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Imst | Kultur | 14. September 2022 | Martin Grüneis

Kultur mit ordentlich Würze

Kultur mit ordentlich Würze
l.: Trug mit seinem Bass wesentlich zum Erfolg des Abends bei: Flo Hupfauf
r.: Wusste sowohl am Saxophon als auch am Mikrofon zu überzeugen: Musikdirektor Florian Bramböck RS-Foto: Grüneis
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REDAKTION
Imst  Martin Grüneis
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Jüngst ging der 100. Jazzknödel über die Bühne – die Jubiläumsband sorgte für große Begeisterung

Dazumal noch unter dem Namen Jazz-Huangart, erblickte der Jazzknödel im November 2011 das Licht der Welt. Das Format erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit und ist weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt. Anlässlich des 100. Jazzknödel formierte sich eine besondere Band, die einen Querschnitt aller Musiker darstellte, die in den letzen elf Jahren zu Gast im Gasthof Hirschen waren. Und auch wenn die Virtuosen, die an jenem Abend auf der Bühne standen, noch so verschieden sein mögen, eint sie doch die Liebe zur Musik. Eben dies konnten sie die Zuhörer deutlich spüren lassen. Mit hörbarer Lust und purer Leidenschaft zog die Jazzknödel Jubiläums-Band das Publikum in ihren Bann.
Von Martin Grüneis

Wie der Auftakt am besten beschreiben lässt? Wohl am ehesten mit einem Raketenstart. Die Jubiläumsband rund um „Musikdirektor“ Florian Bramböck versprühte nämlich von Beginn an jede Menge Power. Eröffnet wurde der 100. Jazzknödel mit dem Stück „Sister Sadie“ von Horace Silver. Den Musikern merkte man bei dieser Nummer und auch zu keinem anderen Zeitpunkt an, dass sie noch nie zuvor in dieser Konstellation zusammen auf der Bühne standen. Überzeugen konnten die sie nicht nur im Zusammenspiel. Die einzelnen Soli lösten ebenso große Begeisterung aus – kein Bandmitglied kam zu kurz. Der bunte Mix an flotten, lässigen sowie mystischen Klängen sorgte dafür, dass man das Gefühl hatte, sowohl in einem noblen Jazzclub Platz zu nehmen als auch auf den Straßen von Rio de Janeiro das Leben zu feiert. Neben bekannten und weniger bekannten Jazzstandards, wurden dem Publikum auch mitreisende Eigenkompositionen serviert. Besonders in Erinnerung bleiben dürfte „Gypsy Dream“ von Sängerin Melanie Bong, die damit tiefe Einblicke in ihr Leben gewährte. Vorab sang sie ein Stück in Romanes und entführte damit das Publikum in eine geheimnisvoll anmutende Welt, in der Nebelschwaden über eine raue, hügelige Landschaft ziehen. Fließend erfolgte der Übergang in die Traumwelt mit sanften Tönen und verträumter Stimme – die Zuhörer zeigten sich überaus begeistert und dankten für dieses Erlebnis mit tosendem Applaus. Das Publikum und auch die Jubiläumsband hatte sichtlich bzw. hörbar viel Spaß. Die Musiker verabschiedeten sich am Ende natürlich so furios, wie sie den Abend begonnen hatten. Die Freude über den erfolgreichen Auftritt war ihnen deutlich anzumerken. „So grandiose Musik im Hirschen ist einfach wohltuend – da geht mir das Herz auf“, fand Hausherr Hannes Staggl lobende Worte und scherzte: „So voll sind wir sonst nur bei der Fåsnacht.“ Die Knödler rund um Peter Reinthaler, Bruno Thaler, Heinrich Wille, Harry Winkler, Mirko Schuler und Christian „Novi“ Novak werden freilich auch weiterhin jungen und jung gebliebenen Jazz-Musikern eine Bühne bieten – der 101 Jazzknödel ist bereits geplant. Übrigens: Als Erinnerung an dieses einmalige Erlebnis erhielten die Gäste ein Fläschchen der Stiegl Privatbrauerei mit auf den Weg, auf dem das Logo des 100. Jazzknödel prangte.
Kultur mit ordentlich Würze
l.: Mit viel Gefühl wusste sie das Publikum zu verzaubern: Yvonne Moriel am Saxophon
r.: Ließ das Publikum seine Hingabe für die Musik deutlich hören: Mirko Schuler RS-Foto: Grüneis
Kultur mit ordentlich Würze
l.: Martin Schweissgut war mit viel Herz am Werk.
r.: Jakob Zimmermann bewies am Klavier viel Feingefühl. RS-Foto: Grüneis
Kultur mit ordentlich Würze
l.: Mit ihrer aus­drucks­starken Stimme ein Highlight des Jubiläums: Melanie Bong
r.: Mit viel Leidenschaft am Werk: Florian Baumgartner am Schlagzeug RS-Foto: Grüneis
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