsterau
Bürgermeister Alois Thurner: „In der Erlensiedlung (Imsterau, Anm.) besteht bereits seit längerem ein Sicherungszaun und die Grünstreifennutzung durch Anrainer der Gleisanlage. Eine weitere Absicherung, ebenso Imsterau, wurde seitens ÖBB zugesagt.“ RS-Foto: Bundschuh
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